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XETRA-MITTAG/Etwas fester - Nokia-Zahlen belasten nicht

17.04.2008
FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas fester zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstagmittag. Der DAX steigt gegen 13.01 Uhr um 0,4% oder 29 auf 6.732 Punkte und zeigt sich damit unbeeindruckt von den enttäuschenden Nokia-Zahlen. "Das Sentiment für Aktien hat sich mit der Entspannung an den Kreditmärkten deutlich verbessert", erklärt ein Händler die positive Marktstimmung.

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas fester zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Donnerstagmittag. Der DAX steigt gegen 13.01 Uhr um 0,4% oder 29 auf 6.732 Punkte und zeigt sich damit unbeeindruckt von den enttäuschenden Nokia-Zahlen. "Das Sentiment für Aktien hat sich mit der Entspannung an den Kreditmärkten deutlich verbessert", erklärt ein Händler die positive Marktstimmung.

Der Markt negiere derzeit sogar belastende Faktoren wie das Rekordniveau bei Euro und Öl. Der Euro erreichte zum Dollar fast die Marke von 1,60 USD und die Öl-Futures haben im Tagesverlauf bereits die Marke von 115 USD übersprungen. Auch die Zahlen von Merrill Lynch haben den Markt nicht enttäuschen können. Für den restlichen Tag sieht ein Markteilnehmer den DAX zwischen dem Widerstand bei 6.800 Punkten und der Unterstützung bei 6.680 pendeln.

Deutsche Bank reagieren gelassen auf die Daten der US-Investmentbank Merrill Lynch und legen um 1,3% zu auf 75,53 EUR. Auch die anderen Finanzwerte tendieren im grünen Bereich. Commerzbank steigen um 0,7% auf 22 EUR glatt, Allianz erhöhen sich um 1,1% auf 130,08 EUR. Hypo Real Estate fallen unterdessen um 4,8% auf 21,90 EUR und damit unter den Angebotspreis des Konsortiums um die Beteiligungsgesellschaft JC Flowers. Diese hatte am Mittwoch 22,50 EUR geboten. Der Preis sei "sehr fair", nun würden Positionsglattstellungen und Gewinnmitnahmen die Aktie knapp unter das Gebot drücken, heißt es. Zudem belastet ein negativer Kommentar der Citigroup, die kein verborgenes Wertpotenzial in der Aktie sieht.

Zunehmend unter Druck geraten Deutsche Börse mit minus 3,4% auf 90,22 EUR. Händler verweisen auf den schärfer werdenden Wettbewerb unter den Handelsplattformen. Zudem übten Großkunden zunehmend Preisdruck aus, so ein Analyst.

Gesucht ist dagegen der Automobilsektor, der europaweit anzieht. BMW setzen sich mit plus 2% auf 33,98 EUR an die Spitze der deutschen Werte. VW legen um 1,9% auf 185,40 EUR zu und Daimler verbessern sich um 1,4% auf 50,51 EUR.

Mit etwas Verzögerung haben auch TUI auf verstärkten Nachrichtenfluss reagiert und verteuern sich nach verhaltenem Start um 2,5% auf 17,87 EUR. "Anscheinend positionieren sich die Großaktionäre noch im Vorfeld der Hauptversammlung" so ein Marktteilnehmer mit Blick auf die vom norwegischen Reeder John Fredriksen aufgestockte Beteiligung. Mit Alexej Mordaschow will ein zweiter Großaktionäre seinen Anteil offenbar nicht aufstocken. Ferner zieht die chinesische Reederei Neptune Orient Lines laut einem Zeitungsbericht eine Fusion mit der TUI-Reederei Hapag-Lloyd in Erwägung.

Deutsche Telekom kommen mit negativen Analystenkommentaren um 1,7% auf 11,11 EUR zurück. Zum Einen stufte die ING das Kursziel für den Titel auf 12,50 von 15,30 EUR herunter, zum anderen senkt Lehman Brothers den europäischen Telekomsektor auf "Negative" von zuvor "Neutral". Die Analysten konstatieren für 2008 eine rapide Verlangsamung des Gewinnwachstums bei Telekommunikationsdienstleistern sowie bei der mobilen Datenübertragung.

Auch Infineon kommen von ihren Tageshochs deutlich zurück. Hier bremsen die Zahlen von Nokia, die von Händlern als "Quasi-Gewinnwarnung für den Sektor" interpretiert wurden. Infineon bauen aktuell ihr Minus aus auf 0,4% auf 5,01 EUR. Epcos im TecDAX halten sich hingegen noch 0,3% im Plus. An der Spitze im TecDAX stehen wie am Vortag QSC, die um 8% auf 2,31 EUR steigen. LBBW-Analyst Andreas Heinold verweist auf ein Interview von QSC-Chef Bernd Schlobohm mit der "Börsen-Zeitung", indem dieser den Verkauf der Mehrheit an dem Netzwerk als denkbar bezeichnet. Ein solcher Richtungswechsel in der Netzwerk-Strategie sei für QSC sehr positiv, sagt der Analyst.

DJG/mod/ros

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