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11.05.1984

Xerox-Gewinn steht auf tönernen Füßen

DÜSSELDORF (CW) - Zur Zufriedenheit gibt die Ertragslage der Rank Xerox GmbH, Düsseldorf, nicht eben Anlaß. Im Gegenteil: Sie verdient eher die Bezeichnung "prekär" . Darüber kann auch der Umsatz von knapp 825 Millionen Mark in 1982/83 (31.10.) nicht hinwegtäuschen. Kaschieren läßt sich ebensowenig die nicht erst seit dem vergangenen Jahr sieche Gewinnsituation durch eine Jubel-Tonbildschau, die die Düsseldorfer zum "Aufwärmen" vor ihrer jüngsten Bilanzpressekonferenz servierten.

Während Rank Xerox den Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,6 Prozent auf 824,9 Millionen Mark steigern konnte, dürfte die Gewinnsituation den Verantwortlichen Kopfzerbrechen bereiten: Der Überschuß fiel mit 6,3 Millionen Mark um 4 Millionen geringer aus als noch zwölf Monate zuvor. Dementsprechend sackte die Umsatzrendite von 1,3 auf 0,8 Prozent.

Was der kontinuierlichen Talfahrt des Ergebnisses unter dem Strich Tempo verleiht, so beklagte der Vorsitzende der Geschäftsleitung Dr. Michel Odelga, sei der anhaltende Preisverfall bei Kopierern und Drucksystemen. Gewinnmindernd machten sich ebenso die "stattlichen Investitionen" bemerkbar.

Behaupten möchte Rank Xerox seine angestammte Führungsposition im Kopiergeschäft auch weiterhin. Doch drängen die Düsseldorfer mit neuen technologischen Produkten auf den Markt, um die marode Ertragssituation zu kompensieren. So wird das Mengenwachstum bei Kopierern nicht von einem angemessenen Wertwachstum begleitet. "Diversifikation bedeutet für uns die Zukunft", erklärte Odelga.

Insbesondere mit den Tischcomputern erhofft sich Rank Xerox in diesem Jahr den endgültigen Durchbruch. Bei diesen lokalen Netzwerksystemen, mit denen die Düsseldorfer Manager jetzt schon im zweiten Jahr gegen ein starkes Konkurrenzangebot anstrampeln, zeichnet sich nach Unternehmensangaben allmählich eine positive Marktentwicklung ab. Durch den Kooperationsvertrag mit Siemens (,,Guter Partner für Marktaufbereitung") sind die Mikros mit dem "Siemens-Bürosystem 5800 " baugleich. "Doch gegenüber den Computern des Elektrokonzerns", gab Odelga zu verstehen, "können in unsere Geräte Zusätze hineininstalliert werden, die bei Siemens nicht vorhanden sind." Gemeint sind die hauseigenen Entwicklungen wie Drucker und dergleichen.