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DEC, Sun und HP planen Anküdiungungsfeuerwerk

Workstation-Szene verändert sich durch Einstiegs- und Topsysteme

06.11.1992

FRAMINGHAM/MÜNCHEN (CW) - Mit Ankündigungen von Digital Equipment, Hewlett-Packard und Sun dürfte die RISC-Szene erheblich durcheinander geschüttelt werden. Dabei scheinen sich sowohl im unteren als auch im oberen Leistungsbereich neue Dimensionen im Marktsegment für Workstations aufzutun.

Am l0. November 1992 legen sowohl DEC als auch Sun die Karten in Sachen Alpha- und Sparc-Rechner auf den Tisch. Als erste Systeme der Alpha-Workstation-Familie präsentiert DEC das Uniprozessor-Modell "DEC/3000 Modell 500/500" (Kodename: Flamingo). Die Workstation soll eine Rechenleistung von 125 Specmarks bei einem auf 150 Megahertz getakteten Prozessor erzielen. Ausgerüstet ist die Maschine nach Informationen des britischen Brancheninformationsdienstes "Computergram" mit 64 MB Arbeitsspeicher, der sich auf 1 GB ausbauen läßt, und sechs Turbokanal-Steckplätzen.

Die OSF/1-Unterstützung soll erst für Juli 1993 vorgesehen sein. Der Flamingo-Rechner bietet zudem 3D-Grafikfähigkeit. Wie "Modell 400/400S" vormals Sandpiper) läuft er unter der Betriebssystem-Erweiterung "Open-VMS".

Die Sandpiper-Workstation bringt es wegen der niedrigeren Taktrate (133 Megahertz) auf 110 Specmarks. 32 MB (maximal 512 MB) Arbeitsspeicher, bis zu 105 GB Massenspeicher-Kapazität, Ethernet- und ISDN-Ports, drei Turbokanal Erweiterungssteckplätze, SCSI-II-Controller, 2D-Grafik sowie optional ein FDDI-Port sind weitere Charakteristika der kleineren Alpha-Maschine.

Nach Informationen der Schwesterpublikation "Computerworld" stellt DEC am 10. November mindestens vier Alpha-Plattformen vor: Dazu würden je ein Tischmodell, ein Tower-System, ein Abteilungsrechner sowie ein Vierprozessor-Modell in Mainframe-Größenordnung gehören. Das Preisspektrum soll von 15 000 Dollar für das Tischmodell bis zu 300 000 Dollar für den Datencenter-Rechner reichen.

Kommendes Jahr würden dann die drei Low-end-Alpha-Rechner "Triumph" (40 bis 60 Specmarks), "Pelican" (ungefähr 75 Specmarks) und "Jensen" (120 Specmarks) folgen. Modell Triumph werde nach den Informationen von Insidern etwa 4000 Dollar kosten und wie die Pelican- Arbeitsstation mit dem preisgünstigeren LC-Alpha-Chip rechnen.

Hewlett-Packard scheint die komplette HP-9000-Linie der Serie-700-Workstations mit der PA-RISC-7100-CPU aufzupolieren, die mit 100 Megahertz getaktet ist. Damit wird unter anderem eine Leistungssteigerung auch für HPs Grafik-Workstations und deren 3D-Eigenschaften verbunden sein. Außerdem setzt HP offensichtlich auf Multimedia: Im Zuge der Neuvorstellungen werden nach Informationen aus den USA auch entsprechende Tools für Workgroup-Computing-Aufgaben präsentiert.

Schließlich wird laut "Computerworld" auch Sun Microsystems am 10. November einen starken Auftritt haben: Für den Entry-level-Bereich sollen drei Workstations das Licht der DV-Welt erblicken, die alle unter Solaris 2.1 mit der von Sun und Texas Instruments (TI) gemeinsam entwickelten "Microsparc"-CPU (Kodename: Tsunami = große Welle) arbeiten, wobei die Rechenleistung der Einstiegsmodelle in etwa der der Sparcstation-2-Systeme entsprechen soll. Die Preise dürften zwischen 4000 und 8000 Dollar liegen. Als Mainframe-Ersatz hingegen ist definitiv das mit maximal 20 Prozessoren (mindestens fünf CPUs) ausgerüstete Top-end-Modell gedacht. Bei den hier eingesetzten Rechenwerken handelt es sich um die Supersparc-Version, die ebenfalls gemeinsam von Sun und TI entwickelt wurde.