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06.02.2008

XETRA-MITTAG/Freundlich - Gewinne werden ausgebaut

FRANKFURT (Dow Jones)--Erstaunlich robust zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmittag und baut die Anfangsgewinne weiter aus. Trotz schwacher Vorgaben aus dem späten US-Aktiengeschäft und aus Asien steigt der DAX gegen 13.00 um 0,6% oder 38 Punkte auf 6.803. Möglicherweise hätten Anleger ihre Short-Positionen geschlossen und die aufgelaufenen Gewinne eingestrichen, lautet die Erklärung eines Teilnehmers. Mit dem Kursrutsch am Dienstagmittag sei bereits viel vorweggenommen worden. Technisch unterstützt ist der DAX bei 6.660 Punkten, bei 6.870 Punkten liegt ein Widerstand. Kursbewegende Konjunkturdaten stehen für den weiteren Verlauf nicht auf der Agenda.

FRANKFURT (Dow Jones)--Erstaunlich robust zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Mittwochmittag und baut die Anfangsgewinne weiter aus. Trotz schwacher Vorgaben aus dem späten US-Aktiengeschäft und aus Asien steigt der DAX gegen 13.00 um 0,6% oder 38 Punkte auf 6.803. Möglicherweise hätten Anleger ihre Short-Positionen geschlossen und die aufgelaufenen Gewinne eingestrichen, lautet die Erklärung eines Teilnehmers. Mit dem Kursrutsch am Dienstagmittag sei bereits viel vorweggenommen worden. Technisch unterstützt ist der DAX bei 6.660 Punkten, bei 6.870 Punkten liegt ein Widerstand. Kursbewegende Konjunkturdaten stehen für den weiteren Verlauf nicht auf der Agenda.

Postbank schießen um 9,6% nach oben auf 56,54 EUR. Grund hierfür ist ein Zeitungsbericht, dem zufolge die Deutsche Post als Großaktionär der Postbank den Aufbau der größten deutschen Privatkundenbank plant. Es würden erste Gespräche zur Sondierung mit der Deutschen Bank, der Allianz und der ING geführt. Allianz steigen um 1,4% auf 116,88 EUR, getrieben von Spekulationen einer Zusammenführung der Banktochter Dresdner mit der Postbank.

Als belastend für Commerzbank und Deutsche Bank erweisen sich dagegen die Aussagen der Rating-Agentur Standard & Poor's, wonach die jüngsten Abstufungen so genannter Anleihe-Versicherer nicht ohne Folgen für die Banken bleiben werden. Bei der Deutsche Bank kommt laut einem Händler belastend hinzu, dass sich Investoren einen Tag vor Ausweis von Geschäftszahlen mit Käufen zurückhalten. Deutsche Bank verlieren 0,2% auf 74,06 EUR.

Stärke zeigen Deutsche Telekom mit einem Plus von 1,6% auf 13,31 EUR. Händler verweisen auf die defensiven Qualitäten der Aktie bei stabilen Dividenden und auf gute Quartalszahlen von France Telecom. TUI legen um 5,9% auf 15,30 EUR zu. Die Aktie profitiert von einem Bericht, dem zufolge TUI und die asiatische Temasek über eine Zusammenlegung ihrer Frachttöchter sprechen.

Bei Daimler und BMW herrscht dagegen Verkaufsdruck angesichts der zu erwartenden Schwäche auf dem US-Absatzmarkt. "Dass auch der festere Dollar den Aktien so gut wie gar nicht hilft zeigt nur wie ausgeprägt die Skepsis der Anleger ist", so ein Händler. Daimler und BMW seien mehr als andere europäische Hersteller vom US-Geschäft abhängig. Auch die schwachen Volvo-Zahlen belasten den Sektor. BMW verlieren 4,5%, Daimler geben um 1,7% nach. Infineon geben im Vorfeld der Quartalszahlen am Donnerstag um 4% auf 6,73 EUR nach.

Im MDAX legen GEA nach Bekanntgabe "sehr guter" Auftragszahlen im vierten Quartal um 6,2% auf 21,35 EUR zu. K+S steigen um 3,1% auf 179,38 EUR und profitieren damit von einem Bericht in der "Börsen-Zeitung", dem zufolge der russische Investor Melnichenko den Anteil an K+S auf 7,28% ausgebaut hat. Norddeutsche Affinerie büßen hingegen 4,3% auf 29,14 EUR ein. Der Einstieg der Stadt Hamburg bei der Kupferschmelze lässt Übernahmefantasien durch die österreichische A-Tec dahinschmelzen.

Im TecDAX stürzen Conergy um 25% auf 13,00 EUR ab. Der Hersteller von Solarmodulen hat im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von 210 Mio EUR verbucht und muss eine Zwischenfinanzierung von 240 Mio EUR aufnehmen. Zu dieser Hiobsbotschaft regnet es zudem zahlreiche Abstufungen für Conergy. "Verkaufen" rät beispielsweise die UBS. Versatel erholen sich mit einem Plus von 6% von den Vortagesverlusten.

DJG/mif/ros

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