Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

Blick an die Nyse

Xerox: Weniger Druck

05.10.2001
Christian Struck*

Nachdem der amerikanische Kopiererspezialist Xerox im vergangenen Jahr knapp vor der Zahlungsunfähigkeit stand, könnte sich nun ein Turnaround anbahnen. Nicht betriebsnotwendige Assets werden verkauft, die Bilanz wird gestrafft, Tausende Mitarbeiter wurden entlassen, unprofitable Geschäftsbereiche geschlossen. Den wichtigsten Schritt dürfte aber die geplante Zusammenarbeit mit General Electric darstellen. GE soll Xerox mit einer Milliarde Dollar unter die Arme greifen. Außerdem soll die Kundenverwaltungseinheit in ein Joint Venture mit GE Capital überführt werden. Der Kopierspezialist hofft, dadurch weitere fünf Milliarden Dollar Schulden abzubauen. Dies ist dringend nötig, da die Xerox-Bilanz bei einer Summe von 27,3 Milliarden Dollar immerhin 23,4 Milliarden Dollar an Verbindlichkeiten aufweist.

Für das Unternehmen spricht aber der hohe Jahresumsatz von zirka 17 Milliarden Dollar trotz der Verluste im dreistelligen Millionenbereich. Bereits im nächsten Jahr erwarten Analysten durchschnittlich fast 300 Millionen Dollar Gewinn. Das Management selbst scheint an den Erfolg der Restrukturierung zu glauben, da bei einem Kurs von sechs Dollar immer wieder Insiderkäufe stattfanden. Mit 92000 Mitarbeitern ist Xerox auch zu groß, um einfach von der Bildfläche zu verschwinden. Die Marktstellung bei Kopierern und Druckern sowie das geplante Engagement der gut kalkulierenden Finanztochter von GE sprechen für ein Investment. Das Risiko der hohen Verschuldung und die schwachen PC-Absatzzahlen sollten aber beachtet werden, deshalb ist die Aktie nur haltenswert.

*Christian Struck ist Analyst der CMW GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.