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29.09.2009

XETRA-MITTAG/Etwas leichter nach "kurzbeiniger" Rally

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Dienstagmittag etwas leichter und unterstreicht damit einmal mehr das Sprichwort über die politischen Börsen, die kurze Beine haben. Der DAX fällt gegen 13.09 Uhr um 0,5% bzw 30 Punkte auf 5.706. "Nach der Wahl-Rally holen wir erst einmal Luft", sagt ein Händler. Die Vorlagen geben nur wenig her: Die Wall Street wies ab dem Zeitpunkt des Handelsschlusses in Europa keine nennenswerte Veränderung auf, Japan kann die Verluste vom Vortag zum Teil wieder aufholen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt tendiert am Dienstagmittag etwas leichter und unterstreicht damit einmal mehr das Sprichwort über die politischen Börsen, die kurze Beine haben. Der DAX fällt gegen 13.09 Uhr um 0,5% bzw 30 Punkte auf 5.706. "Nach der Wahl-Rally holen wir erst einmal Luft", sagt ein Händler. Die Vorlagen geben nur wenig her: Die Wall Street wies ab dem Zeitpunkt des Handelsschlusses in Europa keine nennenswerte Veränderung auf, Japan kann die Verluste vom Vortag zum Teil wieder aufholen.

Aus technischer Sicht stehe das Jahreshoch bei 5.760 Punkten als Widerstand zunächst weiteren Gewinnen im Weg. Darüber wäre Platz in den Bereich zwischen 5.900 und 6.000, heißt es im Handel. Unterstützt sei der DAX bei 5.700 Punkten.

Nach der Bundestagswahl konzentriere sich der Markt schon wieder auf neue Themen. Nächste Woche trete die Berichtssaison in den USA in den Fokus. Einige Händler setzen auch darauf, dass das Geschäft mit Übernahmen und Fusionen weiter anzieht und die Kauflaune anstacheln wird.

Impulse für den Handelsverlauf könnten von den US-Konjunkturdaten ausgehen. Am Nachmittag liefert der Case-Shiller Index ein weiteres Indiz für den Zustand des US-Immobilienmarktes. Um 16.00 Uhr folgen mit dem US-Verbrauchervertrauen die wohl wichtigsten Daten des Tages. Die Zuversicht der US-Verbraucher dürfte sich auch im September merklich aufgehellt haben. Die von Dow Jones Newswires befragten Ökonomen erwarten für den entsprechenden Index einen Anstieg auf 57,0 Punkte nach 54,1 im Vormonat.

Gewinne verbuchen die Finanzwerte. Commerzbank steigen um 1,1% auf 8,80 EUR und Münchener Rück um 0,8% auf 108,78 EUR. "Versicherer und Banken waren an Wall Street die Gewinner", stellt ein Händler fest. Bank of America-Merrill Lynch lädt zur Banking & Insurance Conference in London ein, auch das rückt die Werte in den Blick. E.ON und RWE fallen dagegen nach anfänglichen Gewinnen zurück. Die Aktien hatten am Vortag wegen des atomfreundlichen Wahlausgangs deutlich zugelegt. E.ON verlieren 0,6% auf 29,31 EUR, RWE geben 1% auf 64,14 EUR ab.

Salzgitter fallen sogar um 2,8% auf 66,55 EUR. Das Unternehmen begibt eine Wandelanleihe und besorgt sich so 300 Mio EUR. Anleger verkauften die Aktie und schafften so Platz für die Wandelanleihe, heißt es. Siemens büßen 2,5% auf 64,32 EUR ein. "Die Aussagen zum Auftragseingang enttäuschen", sagt ein Händler in einer ersten Einschätzung. Auch andere zyklische Papiere zeigen sich von ihrer schwachen Seite und geben mehr oder minder deutlich nach.

In der zweiten Reihe legen TUI um 5,9% auf 7,47 EUR zu. TUI Travel begibt ebenfalls eine Wandelanleihe und zahlt mit dem Erlös vorzeitig ein Darlehen an TUI zurück. ProSiebenSat.1 rücken um 7,3% auf 7,04 EUR vor. Morgan Stanley hat die Aktie mit "Overweigt" und Ziel 12 EUR empfohlen. Im Kurs sei der zu erwartende starke freie Barmittelfluss noch nicht eingepreist, meinen die Analysten. Schuldenabbau und einen potenziellen Aufschwung spiegele der Kurs ebenfalls noch nicht wider.

Im TecDAX gewinnen Aixtron 4,9% auf 19,86 EUR nach einem positiven Analystenkommentar von J.P. Morgan. Kontron verlieren dagegen 1,4% auf 8,43 EUR. Kontron erwartet aufgrund einer verlorenen zollrechtlichen Klage Einmalbelastungen im dritten Quartal. Bei Dialog Semiconductor weiten sich die Gewinnmitnahmen der vergangenen Tage aus. "Seit Jahresbeginn hat sich das Papier fast versechsfacht. Heute sind die Umsätze überdurchschnittlich, vermutlich wurden bei 4,50 EUR Sicherungskurse ausgelöst", sagt ein Händler. Seit Jahresbeginn ist die Aktie um fast 600% gestiegen. Dialog fallen um 5,7% auf 4,32 EUR.

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