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30.06.2008

XETRA-MITTAG/Leichter - Euro, Öl und Inflation lasten auf DAX

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas erholt von seinen Tagestiefs zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Montagmittag. Der DAX fällt gegen 13.02 Uhr um 0,7% oder 45 auf 6.374 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich schon bis zu 1,5% im Minus lag. Der Sprung des Euro über die Marke von 1,58 USD und das bereits befürchtete, neue Allzeithoch im Ölpreis über 143 USD lasten auf den Märkten.

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas erholt von seinen Tagestiefs zeigt sich der deutsche Aktienmarkt am Montagmittag. Der DAX fällt gegen 13.02 Uhr um 0,7% oder 45 auf 6.374 Punkte, nachdem er zwischenzeitlich schon bis zu 1,5% im Minus lag. Der Sprung des Euro über die Marke von 1,58 USD und das bereits befürchtete, neue Allzeithoch im Ölpreis über 143 USD lasten auf den Märkten.

Für Erschrecken sorgen zudem die Verbraucherpreise aus der Eurozone. Die Rentenmärkte reagierten auf deren Veröffentlichung mit einem kleinen Einbruch. Die Preise sind im Juni um 4% gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Daten unterstrichen einmal mehr die bestehenden Inflationsgefahren, heißt es im Handel. "Damit steigen auch die Chancen, dass sich die EZB bis Jahresende nicht nur mit einer Leitzinserhöhung zufrieden geben wird", meint ein Händler. Bislang rechnet der Markt nur mit einer Zinserhöhung am Donnerstag um 25 Basispunkte.

Finanzwerte und konjunktursensitive Titel sind weiter die Hauptverlierer. Auf eine Trendwende deutet laut Händlern nach wie vor nichts hin, obwohl der DAX inzwischen seit Mitte Mai rund 800 Punkte eingebüßt hat. "Der Ölpreis hat sich über 140 USD festgesetzt und der Euro neigt weiter zur Stärke", sagt ein Händler zu den Hauptbelastungsfaktoren. Technisch ist der Index am Jahrestief vom 17. März bei 6.168 Punkten unterstützt. Ein kurzfristiger Widerstand liegt bei 6.500 Punkten.

MAN verlieren 3,3% auf 70,63 EUR und tragen damit weiter die rote Laterne im DAX. Commerzbank verbilligen sich um 1,4% auf 18,78 EUR und halbieren damit zumindest ihre Verluste. Deutsche Börse halten sich nach über 2% Plus zum Start mit 1,5% im Minus bei 70,35 EUR. Die technische Gegenbewegung auf die hohen Kursverluste der vergangenen Wochen ist damit in sich zusammengebrochen. Gleiches Schicksal ereilt die Hypo Real Estate, die nach kurzer Zwischenerholung bei 2,3% Minus oder 18,03 EUR stagnieren.

Gefragt sind nur die defensiv eingeschätzten Werte: RWE weiten ihre Gewinne aus und steigen um 1,3% auf 79,55 EUR. Hier stützt Händlern zufolge auch die Bestätigung der Sparziele durch den Vorstandsvorsitzenden Jürgen Großmann. Deutsche Telekom drehen 0,6% ins Plus auf 10,38 EUR. Der Telekommunikationssektor ist europaweit gesucht, nachdem France Telecom seine Übernahmeversuche von TeliaSonera aufgegeben hat.

Bei den Nebenwerten kommt es zu teils kräftigen Kursbewegungen: Nach einer Gewinnwarnung brechen ADVA um 28% auf 1,72 EUR ein. Im TecDAX rutschen Roth & Rau um 8,5% auf 133,51 EUR ab. Der Titel habe sich mit dem Eintritt in den TecDAX bislang recht gut gehalten, die Schonzeit scheine aber nun vorbei zu sein, meint ein Händler. Epcos verlieren 11,9% auf 10,11 EUR nach einer Herabstufung durch Merrill Lynch auf "Underperform". Im MDAX geben zehn Werte um mehr als 4% nach. Unter Druck stehen die Bauwerte mit bis zu 4% Minus und Konjunkturzykliker wie Demag Cranes, die knapp 7% einbüßen.

DJG/mod/raz

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