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15.02.2002 - 

Spekulationen um Liquiditätsprobleme

Worldcom senkt Prognosen

MÜNCHEN (CW) - Droht der US-TK-Industrie nach Global Crossing mit Worldcom eine weitere Pleite? Entsprechende Spekulationen kursieren seit Wochen. President und CEO Bernie Ebbers reagierte nun mit einem entschiedenen Dementi.

Jahrelang galt der charismatische Worldcom-Chef als Liebling der Wallstreet. Ein strammer Expansionskurs sowie satte Umsatz- und Gewinnzuwächse sorgten für eine entsprechende "Story". Die publicityträchtige Übernahme des Konkurrenten MCI 1997 galt gemeinhin als "Meisterstück". Freuen konnten sich auch die Anleger - ihr Kapital versechsfachte sich von 1994 bis 1999.

Doch seit wenigen Wochen ist alles anders: Von Anfang des Jahres bis jetzt hat das Worldcom-Papier rund fünfzig Prozent an Wert verloren. Bei der Ursachenforschung werden Beobachter schnell fündig: Gerüchte über Bilanzmauscheleien und Liquiditätsprobleme, die im Fahrwasser des Enron-Skandals gestreut werden; die nach der Götterdämmerung im Internet-Sektor nicht mehr ganz zeitgemäß erscheinende Fokussierung auf Datenkommunikation, sinkende Margen im Geschäft mit Ferngesprächen, hohe Verbindlichkeiten von aktuell fast 25 Milliarden Dollar. Ebbers reagierte jetzt mit einem klaren Dementi: "Alles Unsinn". Gemeint sind damit auch Mutmaßungen über einen drohenden privaten Konkurs des Worldcom-Chefs, der für eigene Aktienkäufe mit rund 340 Millionen Dollar bei seiner Company in der Kreide steht.

Im vierten Quartal 2001 stieg zwar der Umsatz der Worldcom-Group, in der der Konzern seine eigenen Daten- und Telefondienste (ohne MCI) bündelt, gegenüber dem Vorjahr um sieben Prozent auf 5,3 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn fiel allerdings mit 384 Millionen Dollar oder 13 Cent je Aktie gemessen am Vorjahr (20 Cent) eher enttäuschend aus. Entsprechend zurückhaltend gab sich das Worldcom-Management auch in seinem Ausblick: So rechnet man in 2002 nur noch mit einem Gewinn je Aktie zwischen 75 und 80 Cent. Außerdem kündigte Worldcom im zweiten Quartal 2002 eine Goodwill-Abschreibung von 15 bis 20 Milliarden Dollar an. (gh)