Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

22.10.2004

Xamlon kommt Microsofts Longhorn zuvor

Entwicklungspaket erlaubt den Bau von Oberflächen mittels der Extensible Application Markup Language.

Das Xamlon-Entwicklungspaket (http://www.xamlon.com/) gestattet es dem Anwender, Benutzerschnittstellen mit einer grafischen Oberfläche zu erzeugen. Im Hintergrund generiert das Werkzeug die entsprechenden Codezeilen. Unterstützt werden alle Windows-Derivate ab Windows 98. Die Xamlon-Programme lassen sich aber auch über das Internet via Browser nutzen, allerdings funktioniert dies nur mit dem Internet Explorer.

Das im Jahr 2003 gegründete Unternehmen nutzt dabei Microsofts "Extensible Application Markup Language" (XAML), die eine wesentliche Rolle im künftigen Betriebssystem "Longhorn" spielen soll. Die deklarative, XML-basierende Auszeichnungssprache trennt die Benutzerschnittstelle von der Applikationslogik. Xamlon Professional 1.0 arbeitet mit Microsofts .NET-Framework zusammen. Die XAML-Kommandos interpretiert die Umgebung zur Laufzeit. Ereignisse wie etwa Mausklicks werden in .NET-Klassen verarbeitet. XAML erlaubt es ferner, Effekte wie Animationen sowie Zoom-Funktionen in interaktive Oberflächen einzubetten.

Später, so verspricht der Hersteller, könnten Nutzer ihre Entwicklungen auf Microsofts "Avalon"-Plattform portieren. Avalon ist der Codename eines neuen Grafiksystems unter Longhorn, das es erlauben soll, Web-Applikationen auf dem Windows-Desktop wie andere Programme erscheinen zu lassen. Damit wäre ein Browser als eigenständiges Programm nicht mehr erforderlich. Mittlerweile ist neben Avalon die Web-Services-Architektur "Indigo" die wichtigste Komponente von Longhorn, nachdem Microsoft den Funktionsumfang des Windows-XP-Nachfolgers nach und nach abgespeckt hatte.

Microsoft selbst bietet bisher noch keine Entwicklungsumgebung für XAML an. Xamlon dagegen gibt es bereits für 399 Dollar zu kaufen, eine Testversion steht zum Download auf der Website bereit. Noch ist unklar, ob das Unternehmen eines Tages Lizenzgebühren an Microsoft für die Nutzung von XAML abführen muss. (fn)