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21.05.2010

XETRA-MITTAG/Schwach - DAX fällt durch 200-Tages-Linie

FRANKFURT (Dow Jones)--Weiter abwärts geht es am Freitagmittag mit dem deutschen Aktienmarkt. Als aktuellen Belastungsgrund machen Händler die Abstimmung im Bundestag über Euro-Hilfspaket aus. "Zwar wurde dem wie erwartet zugestimmt, aber nicht parteienübergreifend", sagt ein Marktbeobachter. Dies bestätige Auslandsinvestoren das Bild einer uneinigen Euro-Zone. Der DAX verliert gegen 13.04 Uhr 1,6% bzw 95 auf 5.772 Punkte und fällt damit unter seinen 200-Tage-Durchschnitt. Am Vormittag hatte sich der Markt noch gut gegen den Kursrutsch an Wall Street stemmen können.

FRANKFURT (Dow Jones)--Weiter abwärts geht es am Freitagmittag mit dem deutschen Aktienmarkt. Als aktuellen Belastungsgrund machen Händler die Abstimmung im Bundestag über Euro-Hilfspaket aus. "Zwar wurde dem wie erwartet zugestimmt, aber nicht parteienübergreifend", sagt ein Marktbeobachter. Dies bestätige Auslandsinvestoren das Bild einer uneinigen Euro-Zone. Der DAX verliert gegen 13.04 Uhr 1,6% bzw 95 auf 5.772 Punkte und fällt damit unter seinen 200-Tage-Durchschnitt. Am Vormittag hatte sich der Markt noch gut gegen den Kursrutsch an Wall Street stemmen können.

Zudem weisen Investoren mit Sorge darauf, dass sich die Schuldenkrise in Europa negativ auf die Konjunktur auswirkt. Als Zeichen dafür wird Spanien gesehen. Hier hat die Regierung die jüngsten Sparmaßnahmen gebilligt - gleichzeitig aber ihre Wachstumserwartung für das kommende Jahr gesenkt. Das BIP dürfte 2011 nur noch um 1,3% steigen. Zuvor waren noch 1,8% erwartet worden.

Keinen Kurseinfluss hatte der ifo-Geschäftsklimaindex: Das Geschäftsklima in Deutschland ist im Mai trotz Staatsschuldenkrise nahezu unverändert geblieben. Es fiel auf 101,5 von 101,6 im April. Volkswirte hatten eine Zunahme auf 102,0 erwartet. Damit liegt das ifo-Geschäftsklima aber weiterhin auf dem höchsten Niveau seit Mai 2008. Auch der Index zur Beurteilung der aktuellen Lage legte im Mai auf 99,4 Punkte zu, im Vormonat hatte er bei 99,3 notiert. Erwartet worden war ein Anstieg auf 100,5 Punkte. "Ich sehe keinen Grund dafür, die Erwartung eines dynamischen Sommerhalbjahrs zu revidieren", sagte Alexander Krüger, Volkswirt im Bankhaus Lampe.

Negativer aufgenommen wurden indes die Einkaufsmanager-Indizes der Euro-Zone. Die Geschäftsaktivität in der Privatwirtschaft hat im Mai überraschend an Dynamik verloren. Der Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes fiel im Mai auf 55,9 Punkte und erreichte damit den niedrigsten Stand seit drei Monaten.

Aus charttechnischer Sicht hoffen Analysten auf eine Rückeroberung des 200-Tage-Durchschnitts bei 5.775 Punkten. Einen Widerstand sehen sie bei 5.900 Punkten.

Unter Druck stehen nach den Daten erneut Konjunktur-Zykliker. MAN fallen um 1,9% auf 64,70 EUR, nachdem Goldman Sachs den Titel auf "Sell" gesenkt hat. K+S verlieren 3% auf 37,36 EUR, nachdem Cheuvreux die Aktie laut Händlern auf "Underperform" und das Kursziel auf 35 von 62 EUR gesenkt hat. Die technischen Analysten der Commerzbank verweisen darauf, dass K+S einen langfristigen Aufwärtstrend gebrochen haben. Auch Linde und BASF stehen unter Druck. Linde fallen 1,3%, BASF sogar um 2,3%. Selbst Bayer und Beiersdorf geben rund 2% ab.

Bei den Finanztiteln verlieren Deutsche Bank 2,2% auf 46,94 EUR, Commerzbank fallen 1,4%, Allianz 2% und Münchener Rück um 1,4%. Im MDAX fallen Wacker Chemie mit einer Abstufung durch Morgan Stanley um 2,7% auf 97,07 EUR. Mit Lanxess geht es nach einer Abstufung durch Bank of America-Merrill Lynch um 2,9% nach unten auf 30,92 EUR. Gegen den Trend steigen Demag Cranes um 4,8% auf 24,68 EUR. Die schwedische Beteiligungsgesellschaft Cevian Capital hat mehr als 10% an Demag erworben und ist damit größter Einzelaktionär.

Im TecDAX legen Kontron mit dem Kauf der US-amerikanische AP-Labs-Gruppe um 2,7% auf 6,58 EUR zu. equinet-Analyst Adrian Pehl wertet den Kauf positiv. Der US-Systemintegrator besitze mit einem Wert von 15% eine deutlich höhere EBIT-Marge als Kontron, was zu einer Verbesserung in dieser Kennziffer bei Kontron führen dürfte. In guten Jahren habe Kontron eine Wert von 10% erreicht.

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