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02.11.2009

WSJ: Comcast und GE kommen sich bei NBC Universal näher - Kreise

Von Sam Schechner und Jeffrey McCracken THE WALL STREET JOURNAL

Von Sam Schechner und Jeffrey McCracken THE WALL STREET JOURNAL

FAIRFIELD (Dow Jones)--Der US-Kabelnetzbetreiber Comcast Corp und der Mischkonzern General Electric (GE) sind sich offensichtlich bei dem Verkauf der GE-Sparte NBC Universal näher gekommen. Allerdings ringen beiden Unternehmen derzeit noch um den Preis, sagte eine mit den Verhandlungen vertraute Person. Käme es zu einer Vereinbarung, würde künftig Comcast die Fernseh- und Film-Tochtergesellschaft von GE kontrollieren. Eine Einigung über den Verkauf könnte in den nächsten drei Wochen fallen, sagte die Person weiter.

Manager von GE und Comcast hätten sich in der vergangenen Woche mehrfach in New York getroffen. Dabei hätten die GE-Führungskräfte Präsentationen zu der Sparte NBC Universal gehalten, sagten Personen, die an den Treffen teilnahmen. Diese Treffen hätten einen Großteil der Due-Diligence-Prüfung für einen möglichen Deal mit Comcast komplettiert, sagten einige dieser Teilnehmer. Dennoch könnten die Verhandlungen zwischen GE und Comcast immer noch scheitern.

In der Zwischenzeit prüfe GE auch weiterhin andere Optionen für NBC Universal, erklärten mit der Angelegenheit vertraute Personen. GE und der US-Medienkonzern News Corp befinden sich in Vorgesprächen über eine Alternativdeal für NBC Universal, wie eine Sprecherin von News Corp sagte. NBC biete eine großartige Zusammensetzung von Geschäftsbereichen, und News Corp schaue sich diese an. Zu News Corp gehören auch das "Wall Street Journal" sowie Dow Jones und damit diese Nachrichtenagentur.

Ein großes ungelöstes Thema für Comcast und GE bleibt die Ermittlung des Wertes für NBC Universal. Geplant sei derzeit eine Transaktion, in deren Zug Comcast ihr TV-Netz in NBC Universal einbringen. Damit würde ein TV- und Film-Gigant geschaffen, der vom größten US-Kabelnetzbetreiber kontrolliert werde.

Comcast würde neben Kabelnetzen Barmittel in NBC Universal einbringen und dafür 51% an dem erweiterten Unternehmen erhalten. GE, das derzeit einen Anteil von 80% an NBC Universal hält, würde die restlichen 49% übernehmen. Das französische TV- und Medienunternehmen Vivendi, derzeit mit 20% an NBC Universal beteiligt, würde sich von der Beteiligung trennen.

Comcast habe versucht, den Wert von NBC Universal zu drücken, um so einen geringeren Barmittelanteil im Rahmen des Deals aufbringen zu müssen, sagten mit der Angelegenheit vertraute Personen. GE hingegen habe auf die gestiegenen Aktienkurse von Medienunternehmen seit dem Sommer verwiesen und eine Aufstockung des Barmittelanteils verlangt.

Nach Einschätzung von Beobachtern dürfte jede Vereinbarung von Comcast mindestens Jahr für eine Genehmigung durch die Regulierungsbehörde benötigen, die voraussichtlich nur unter Auflagen erteilt werden würde. Auch bei einer Übernahme durch News Corp sei die regulatorische Lösung schwierig, da die Regeln eigentlich einen Besitz des NBC-Networks durch News Corp nicht erlaubten, der bereits das Fox-TV-Netz gehört.

Webseiten: www.ge.com www.newscorp.com www.comcast.com www.vivendi.com www.wsj.com Von Sam Schechner und Jeffrey McCracken, Wall Street Journal, (Paul Glader und Shira Ovide haben zu dem Artikel beigetragen) +49 (0)69 29 725 102, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/mkl

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