Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

31.10.2007

XETRA-MITTAG/Uneinheitlich - DAX gut behauptet

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt setzt sich am Mittwochmittag keine einheitliche Tendenz durch. Der DAX gewinnt gegen 13.07 Uhr 18 Punkte oder 0,2% auf 7.996 Punkte. Händler sprechen von einem sehr zurückhaltenden Geschäft vor der Entscheidung der US-Notenbank am Abend.

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt setzt sich am Mittwochmittag keine einheitliche Tendenz durch. Der DAX gewinnt gegen 13.07 Uhr 18 Punkte oder 0,2% auf 7.996 Punkte. Händler sprechen von einem sehr zurückhaltenden Geschäft vor der Entscheidung der US-Notenbank am Abend.

Die Mehrzahl der Beobachter geht davon aus, dass die US-Notenbank die Leitzinsen um 25 Basispunkten senken wird. Sollte die US-Notenbank wider Erwarten die Zinsen unverändert belassen, könnte das zu empfindlichen Kursabgaben führen, heißt es am Markt. Am Nachmittag stehen noch verschiedene US-Daten an, die für Impulse sorgen könnten. Unter anderem kommen der ADP-Arbeitsmarktbericht Oktober, die Erstveröffentlichung des BIP für das dritte Quartal sowie die Bauausgaben September auf den Tisch.

Im Blick stehen unterdessen eine ganze Reihe von Unternehmenszahlen. Diese sind insgesamt recht gut ausgefallen. Als positiv bezeichnet ein Analyst die von der Deutschen Bank vorgelegten Zahlen. Zwar weiche das Handelsergebnis massiv von der Prognose ab, was aber Folge der besonderen Situation im dritten Quartal sei. Dagegen stünden mehrere Aspekte, die positiv überzeugten. So sei das Ergebnis insgesamt besser als erwartet ausgefallen. Zudem zeige der starke Rückgang auf der Kostenseite im Vergleich zum Vorquartal, dass die Deutsche Bank hier weiter gut vorankomme. Außerdem habe das Institut an der anspruchsvollen Prognose für 2008 festgehalten. Die Aktie gewinnt 4,7% auf 92,97 EUR.

Im Fahrwasser der Deutschen steigen Postbank um 4,1% auf 51,30 EUR, Commerzbank um 1,9% auf 29,29 EUR und Allianz um 1% auf 155,30 EUR. Daneben gewinnen MAN 3,2% auf 122,18 EUR. Als äußerst positiv schätzt ein Analyst die von MAN vorgelegten Geschäftszahlen ein. Vor allem die erhöhte Erwartung an die Umsatzentwicklung im laufenden Jahr steche positiv hervor. Hier habe das Unternehmen die ohnehin schon einmal erhöhte Prognose nochmals deutlich nach oben genommen. Günstig sei auch, dass Ergebnis und Umsatz von allen Bereichen des Unternehmens mitgetragen werde.

Fresenius Medical Care gewinnen 2,5% auf 36,83 EUR. "Das Geschäft in Nordamerika ist im dritten Quartal sehr gut gelaufen und hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Gewinnausblick für 2007 ans obere Ende der bisherigen Spanne erhöht wurde", sagt ein Teilnehmer mit Blick auf die Quartalszahlen des Dialyseunternehmens.

Auch mit den Zahlen der Mutter Fresenius zeigen sich Händler zufrieden. Hier geht es um 6,3% aufwärts auf 53,90 EUR. Einer der großen Gewinner im DAX sind unterdessen VW, die um 3,8% auf 197,30 EUR zulegen. Die Aktie hat damit ohne neue Nachrichten ein Rekordhoch erreicht, am Dienstag hatte Goldman Sachs das Kursziel auf 245 EUR erhöht.

Auf der anderen Seite verlieren die Versorger deutlich an Boden. RWE fallen um 2,7% auf 93,36 EUR und E.ON um 1,5% auf 133,75 EUR. Händler verweisen auf den anhaltenden Rückgang des Strompreises an der Leipziger Strombörse, hier sind die Preise auf ein Wochentief gefallen. Auch der Ölpreisrückgang drückt die Stimmung für die Versorger. SAP, Infineon und Siemens geben ebenfalls nach.

In der zweiten Reihe belastet bei GEA der berichtete Auftragseingang im dritten Quartal, der unter der Konsenserwartung liegt. Die Bestätigung des Ausblicks für 2007 habe der Markt indes erwartet. Die Aktie verliert 3,4% auf 26,08 EUR.

Bei Tognum sprechen Händler hingegen von überzeugenden Quartalszahlen. Der Auftragseingang habe die Vergleichszahl aus dem dritten Quartal übertroffen. Auch der erhöhte Ausblick hinterlasse einen positiven Eindruck. Die Aktie gewinnt 1% auf 24,23 EUR. Techem steigen um 1,9% auf 60 EUR. Die australische Macquarie Bank hat sich mehr als 50% der Techem-Anteile gesichert und muss eigenen Angaben zufolge ihr Angebot nochmals um 2 auf 60 EUR erhöhen.

Im TecDAX brechen GPC Biotech um 61,3% auf 3,08 EUR ein. "Wegen der negativen Aussagen zur Studie zu "Satraplatin" steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Medikament von der US-Gesundheitsbehörde nicht zugelassen wird", sagt ein Händler. Auch mit Blick auf eine Zulassung in Europa sei die Ungewissheit stark gestiegen. Nach Ansicht eines Analysten könnte sich die Aktie auf einen Wert zwischen 2 und 3 EUR je Anteilsschein einpendeln.

Tele Atlas gewinnen dagegen 17% auf 28,08 EUR, nachdem Garmin ein Gegenangebot für das Unternehmen von 24,50 EUR je Aktie unterbreitet hat. Es könnte sich nun mit TomTom ein Bieterwettstreit entwickeln, meinen Händler. Eine technische Gegenbewegung zeigen Conergy. Die Aktie hat in den vergangenen drei Sitzungen rund 40% eingebüßt. Die Aktie steigt um 5,3% auf 32,64 EUR.

-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217,

herbert.rude@dowjones.com

DJG/hru/maw/reh

Copyright (c) 2007 Dow Jones & Company, Inc.