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31.01.2008

XETRA-MITTAG/Schwach - Finanzwerte belasten DAX

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach tendiert der deutsche Aktienmarkt am Donnerstagmittag. Der DAX büßt um 13.15 Uhr 1,5% oder 104 Punkte auf 6.771 ein, nachdem er im Tagestief auf 6.731 Punkte abgetaucht war. Vor allem die Finanzwerte stehen unter Druck, nachdem die Rating-Agentur Standard & Poor's sich am Vorabend negativ zu mehr als 8.000 Immobilienanleihen und anderen Finanzprodukten im Volumen von 534 Mrd USD geäußert hat. Mittlerweile machen angesichts der deutlichen Verluste auch Gerüchte über Gewinnwarnungen die Runde und sorgen für sich ausweitende Verluste.

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach tendiert der deutsche Aktienmarkt am Donnerstagmittag. Der DAX büßt um 13.15 Uhr 1,5% oder 104 Punkte auf 6.771 ein, nachdem er im Tagestief auf 6.731 Punkte abgetaucht war. Vor allem die Finanzwerte stehen unter Druck, nachdem die Rating-Agentur Standard & Poor's sich am Vorabend negativ zu mehr als 8.000 Immobilienanleihen und anderen Finanzprodukten im Volumen von 534 Mrd USD geäußert hat. Mittlerweile machen angesichts der deutlichen Verluste auch Gerüchte über Gewinnwarnungen die Runde und sorgen für sich ausweitende Verluste.

"Die drohende Abstufung der Ratings für Kreditversicherer durch Standard & Poor's ließ den positiven Zinseffekt schnell verpuffen", merkt Analyst Manfred Jakob von der SEB Bank an. Die US-Notenbank hatte am Mittwochabend den Leitzins zwar wie mehrheitlich erwartet um weitere 50 Basispunkte auf 3,00% gesenkt, dies hatte die Aktien an Wall Street aber nur kurz befeuert. Fundamental wichtig werde im weiteren Tagesverlauf der Index der Einkaufsmanager Chicago, heißt es.

Finanzwerte wie Commerzbank, Hypo Real Estate und Deutsche Bank führen die Verliererliste an. Die Aussicht auf weitere Abschreibungen auf Investments in den USA lasse Anleger erneut den Rückzug aus dem mit Risiken behafteten Finanzsektor antreten, sagen Händler. Zur Deutschen Bank kursiert einerseits ein Gerücht über eine bevorstehende Gewinnwarnung, andererseits wird dem Haus Interesse an MLP nachgesagt. Zu den Spekulationen wollte sich ein Sprecher der Bank nicht äußern. Die Aktie sinkt um 3,6% auf 73,97 EUR.

Die Versicherungswerte folgen den Banken, zumal die Ratingagentur Fitch die Ratings von US-Anleiheversicherern gesenkt hat. Allianz fallen um 2,9% zurück, Münchener Rück halten sich mit 1,6% Abschlag wegen der guten Zahlen am Vortag etwas besser. Metro werden von überraschend schwachen deutschen Einzelhandelsumsätzen im Januar und einer Kurszielsenkung belastet. Die Aktie büßt 1,7% auf 54,44 EUR ein. J.P. Morgan hat das Kursziel für den Handelskonzern um 6 auf 58 EUR gesenkt.

Rezessionsängste und damit einhergehende Sorgen einer Konsumschwäche belasten die Zykliker und hier vor allem die Automobilwerte. E.ON leiden unter Gerüchten über ein angebliches Interesse an Iberdrola, was im Handel allerdings als unwahrscheinlich erachtet wird. Die Aktie um 2,2% auf 123,44 EUR. RWE halten sich dagegen gut. Auch im Chemiesektor, im Telekombereich und im Gesundheitssegment finden sich Widerstandsnester, die dem Angriff der Bären trotzen.

Arcandor legen um 1% auf 12,32 EUR zu, nachdem die Commerzbank die Kaufempfehlung nach dem Ergebnisausweis bestätigt hat. Altana halten sich mit -0,6% auf 14,93 EUR recht gut. Norbert Barth von der DZ Bank wertet die Geschäftszahlen 2007/2008 von Altana positiv und bestätigt die Aktie mit "Kaufen". Symrise fallen um 4,7% auf 15,99 EUR. Die Papiere des Wettbewerbers International Flavors & Fragrances (IFF) waren am Mittwoch an Wall Street nach Ausweis von Geschäftszahlen um rund 10% eingebrochen.

Epcos verlieren im Fahrwasser des Gesamtmarktes nach Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 3% auf 9,43 EUR, nachdem die Aktie zunächst noch deutlich gestiegen war. Die Landesbank Baden-Württemberg hat Epcos mit "Kaufen" bestätigt. Wirecard profitieren dagegen von soliden Zahlen für 2007 und ziehen um 3,1% auf 10,32 EUR an. Die volatilen Solarwerte im TecDAX, der 1,7% verliert, stehen stark unter Druck.

DJG/mif/gos

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