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24.03.2009

XETRA-MITTAG/DAX kommt von Tageshochs zurück

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt bröckeln die Kurse nach anfänglichen Gewinnen deutlicher ab. Der DAX steigt bis 12.15 Uhr nur noch um 0,4% oder 18 auf 4.194 Punkte, nachdem er im Tageshoch noch bei 4.240 Punkten notierte. Händler sprechen von ersten Gewinnmitnahmen und fehlenden Anschlusskäufen. Mit dem Anstieg am Vortag seien die starken Vorgaben der Wall Street bereits vorweggenommen worden. Zudem gerate der DAX zunehmend in charttechnisch schweres Fahrwasser.

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt bröckeln die Kurse nach anfänglichen Gewinnen deutlicher ab. Der DAX steigt bis 12.15 Uhr nur noch um 0,4% oder 18 auf 4.194 Punkte, nachdem er im Tageshoch noch bei 4.240 Punkten notierte. Händler sprechen von ersten Gewinnmitnahmen und fehlenden Anschlusskäufen. Mit dem Anstieg am Vortag seien die starken Vorgaben der Wall Street bereits vorweggenommen worden. Zudem gerate der DAX zunehmend in charttechnisch schweres Fahrwasser.

Derzeit kämpfe er mit dem Januar-Abwärtstrend bei gut 4.200 Punkten. Erst durch ein nachhaltiges Überwinden würde sich die Situation laut Markttechnikern weiter entspannen. Dann seien auch Vorstöße in den Bereich zwischen 4.300 und knapp 4.700 Punkten möglich. Unterstützung liefere nun die 4.000er Marke.

Als positives Signal wird die Zustimmung wichtiger Investoren wie Pimco und Blackrock zu dem überarbeiteten Plan von US-Finanzminister Geithner zur Lösung der Finanzkrise gesehen. "Das wird als klarer Vertrauensbeweis gewertet", heißt es im Handel. Dennoch bleiben Teilnehmer noch skeptisch, ob mit der Erholung bereits eine nachhaltige Wende eingeleitet worden ist.

Der Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben im März um 0,3 auf 32,4 Punkte gestiegen. Sein Pendant aus dem Dienstleistungssektor konnte ebenfalls einen leichten Anstieg verzeichnen und liegt bei 41,7 Punkten. Damit hält sich die Stimmung im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland nun im vierten Monat bei knapp über 32 Punkten. "Die Hoffnungen auf eine Bodenbildung festigen sich damit", stellt ein Volkswirt der Postbank fest.

In der Eurozone gab es ebenfalls bei beiden Indizes Anstiege. Im Vergleich zu Deutschland fielen sie mit 0,5 Punkten auf 34,0 Punkte im Verarbeitenden Gewerbe und 0,9 Punkte auf 40,1 Punkte im Dienstleistungssektor deutlicher aus. "Auch hier sei vor einer verfrühten Euphorie gewarnt, denn Rückschläge sind im derzeitigen wirtschaftlichen Umfeld alles andere als ausgeschlossen", so der Volkswirt.

Finanzwerte müssen nach dem starken Anstieg am Vortag teilweise Abschläge hinnehmen. "Einige Anleger verkaufen in die jüngste Stärke der Banken hinein", sagt ein Teilnehmer. Angesichts des fehlenden Volumens führe das schnell zu deutlicheren Abgaben. Noch handele es sich um eine reine "Verschnaufpause", der nicht allzu große Bedeutung beizumessen sei. Allianz verlieren 2,6% auf 65,80 EUR, Deutsche Bank geben 1% auf 30,39 EUR nach.

Von Gewinnmitnahmen ist bei Daimler die Rede. Diese haben bereits am Vortag eingesetzt, nachdem der Kurs von den Eröffnungsgewinnen im weiteren Verlauf deutlich zurückgekommen war. Damit habe der positive Impuls, den der Einstieg von Abu Dhabi gesetzt habe, nicht gehalten. Die Anleger konzentrierten sich nun vielmehr auf die negativen Aspekte wie den vergleichsweise niedrigen Einstiegspreis und die Verwässerungsgefahr. Die Aktie büßt 2,8% auf 21,03 EUR ein.

Linde geben nach einer Abstufung durch Merrill Lynch um 2% auf 52,77 EUR nach. Metro verlieren 3,3% auf 24,45 EUR. Hier ist das Nettoergebnis unter den Erwartungen geblieben, Metro hat zudem keinen konkreten Ausblick auf dieses Jahr gegeben. "Die Indikationen zum ersten Quartal über einen Umsatz in der Nähe des Vorjahresniveaus klingen aber gut", meint Analyst Stephan Seip von Mainfirst. Offensichtlich habe Metro die Schwäche verschiedener osteuropäischer Währungen ausbügeln können, ergänzt er.

Nach Veröffentlichung des Ausblicks für das laufende Jahr sind Leoni von den Tageshochs etwas zurück gekommen. Ein Analyst bezeichnet diesen als "alles andere als gut". Eigentlich könnte man auch sagen, dass keiner geliefert worden sei. Damit falle Leoni allerdings nicht negativ aus dem Rahmen, denn bislang habe keine der Konkurrenten eine Prognose gewagt. Die Aktie gewinnt noch 1,5% auf 6,85 EUR.

Kontron ziehen nach weiteren Zahlen zum Geschäftsverlauf um 3% an auf 6,95 EUR an. Die Analysten der LBBW habe ihr Votum "Kaufen" bestätigt und sich vom Auftragsbestand des Unternehmens überzeugt gezeigt. Conergy setzen mit 23,7% auf 0,47 EUR die rasante Erholung fort.

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