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11.02.1983 - 

Mit drei neuen Produkten wird die 9700- Leistung nach unten gebracht:\

Xerox forciert das elektronische Drucken

MÜNCHEN (rs) - Im mittleren Leistungsbereich siedelt die Rank Xerox GmbH, Düsseldorf, ihr neues Drucksystem 8700 an. Es ist für den zentralen Einsatz vorgesehen. Dezentral soll der neue elektronische Drucker 2700 stehen. Zur Digitalisierung grafischer oder alphanumerischer Dokumente bietet Rank Xerox jetzt den Scanner 150 an.

Den sinnvollen Einsatz des Drucksystems 8700 sieht Rank Xerox bei einem monatlichen Bedarf von 500 000 Drucken, die mit einer Geschwindigkeit von 70 Seiten pro Minute produziert werden. Zum Vergleich: Das 1981 angekündigte Modell 9700 schafft 120 Seiten pro Minute und wird nach Xerox- Meinung bei einer Million Drucken wirtschaftlich.

Die 8700 verwendet Papier im DIN- A4- Format mit Gewichten zwischen 70 und 160 Gramm pro Quadratmeter. Die Verarbeitung der zu drukkenden Daten erfolgt über einen Minirechner mit angeschlossener Magnetplatte, die Dateneingabe wahlweise über eine Magnetbandeinheit oder eine direkte Kanalverbindung. Die Xerox 8700 wird um 600 000 Mark kosten und für etwa 25 000 Mark monatlich zu mieten sein.

Der elektronische Drucker 2700 wird rund 60 000 Mark kosten. Er arbeitet wie seine großen Brüder 9700 und 8700 mit der Lasertechnik, ist nicht größer als ein normales Kopiergerät und eignet sich Xerox zufolge für die Remote- Druckausgabe, beispielsweise in Büros oder dezentral organisierten Rechenzentren. Das Produkt könne auch als dezentrales Ausgabemedium in lokalen Netzwerken eingesetzt werden.

Die Auflösung, mit der das neue Gerät arbeitet, ist die gleiche wie bei den Modellen 9700 und 8700: 90 000 Punkte pro Quadratzoll (rund 14 000 Punkte pro Quadratzentimeter).

Der Drucker 2700 ist für einen Bedarf von 10 000 Drucken pro Monat ausgelegt. Als Kommunikationsanschlüsse stehen laut Xerox IBM BSC 2770/2780/3780 und 3274/3276 sowie V. 24 zur Verfügung. Ferner verfügt der Drucker über Centronics- und Dataproducts- kompatible Parallelschnittstellen .

Die neue grafische Eingabestation von Xerox, der Scanner 150, soll der Dateneingabe für die Drucksysteme 9700 und 8700 dienen. Der Scanner arbeitet mit den Softwarepaketen XICS (Xerox Integrated Composition System) und EPIC (Electronic Printer Image Construction). Mit XICS lassen sich nach Xerox- Angaben elektronisch gespeicherte Textvorlagen auf gewünschte Zeilen- , Spalten- oder Seitenformate bringen. EPIC bereitet Computergrafik so auf, daß sie auf den Xerox- Maschinen 9700 und 8700 gedruckt werden können.

Einem Kosten- und Zeitvergleich, mit dem Xerox die Attraktivität des elektronischen Druckens zeigen will, liegt die Annahme zugrunde, daß ein Druckerzeugnis mit 48 Seiten Umfang (zwei Deckblätter) im A4- Format in verschiedenen Auflagen zu produzieren ist. Jede beidseitig schwarz auf weiß bedruckte Seite enthält 20 Zeilen Text und zwei Bilder.

Mit einem mechanischen Druckverfahren kostet das fertige Erzeugnis bei einer Auflage von 50 Stück 34,38 Dollar je Exemplar. Bei 1000 Stück sinkt der Preis auf 2, 02 je Exemplar. Der Einsatz einer 9700 mit Scanner 150 verbilligt der Xerox- Rechnung zufolge den Preis auf 5, 52 Dollar je Stück (50 Exemplare Auflage) und auf 1,84 Dollar (1000 Auflage).

Ähnliches gilt für den Zeitaufwand. Benötigt die mechanische Erstellung 55,7 beziehungsweise 62,4 Stunden so sind es auf elektronischem Weg nur noch 4,4 beziehungsweise 24,1 Stunden.