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28.04.2000 - 

SAP prämiert deutsch-amerikanisches Hochschulprojekt

Workflow-Management: 100000 Dollar für transatlantische Zusammenarbeit

MÜNSTER (CW) - Ein Kooperationsprojekt des Instituts für Wirtschaftsinformatik der Universität Münster und der amerikanischen Widener University, Chester, Philadelphia, wurde von der SAP AG mit dem ersten Preis der SAP University Alliance USA ausgezeichnet. Prämiert wurde der beispielhafte Informationsaustausch via Internet zwischen Unternehmen.

Seit über einem Jahr arbeiten die Münsteraner Wirtschaftsinformatiker mit der Widener University in Philadelphia virtuell zusammen. Bis zur Preisverleihung waren sich die Beteiligten nicht persönlich begegnet. Die gesamte Kommunikation des internationalen Lehrprogramms wurde über E-Mail, Internet-Diskussionsforen und Videokonferenzen abgewickelt. Inhalt der Zusammenarbeit ist die Behandlung unternehmensübergreifender Business-to-Business-Prozesse in der Lehre.

Studenten simulieren virtuelle GeschäftsprozesseDie computerunterstützte Bearbeitung von Geschäftsprozessen, neudeutsch Workflow-Management, ist nicht mehr nur ein innerbetriebliches Thema, sondern wird auch für die zwischenbetriebliche Zusammenarbeit immer interessanter. So entwickelten Yvonne Antonucci, Professorin an der Widener University, und Michael zur Mühlen, Wirtschaftsinformatiker in Münster, ein solches Workflow-Szenario in einem universitätsübergreifenden Projekt. Münsteraner Studenten übernahmen die Rolle eines Helpdesk-Anbieters, während in Philadelphia Studenten an Antonuccis Lehrstuhl die Kunden verkörperten.

Die virtuelle Zusammenarbeit trug technische und organisatorische Früchte: Neben einer Internet-Anbindung, über die Kunden Anfragen eingeben können, wurden auch Lösungen entwickelt, die Daten auf elektronischem Weg sicher und in einheitlichem Format zwischen den Unternehmen hin- und hertransportieren. Auch betriebswirtschaftliche Standardfunktionen wie Finanzbuchhaltung, Personalwesen und Materialwirtschaft wurden von den Studenten Internet-fähig gemacht. Die Teilnehmer lernten in konkreten Geschäftsszenarien die Technologie und das Potenzial der Standardsoftware von SAP kennen und anwenden. Davon profitiert auch der Softwarehersteller: Nachdem die Studenten im vergangenen Semester einen ersten Geschäftsprozess realisiert haben, wird die Business-Simulation künftig noch erweitert. Den überzeugenden Start belohnte SAP allerdings schon jetzt mit 100000 Dollar.