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26.02.2008

XETRA-MITTAG/ifo-Index und Finanztitel ziehen DAX nach oben

FRANKFURT (Dow Jones)--Überraschend optimistische deutsche Unternehmer verhelfen am Dienstagmittag den Aktien zu Kursgewinnen. Der ifo-Geschäftsklima-Index hat im Februar mit einem Wert von 104,1 die Konsenserwartung von 102,8 übertroffen und ist auch im Vergleich zum Januar-Wert von 103,4 gestiegen. Der DAX, der bis zur Veröffentlichung des ifo-Index bereits von guten US-Vorgaben gestützt wurde, hat das Kursplus bis 13.06 Uhr auf 1,3% oder 90 Punkte auf 6.973 ausgebaut.

FRANKFURT (Dow Jones)--Überraschend optimistische deutsche Unternehmer verhelfen am Dienstagmittag den Aktien zu Kursgewinnen. Der ifo-Geschäftsklima-Index hat im Februar mit einem Wert von 104,1 die Konsenserwartung von 102,8 übertroffen und ist auch im Vergleich zum Januar-Wert von 103,4 gestiegen. Der DAX, der bis zur Veröffentlichung des ifo-Index bereits von guten US-Vorgaben gestützt wurde, hat das Kursplus bis 13.06 Uhr auf 1,3% oder 90 Punkte auf 6.973 ausgebaut.

Zeitweise handelte der DAX sogar wieder über 7.000 Punkten. Allerdings gibt es zum ifo-Index auch Skepsis. Getragen wird der Optimismus der Unternehmen einzig von der verbesserten Einschätzung der aktuellen Lage; die in die Zukunft gerichtete Erwartungskomponente ging hingegen von 99,0 auf 98,2 zurück. "In den nächsten Monaten sollte sich die von uns erwartete abnehmende konjunkturelle Dynamik auch in den realwirtschaftlichen Daten widerspiegeln", meint Antje Hansen von der Bank HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Nun warte der Markt auf US-Daten zu Erzeugerpreisen, zum Vertrauen der Konsumenten sowie zum Immobilienmarkt. Aus technischer Sicht sehen Händler den DAX bei 6.960 Punkten unterstützt. Sollte der DAX erneut die 7.000er Marke überwinden, sieht die Landesbank Baden-Württemberg bei 7.034/42 Punkten den nächsten Widerstand.

Lufthansa haben sich im Verlauf des Handels zum größten Gewinner im DAX gemausert. Die Aktie springt um 5,4% auf 16,07 EUR hoch. Der operative Gewinn der Fluglinie hat 2007 mit 1,378 Mrd EUR den Analystenkonsens um 73 Mio EUR überboten. Auch die vorgeschlagene Dividende von 1,25 EUR je Aktie - was einer Dividendenrendite von knapp 8% entspricht - liegt laut Händlern über den Erwartungen.

Hypo Real Estate ziehen um 3,6% auf 18,97 EUR an. Händler sprechen von einer rein technischen Erholungsbewegung. Sie passe ins Bild angesichts der europaweit hohen Kursgewinne von Finanzwerten. Auch Commerzbank, Deutsche Bank und Postbank entwickeln sich erneut überdurchschnittlich mit Aufschlägen von jeweils mehr als 2%.

Als Grund für die Aufschläge der Finanzwerte verweisen Beobachter auf die Vorgaben aus den USA. Mit der Bestätigung guter Kredit-Ratings der US-Versicherer Ambac und MBIA durch die Agentur Standard & Poor's sei Vertrauen in den Aktienmarkt zurückgekehrt. Eine Abstufung der Ratings hätte möglicherweise eine negative Kettenreaktion weiterer Abstufungen im Finanzsektor nach sich gezogen. Vor allem auf Banken wären in diesem Fall voraussichtlich weitere Wertberichtigungen zugekommen.

So trotzen auch Allianz mit einem Plus von 2,4% auf 120,94 EUR den Kurszielsenkungen der Investmentbanken Lehman Brothers und UBS. Ein Händler verweist jedoch darauf, dass selbst die neuen Kursziele noch genügend Aufwärtspotenzial böten. Die beiden Versorger E.ON und RWE geben leicht nach. Infineon steigen um 1,7% auf 5,44 EUR. Die Tochter Qimonda hat einen neuen Speicherchip vorgestellt. Dieser ist kleiner und verbraucht wesentlich weniger Strom als die bislang üblichen Modelle.

Der solide ifo-Index stützt insbesondere die stark von der Konjunktur abhängigen Aktien. ThyssenKrupp handeln 3,6% und TUI 2,6% fester. Mit den Automobiltiteln BMW, Daimler und Continental tendieren weitere Konjunkturtitel fest. Im MDAX gilt Ähnliches für Leoni, Rheinmetall, Salzgitter und Tognum, die ebenfalls sämtlich sehr fest im Markt liegen. Puma gewinnen nach laut Händlern guten Geschäftszahlen 5,4%.

Ersol liegen nach dem Ausweis von Geschäftszahlen kaum verändert im Markt. Die Geschäftszahlen von Singulus und Solon bleiben nach Ansicht von Analysten hinter den Erwartungen zurück. Singulus büßen 2,3% und Solon 4% ein. ProSieben ziehen nach einem positiven Kommentar von Lehman Brothers um 10% auf 15,36 EUR an. Eine Platzierung von 350.000 Aktien der Wacker Chemie durch UBS am späten Dienstag lastet noch auf dem Papier, das um 4,7% auf 145 EUR nachgibt.

DJG/bek/eyh/reh

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.