Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

17.10.2003 - 

"Ideal für Thin Clients"

Wyse geht auf Linux-Kurs

MÜNCHEN (CW) - Wyse, bislang einer der treuesten Microsoft-Verbündeten, bringt Linux-basierende Thin Clients auf den Markt.

"Wir können uns der Nachfrage unserer Unternehmenskunden nicht entziehen", stellt Stephen Yeo, Marketing-Chef Europa bei Wyse, fest. "Viele von ihnen setzen auf eine Open-Source-Strategie." Besonders in Europa sei die Nachfrage, angetrieben von der Linux-Orientierung der Behörden und großer Unternehmen, enorm.

Wyse habe festgestellt, dass "Linux ideal für Thin Clients" ist, so Yeo. Denn das Open-Source-Betriebssystem stelle wenig Anforderungen an die Hardware, unterstütze perfekt Java sowie X-Windows und reduziere die Lizenzkosten. Außerdem habe Linux unter den Thin-Client-Plattformen im letzten Jahr um 63 Prozent zugelegt. Damit habe es die Embedded-Windows-Versionen von NT und XP weit hinter sich gelassen und deutlich auf Windows CE aufgeholt, das bei sieben Prozent Zuwachs anscheinend seinen Zenit erreicht. Wype müsse dem Rechnung tragen.

Linux auf großen Desktops sei problematisch, so Yeo, denn Betriebssystem-Installation, Support, Verfügbarkeit von Treibern und Anwendergewohnheiten verursachten beträchtlichen Aufwand. Bei Thin Clients mit dem Open-Source-System embedded sei all das kein Problem. Sie werden vorinstalliert geliefert, der Support erfolgt remote via Server, und die User arbeiten zunehmend mit Web- oder Java-basierenden Applikationen. Gerade diese Anwendungen verlangten in einer Windows-Umgebung aufwändige Terminals, was Linux unter dem Aspekt der Hardwarekosten attraktiver mache.

In der Tat ist der kleinste Linux-Thin-Client von Wyse, das Modell "5125SE", mit 399 Euro (plus Mehrwertsteuer) eines der günstigsten Terminals am Markt. In seiner Grundausstattung verfügt es über 32 MB Flash-Speicher und 64 MB RAM. Die CPU ist auf 266 Megahertz getaktet. Das Gerät unterstützt eine Grafikauflösung von 1280 mal 1024 Punkten bei 16 Bit Farbtiefe und bietet 16-Bit-Audiowiedergabe. Der 5,5 Kilogramm schwere Thin Client hat kaum mehr Größe als ein Duden.

Ein flaches Linux-Terminal ist das Modell "5455XL" zum Preis von 559 Euro plus Mehrwertsteuer. Der 550 Megahertz schnelle Prozessor kann auf 64 MB Flash-Speicher und 128 MB RAM zugreifen. Der Thin Client kommt auf eine Videoauflösung von bis zu 1600 mal 1200 Pixel bei 16 Bit Farbtiefe.

Beide Linux-Thin-Clients unterstützen die Protokolle RDP von Microsoft und ICA 6.3 von Citrix sowie sämtliche im Server-centric-Computing gängigen Netzprotokolle. Sie arbeiten mit einer reduzierten Linux-Variante von Suse mit dem Kernel 2.4.19 und einem komprimierten Read-only-Dateisystem. Embedded ist ein Netscape-Browser 4.77, ein lokaler X11R6-kompatibler Windows-Manager und ein passwortgeschütztes Setup. Sie arbeiten mit NFS- und Samba-Dateisystemen zusammen.

Beide Geräte haben neben den Anschlüssen für Tastatur, Maus und Monitor eine parallele und zwei serielle Schnittstellen. Hinzu kommen drei beziehungsweise beim größeren Modell vier USB-Ports und eine Verbindungsmöglichkeit nach dem Wireless-Standard 802.11b. (ls)