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11.05.2009

XETRA-MITTAG/Leichter - Abgaben bei entspanntem Geschäft

FRANKFURT (Dow Jones)--Gewinnmitnahmen prägen am Montagmittag das Bild am deutschen Aktienmarkt, wobei von stärkerem Verkaufsdruck aber keine Rede sein kann. Der DAX verliert gegen 13.28 Uhr 0,6% oder 31 Punkte nach auf 4.883. "Der Markt ist überkauft und in der Zwischenzeit sehr heiß gelaufen", sagt ein Händler. Problematisch sei, dass die verbesserten Wirtschaftsdaten inzwischen eingepreist seien. Die Frage sei daher, ob Anleger, die die Aufwärtsbewegung verpasst hätten, nun doch noch einsteigen müssten.

FRANKFURT (Dow Jones)--Gewinnmitnahmen prägen am Montagmittag das Bild am deutschen Aktienmarkt, wobei von stärkerem Verkaufsdruck aber keine Rede sein kann. Der DAX verliert gegen 13.28 Uhr 0,6% oder 31 Punkte nach auf 4.883. "Der Markt ist überkauft und in der Zwischenzeit sehr heiß gelaufen", sagt ein Händler. Problematisch sei, dass die verbesserten Wirtschaftsdaten inzwischen eingepreist seien. Die Frage sei daher, ob Anleger, die die Aufwärtsbewegung verpasst hätten, nun doch noch einsteigen müssten.

Wirklich spannend werde es erst um das Niveau von 5.000 Punkten. Sollte diese wichtige Marke in den kommenden Tagen in Angriff genommen werden, könnte das einen "Shortsqueeze" auslösen. "Dann müssen die Aktienfonds in den Markt, ob sie das nun wollen oder nicht", sagt ein Händler

Für etwas Verunsicherung im Bankensektor sorgen Medienberichte, wonach die Ergebnisse der Stresstests für die US-Banken Verhandlungssache zwischen der US-Regierung und den Banken gewesen seien. Commerzbank-Aktien, die am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Dezember 2008 gestiegen waren, verlieren 4,8% auf 5,97 EUR. Händler nennen aber vor allem Gewinnmitnahmen als Grund für die Schwäche. Deutsche Bank notieren unverändert.

Die Automobilwerte neigen ebenfalls zur Schwäche. Im Handel wird auf die schwachen Vorgaben von Toyota und Bridgestone verwiesen. Die Aktien standen in Tokio unter Druck, nachdem bereits am Freitag Bridgestone schwache Zahlen und Toyota den ersten Verlust seit 60 Jahren veröffentlicht hatten. BMW verlieren 3,4% auf 25,75 EUR und Daimler 1,8% auf 27,17 EUR. BMW hat laut "Handelsblatt" der lange geplanten Kooperation mit Daimler offenbar in entscheidenden Punkten eine Absage erteilt.

K+S verlieren 3% auf 48,49 EUR, nachdem UBS die Aktie auf "Neutral" von "Kaufen" gesenkt hat. Zudem hat Morgan Stanley zum "Untergewichten" von K+S geraten. UBS hat auch Lanxess auf "Verkaufen" gesenkt, woraufhin die Aktie 2,9% auf 16,23 EUR verliert.

Anhaltende Übernahmefantasie machen Händler dagegen für die Aufschläge bei SAP verantwortlich. Die Gerüchte werden durch einen Beitrag im "Barron's" geschürt. Dort wird Technologieanalyst Bill Whyman zitiert, der nicht davon ausgeht, dass SAP für immer unabhängig bleiben werde. Eine Verbindung mit Microsoft oder IBM ergebe derzeit mehr Sinn als jemals zuvor, heißt es dort weiter.

Diese Szenarien stünden zwar nicht notwendigerweise vor der Umsetzung, deren Wahrscheinlichkeit steige aber, heißt es. SAP gewinnen 2,3% auf 29,30 EUR. Linde werden nach Einschätzung aus dem Handel von Aussagen des Unternehmens zum Auftragsbestand gestützt. Wie CFO Georg Denoke gegenüber der "FASZ" erklärt hat, beläuft sich dieser auf mehr als 4 Mrd EUR. "Das stützt offenbar das Sentiment für die Aktie", heißt es von Marktteilnehmern. Ein Analyst kann die Bewegung allerdings nicht nachvollziehen. Die Angaben zum Auftragsbestand seien bereits im Quartalsbericht enthalten gewesen.

Möglicherweise ist auch eine Kaufempfehlung durch die UBS hilfreich. Die Analysten empfehlen das Papier zum "Kauf" und nennen ein Kursziel von 83 EUR. Linde steigen um 1,2% auf 58,79 EUR. adidas erholen sich nach den hohen Verlusten der Vorwoche um 1,3% auf 25,04 EUR.

Der MDAX wird ebenfalls von Gewinnmitnahmen belastet. Gerade zyklische Werte hätten sich zum Teil mehr als verdoppelt, eine stärke Korrektur sei mithin nicht überraschend, heißt es aus dem Handel. Die Aktien des Automobilzulieferers Leoni verbilligen sich um 2,4% auf 11,52 EUR. Der Verlust von Leoni ist im ersten Quartal höher ausgefallen als erwartet.

Auch bei TUI ist der Verlust in den ersten drei Monaten deutlicher als der Analystenkonsens. TUI fallen daraufhin um 6% auf 7,57 EUR zurück. Arcandor stürzen um 14% auf 2,03 EUR. Der Konzern will einen Antrag auf Staatshilfen stellen. Im TecDAX leiden die zuletzt deutlich gestiegenen Solarwerte unter Gewinnmitnahmen. Solarworld etwa geben um 6,2% auf 21,67 EUR nach.

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