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XETRA-MITTAG/Freundlich - DAX über 6.000er Marke

17.03.2010
FRANKFURT (Dow Jones)--Freundlich notiert der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmittag. Bis 12.57 Uhr steigt der DAX um 0,7% bzw 43 Punkte auf 6.015. Der Leitindex notiert damit erstmals seit Mitte Januar über der Hürde von 6.000 Zählern. Technisch orientierte Analysten sehen den Weg nun frei bis zum bisherigen Jahreshoch bei 6.094 Punkten. Eine Unterstützung machen sie bei 5.900 Zählern aus.

FRANKFURT (Dow Jones)--Freundlich notiert der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmittag. Bis 12.57 Uhr steigt der DAX um 0,7% bzw 43 Punkte auf 6.015. Der Leitindex notiert damit erstmals seit Mitte Januar über der Hürde von 6.000 Zählern. Technisch orientierte Analysten sehen den Weg nun frei bis zum bisherigen Jahreshoch bei 6.094 Punkten. Eine Unterstützung machen sie bei 5.900 Zählern aus.

Gründe für die gute Stimmung sind Händlern zufolge in den Aussagen der US-Notenbank und in den positiven Vorlagen aus den USA und Asien zu finden. Gestützt werde die Stimmung zudem vom gestiegenen Verbrauchervertrauen in den USA. Das ABC-Verbrauchervertrauen sei in der vergangenen Woche so stark gestiegen wie nur elf Mal in den vergangenen 25 Jahren, so die Analysten von Wellenreiter-Invest.

Die Fed bekräftigte am Dienstagabend ihre Nullzinspolitik. Im Begleitkommentar kündigte sie überdies an, dass die Zinsen noch für einen "ausgedehnten Zeitraum" sehr niedrig bleiben werden. Damit beruhigten die Notenbanker Anleger, die eine baldige Abkehr von der expansiven Geldpolitik befürchtet hatten. Auch die japanische Zentralbank hat wie erwartet ihre lockere Geldpolitik noch einmal ausgeweitet.

Impulse könnten am Nachmittag von den US-Erzeugerpreisen für Februar ausgehen. Volkswirte erwarten ein Minus von 0,3% gegenüber Januar, zuvor waren die Preise um 1,4% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Daneben könnte der große Verfallstermin am Freitag zunehmend seine Schatten vorauswerfen, dann laufen Index-Futures und -Optionen aus sowie Optionen auf Einzelaktien.

Bei den Einzelwerten sind Siemens 3,3% fester und wechseln für 71,96 EUR den Besitzer. Nach einem Bericht des "Handelsblatts" will Siemens die IT-Sparte SIS umstrukturieren. "Damit geht Siemens ein Problemkind an", sagt ein Marktteilnehmer. Profitieren sollte Siemens auch von einer Steilvorlage von General Electric, die am Dienstag mit kräftigen Kursgewinnen aus dem Handel gegangen waren.

Commerzbank verteuern sich um 3% auf 6,38 EUR zu. Der hohe Zinsüberschuss des italienischen UniCredit im vierten Quartal könnte auch bei der Commerzbank für Käufe sorgen, so ein Händler. Sie habe ähnlich wie der UniCredit ein überproportional hohes Engagement in den mittel- und osteuropäischen Märkten.

Ebenfalls auf der Seite der Gewinner stehen Infineon mit einem Plus von 1,7% auf 4,54 EUR. Der Chiphersteller profitiert von günstigen Vorlagen von Intel, heißt es im Handel. Die Nachfrage nach Server-Chips habe wieder angezogen.

Am anderen Ende des DAX verlieren Metro 0,8% auf 42,74 EUR. Sie können damit ihre Gewinne aus dem frühen Geschäft nicht verteidigen. Das Unternehmen erhöht zwar den Ausblick beim EBIT, Analyst Heino Ruland von Ruland Research spricht jedoch von einem "Ablenkungsmanöver". "Das gute EBIT ist seit Dienstag bekannt, mit der Prognoseerhöhung will Metro vom enttäuschenden Jahresüberschuss ablenken", so der Analyst.

Die Automobiltitel BMW und VW zeigen sich ebenfalls schwach. BMW verlieren 0,6% auf 32,65 EUR, VW-Vorzüge geben um 1,3% auf 69,51 EUR nach. Die Zulieferer im MDAX ElringKlinger und Leoni sind dagegen deutlich im Plus. Sie steigen um 4,9% auf 19,35 EUR bzw um 3,5% auf 15,66 EUR. "Vermutlich zeigen die Zulieferer eher den Branchentrend an als die Hersteller", meint ein Händler. Er begründet die Abschläge bei den Herstellern mit dem Verfall von Optionen an den Terminbörsen am Freitag.

Ansonsten sind im DAX weniger konjunkturabhängigen Titel unter den Verlierern. Merck KGaA geben um 1,1% auf 60,15 EUR nach. Henkel verlieren 0,5% auf 37,63 EUR.

Die Geschäftszahlen von Lanxess für das vierte Quartal werden von Analysten positiv gesehen. Dennoch verlieren Lanxess 1,5% auf 31,25. "Der Titel ist einfach überkauft", meint ein Marktteilnehmer. Die Aktie gehöre zu den besten Titeln seit Jahresbeginn mit einem Plus von mehr als 15%. Nun würden Gewinne mitgenommen. Rational sinken um 0,9% auf 129,75 EUR. Goldman Sachs hat die Aktie auf "Neutral" von "Kaufen" gesenkt.

Nach positiven Analystenkommentaren legen Wincor Nixdorf um 1,9% auf 51,07 EUR zu. Goldman Sachs hat das Kursziel für die Aktie auf 67 EUR von zuvor 61 EUR hochgenommen.

DJG/mgo/hru/flf

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