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31.01.2011

XETRA-MITTAG/DAX reagiert volatil auf Entwicklungen in Ägypten

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt reagiert schwankungsanfällig auf die politischen Unsicherheiten in Ägypten. Bis 11.48 Uhr verliert der DAX 0,4% oder 27 auf 7.076 Punkte und notiert damit etwas leichter. Im Tagestief notierte der Index bei 7.033. Eine Verschärfung der Krise könnte leicht schärfere Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen, heißt es im Handel. Ägypten komme nicht zuletzt durch den Suez-Kanal und die Nähe zu Israel enorme politische und wirtschaftliche Bedeutung zu.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt reagiert schwankungsanfällig auf die politischen Unsicherheiten in Ägypten. Bis 11.48 Uhr verliert der DAX 0,4% oder 27 auf 7.076 Punkte und notiert damit etwas leichter. Im Tagestief notierte der Index bei 7.033. Eine Verschärfung der Krise könnte leicht schärfere Spuren an den Finanzmärkten hinterlassen, heißt es im Handel. Ägypten komme nicht zuletzt durch den Suez-Kanal und die Nähe zu Israel enorme politische und wirtschaftliche Bedeutung zu.

Rund 7,5% des globalen Welthandels werden über den Wasserweg abgewickelt. Die Sorge, dass sich die Krise auf andere Länder der Region ausweiten könnte, sei ernst zu nehmen. Allerdings zeigen sich andere Teilnehmer zuversichtlicher. "Der Markt ist technisch noch immer stark überkauft. Viele haben auf einen Impuls für Gewinnmitnahmen gewartet. Die Proteste in Ägypten scheinen diesen Impuls nun gegeben zu haben", sagt ein Händler.

Es stünden nach wie vor ausreichend Investoren an der Seitenlinie, die niedrigere Kurse zum Einstieg nutzen dürften, solange die Proteste nicht auf die Erdöl produzierenden Länder im Nahen Osten überspringen. Das Geschäft wird als ruhig beschrieben. Für neue Impulse könnte am Nachmittag der Chicago-Einkaufmanagerindex sorgen. Hier wird ein Stand von 64,5 nach zuvor 66,8 erwartet.

Wacker Chemie steigen nach Verlusten zur Eröffnung um 0,2% auf 133,80 EUR. Die vorläufigen Geschäftszahlen von Wacker Chemie sind nach Einschätzung eines Analysten im Rahmen der Erwartungen ausgefallen. Das treffe auch auf den Ausblick zu. Lediglich die Rückstellungen aus künftigen Verlusten aus dem Silicongeschäft in China seien etwas negativ zu werten, würden aber durch Gewinne aus Anteilsverkäufen zum Teil wieder wettgemacht.

Munich Re verlieren 0,9% auf 113,50 EUR; Goldman Sachs hat die Aktie Händlern zufolge auf "Neutral" gesenkt, zugleich aber Hannover Rück auf "Neutral" angehoben. Hannover Rück halten sich mit einem Abschlag von 0,3% auf 40,99 EUR besser. Auf der Habenseite steigen Fresenius um 1,5% auf 63,08 EUR. Die Vorzugsaktien von Fresenius werden am Montag nicht mehr gehandelt, da sie in Stammaktien umgewandelt wurden. Die Stämme werden künftig im DAX höher gewichtet werden als bislang die Vorzüge.

Ansonsten ist das Geschäft von Gewinnmitnahmen bei Zyklikern und der Krise in Ägypten geprägt. Für Autos geht es besonders kräftig nach unten: Daimler verlieren 1,9% auf 53,77 EUR, BMW 1,8% auf 56,06 EUR und VW 1,9% auf 118,10 EUR. Im MDAX büßen Leoni gleich 5,3% auf 30,70 EUR ein. Lufthansa geben um 1,9% auf 15,29 EUR nach und TUI um 3% auf 9,97 EUR. Dass der TUI-Großaktionär Alexei Mordaschow seinen Anteil an dem Touristik- und Schifffahrtskonzern weiter ausgebaut hat, spielt keine Rolle für die Kursentwicklung, da dies bereits so angekündigt worden war.

DJG/mpt/mif/gei

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