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08.06.2007

XETRA-SCHLUSS/DAX etwas leichter - Erholung gescheitert

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter und damit stabilisiert nach den hohen Vortagesverlusten ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 0,4% oder 28 auf 7.591 Punkte. Die 7.600er-Marke konnte damit nicht verteidigt werden. Am Terminmarkt gingen erneut Rekordvolumina um: Im DAX-Terminkontrakt wurde ein Gegenwert von rund 60 Mrd EUR gehandelt. Leichte Stabilisierungsversuche wurden am Nachmittag vom nervösen Geschäft an den US-Börsen größtenteils zunichte gemacht. Für etwas Beruhigung hatten dort Aussagen des Präsidenten der Chicago-Fed, Moskow, gesorgt. Er nannte das Inflationsrisiko "eingedämmt" und die Zinssituation "angemessen". Marktteilnehmer deuteten dies als Botschaft, dass es in den USA dieses Jahr keine Zinserhöhung mehr geben werde. "Wir haben heute viele Schnäppchenjäger in ausgebombten Werten gesehen", sagte ein Händler. Einige Aktien, vor allem Nebenwerte in MDAX und TecDAX wiesen über 5-prozentige Kurserholungen vom Tagestief auf. Dennoch hält die Angst vor zu rasch steigenden Zinsen die Märkte weiter in Atem. Einzelnachrichten spielten am Freitag so gut wie keine Rolle. Auslöser war der Sprung der Rendite der zehnjährige US-Staatsanleihen auf deutlich über 5% bis in der Spitze auf 5,22% vom Vortag. "Die Schwelle von 5,25% gilt üblicherweise als Signal, komplett aus Aktien in den Rentenmarkt zu wechseln", erklärte ein Analyst. Technische Analysten sehen nun die Zukunft des DAX am S&P-500-Index hängen. Sollte dieser die Marke von 1.490 Punkten durchbrechen, sei mit einem weiteren Ausverkauf zu rechnen. Der DAX dürfte dann frühestens bei 7.480 Punkten stoppen. Positiv stachen E.ON heraus. Der Versorger stieg in der Spitze über 2,5% und schloss 1,5% höher bei 115,09 EUR. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte E.ON auf ihre Kaufempfehlungsliste genommen und die Einstufung "Buy" bestätigt. Auch MAN und SAP schlossen höher. MAN habe in den vergangenen Tagen zu stark gelitten, SAP hingegen die gesamte Hausse des Marktes nicht mitgemacht. Daher sei in beide Werte umgeschichtet worden, hieß es. MAN stiegen um 1,1% auf 103,12 EUR, SAP legten um 1% auf 36,25 EUR zu. Bei SAP wurde zudem die Stellungnahme des SAP-Vorstandschefs Kagermann zu Oracles Vorwurf der Patentverletzung positiv eingestuft. In einem Medienbericht hatte Kagermann die Vorwürfe zurückgewiesen. Schwächer tendierten hingegen wieder die zinsempfindlichen Versicherungstitel. Neben den Befürchtungen um weiter steigende Zinsen belastete vor allem die Sorge vor einer teuren Hurrikan-Saison. Ein Experte der Münchner Rück habe in einem Medienbericht vor möglichen Schäden deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gewarnt. Derart warnende Stimmen seien für die Jahreszeit zwar nicht ungewöhnlich, sorgten allerdings für negatives Sentiment. Münchner Rück verloren 1,6% auf 132,45 EUR. Auch die Lebensversicherer wie Allianz standen erneut unter Druck. Bei steigenden Zinsen verlieren die hohen Rentenanlagen der Versicherer an Wert. Allianz fielen um 1,6% auf 163,10 EUR. Indexschwergewichte wie Siemens wurden weiter verkauft; Siemens verloren 1,7% auf 94,18 EUR. Im MDAX kam es zu teils starken Erholungsversuchen in konjunktursensitiven Titeln. GEA, IWKA und Klöckner & Co erholten sich teils um 5% vom Tagestief, konnten dies bis zum Abend jedoch nicht verteidigen. GEA fielen um 2,5% auf 21,98 EUR, IWKA verloren 0,7% auf 23,83 EUR. Klöckner & Co schloss hingegen mit plus 4,4% bei 51,25 EUR. Fraport verloren 1,5% auf 52,22 EUR. Laut "Handelsblatt" könnte dem Frankfurter Flughafenbetreiber mit dem stark wachsenden Münchener Flughafen eine ernstzunehmende Konkurrenz erwachsen. Im TecDAX ragten die Erholungen von AT&S um 6,8% auf 17,20 EUR und von Morphosys um 5,2% auf 48,41 EUR hervor. DJG/mod/ros

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter und damit stabilisiert nach den hohen Vortagesverlusten ist der deutsche Aktienmarkt am Freitag aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 0,4% oder 28 auf 7.591 Punkte. Die 7.600er-Marke konnte damit nicht verteidigt werden. Am Terminmarkt gingen erneut Rekordvolumina um: Im DAX-Terminkontrakt wurde ein Gegenwert von rund 60 Mrd EUR gehandelt. Leichte Stabilisierungsversuche wurden am Nachmittag vom nervösen Geschäft an den US-Börsen größtenteils zunichte gemacht. Für etwas Beruhigung hatten dort Aussagen des Präsidenten der Chicago-Fed, Moskow, gesorgt. Er nannte das Inflationsrisiko "eingedämmt" und die Zinssituation "angemessen". Marktteilnehmer deuteten dies als Botschaft, dass es in den USA dieses Jahr keine Zinserhöhung mehr geben werde. "Wir haben heute viele Schnäppchenjäger in ausgebombten Werten gesehen", sagte ein Händler. Einige Aktien, vor allem Nebenwerte in MDAX und TecDAX wiesen über 5-prozentige Kurserholungen vom Tagestief auf. Dennoch hält die Angst vor zu rasch steigenden Zinsen die Märkte weiter in Atem. Einzelnachrichten spielten am Freitag so gut wie keine Rolle. Auslöser war der Sprung der Rendite der zehnjährige US-Staatsanleihen auf deutlich über 5% bis in der Spitze auf 5,22% vom Vortag. "Die Schwelle von 5,25% gilt üblicherweise als Signal, komplett aus Aktien in den Rentenmarkt zu wechseln", erklärte ein Analyst. Technische Analysten sehen nun die Zukunft des DAX am S&P-500-Index hängen. Sollte dieser die Marke von 1.490 Punkten durchbrechen, sei mit einem weiteren Ausverkauf zu rechnen. Der DAX dürfte dann frühestens bei 7.480 Punkten stoppen. Positiv stachen E.ON heraus. Der Versorger stieg in der Spitze über 2,5% und schloss 1,5% höher bei 115,09 EUR. Die US-Investmentbank Goldman Sachs hatte E.ON auf ihre Kaufempfehlungsliste genommen und die Einstufung "Buy" bestätigt. Auch MAN und SAP schlossen höher. MAN habe in den vergangenen Tagen zu stark gelitten, SAP hingegen die gesamte Hausse des Marktes nicht mitgemacht. Daher sei in beide Werte umgeschichtet worden, hieß es. MAN stiegen um 1,1% auf 103,12 EUR, SAP legten um 1% auf 36,25 EUR zu. Bei SAP wurde zudem die Stellungnahme des SAP-Vorstandschefs Kagermann zu Oracles Vorwurf der Patentverletzung positiv eingestuft. In einem Medienbericht hatte Kagermann die Vorwürfe zurückgewiesen. Schwächer tendierten hingegen wieder die zinsempfindlichen Versicherungstitel. Neben den Befürchtungen um weiter steigende Zinsen belastete vor allem die Sorge vor einer teuren Hurrikan-Saison. Ein Experte der Münchner Rück habe in einem Medienbericht vor möglichen Schäden deutlich über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre gewarnt. Derart warnende Stimmen seien für die Jahreszeit zwar nicht ungewöhnlich, sorgten allerdings für negatives Sentiment. Münchner Rück verloren 1,6% auf 132,45 EUR. Auch die Lebensversicherer wie Allianz standen erneut unter Druck. Bei steigenden Zinsen verlieren die hohen Rentenanlagen der Versicherer an Wert. Allianz fielen um 1,6% auf 163,10 EUR. Indexschwergewichte wie Siemens wurden weiter verkauft; Siemens verloren 1,7% auf 94,18 EUR. Im MDAX kam es zu teils starken Erholungsversuchen in konjunktursensitiven Titeln. GEA, IWKA und Klöckner & Co erholten sich teils um 5% vom Tagestief, konnten dies bis zum Abend jedoch nicht verteidigen. GEA fielen um 2,5% auf 21,98 EUR, IWKA verloren 0,7% auf 23,83 EUR. Klöckner & Co schloss hingegen mit plus 4,4% bei 51,25 EUR. Fraport verloren 1,5% auf 52,22 EUR. Laut "Handelsblatt" könnte dem Frankfurter Flughafenbetreiber mit dem stark wachsenden Münchener Flughafen eine ernstzunehmende Konkurrenz erwachsen. Im TecDAX ragten die Erholungen von AT&S um 6,8% auf 17,20 EUR und von Morphosys um 5,2% auf 48,41 EUR hervor. DJG/mod/ros

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