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01.09.2005

X3-Turbo tunt IBM-Server

Ein besonderes Chipset macht ein neues Intel-basierendes System schnell.

Unmittelbar vor der Marktfreigabe des Servers "X-Series 260" steht IBM. Das System beansprucht im Rack sieben Höheneinheiten, also insgesamt rund 30 Zentimeter, ist aber auch als Stand-alone-Modell erhältlich. Es ist ausgestattet mit vier Intel-Prozessoren des Typs Xeon MP, die zwei Rechenkerne haben sowie durch die Architektur EM64T 32- und 64-Bit-fähig sind. In den Server lassen sich bis zu zwölf 3,5-Zoll-SCSI-Festplatten mit einer Kapazität von jeweils 300 GB einbauen. Die hohe Gesamtspeicherkapazität von 3,6 TB weist darauf hin, dass IBM dieses System für Anwendungen mit großem Speicherbedarf konzipiert hat, beispielsweise für Niederlassungen von Banken, Hotel- und Einzelhandelsketten, die umfangreiche Daten lokal sichern müssen.

Rasanter Speicherzugriff

Eine Besonderheit des Servers X-Series 260 besteht darin, dass er mit dem im Februar dieses Jahres vorgestellten Chipset "X3" arbeitet, das IBM erstmals bei dem vor wenigen Monaten vorgestellten Mono-Prozessor-System x366 verwendet hat. Sein spezieller Memory-Controller ermöglicht äußerst schnelle Zugriffe der CPU auf DDR2-basierenden Active Memory bis 64 GB. Außerdem macht es einen physikalischen Level-4-Cache-Speicher des Prozessors unnötig. X3 unterstützt drei Ports mit einem Durchsatz von 6,4 GB pro Sekunde und Active PCI-X 2.0 mit 266 Megahertz. Die X3-Architektur verleiht dem Server x260 hohen Datendurchsatz. Nach IBM-Angaben erwies er sich in einem Benchmark-Vergleich von Veritest gegenüber einem ähnlich konfigurierten "Proliant DL585" von HP mit AMDs Opteron-Prozessor als bis zu 41 Prozent schneller.

Der Server X-Series 260 ist geeignet für 64-Bit-Betriebssysteme von Microsoft, Red Hat und Novell-Suse. Er soll Mitte September mit einem Preis von rund 4600 Dollar für eine Einstiegskonfiguration zuerst in den USA auf den Markt kommen.

Etwa zur selben Zeit, allerdings weltweit, bringt IBM eine neue Workstation auf den Markt. Die "Intellistation M Pro 6218" arbeitet mit Intels Dual-Core-Prozessor Pentium D, ist also 64-Bit-fähig. Das System lässt sich mit bis zu 8 GB Hauptspeicher und einer noch nicht genannten Zahl von Festplatten ausstatten. Es soll die nach IBM-Angaben schnellste Workstation des Unternehmens werden. Der Anbieter stellt verschiedene 2D- und 3D-Grafikkarten von ATI, Nvidia und 3D Labs zur Auswahl, an die sich mehrere Monitore anschließen lassen. Das System wird vorinstalliert ausgeliefert mit Windows XP Professional x64 oder x32. Es ist allerdings auch zertifiziert für die 32- und 64-Bit-Versionen von Red Hat Enterprise Linux 3.0 WS. Der Einstiegspreis beträgt in den USA 1479 Dollar. (ls)