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23.10.2012

XETRA-SCHLUSS/DAX fällt nach Talfahrt aus Seitwärtsspanne heraus

Der Dienstag lieferte die lang erwartete Entscheidung: Der deutsche Aktienmarkt ging mit einem dicken Minus aus dem Handel. Bereits die Abschläge am Vortag deuteten die Entwicklung an. Nachdem der DAX seit sechs Wochen in einer Spanne zwischen 7.200 und 7.400 Punkten gehandelt hatte, fiel er nun aus der Spanne nach unten heraus. Die Nachrichtenlage aus Europa trübte sich erneut ein, zudem konnte die Berichtssaison für das dritte Quartal nicht überzeugen. Der DAX beendete den Handel mit einem Abschlag von 2,1 Prozent bei 7.173 Punkten. Keine Aktie aus dem Index schloss im Plus.

Der Dienstag lieferte die lang erwartete Entscheidung: Der deutsche Aktienmarkt ging mit einem dicken Minus aus dem Handel. Bereits die Abschläge am Vortag deuteten die Entwicklung an. Nachdem der DAX seit sechs Wochen in einer Spanne zwischen 7.200 und 7.400 Punkten gehandelt hatte, fiel er nun aus der Spanne nach unten heraus. Die Nachrichtenlage aus Europa trübte sich erneut ein, zudem konnte die Berichtssaison für das dritte Quartal nicht überzeugen. Der DAX beendete den Handel mit einem Abschlag von 2,1 Prozent bei 7.173 Punkten. Keine Aktie aus dem Index schloss im Plus.

Annalisa Piazza von Newedge sprach von einem enttäuschenden französischen Geschäftsklimaindex. Alle Komponenten hätten sich verschlechtert. "Der Bericht ist sehr enttäuschend ausgefallen und spricht für eine schwache zukünftige Entwicklung der Wirtschaftsaktivitäten", sagte die Analystin. Der Euro reagiert verschnupft und gab auf 1,2960 zum Dollar nach.

Ulrich Leuchtmann von der Commerzbank sieht die zyklische Situation Frankreichs als "Knackpunkt" für die Stellung des Landes zwischen angeblich "stabilem" Nordeuropa und krisengeschüttelter Peripherie. Am Nachmittag enttäuschte dann auch der Geschäftsklimaindex aus Belgien und ließ für den ifo-Index aus Deutschland am Mittwoch nichts Gutes erwarten.

Gewinner der aktuellen Verunsicherung waren einmal mehr die Bundesanleihen. Die Rendite der Staatsanleihen mit einer Laufzeit von zehn Jahren fiel im Gegenzug um vier Basispunkte auf 1,58 Prozent. Dieser Nachfrageschub sollte helfen, dass die Aufstockung der Bundesanleihe mit Fälligkeit 2022 um vier Milliarden Euro am Mittwoch ein Erfolg wird.

Schwache Quartalszahlen der Unternehmen selbst oder auch von Wettbewerbern lieferten den Impuls für teils kräftige Kursbewegungen bei den Einzelwerten. Den größten Verlierer im DAX stellte BASF, die Aktie gab um vier Prozent auf 62,50 Euro nach. Schlechte Quartalszahlen des US-Wettbewerbers DuPont sorgten für Zurückhaltung bei den Investoren, die sich von der Aktie erst einmal verabschiedeten.

Unterschiedliche Signale kamen aus dem Sektor der Automobilzulieferer. Gute Quartalszahlen des französischen Reifenherstellers Michelin stützten die Continental-Aktie, die mit einem Minus von 0,4 Prozent bei 75,33 Euro aus dem Handel ging. Ganz anders sah es bei Leoni aus. Eine neuerliche Gewinnwarnung lastet auf dem Kurs der Aktie, sie verlor 3,8 Prozent. Für die Analysten der DZ-Bank ist dies nach den jüngsten Aussagen aus der Branche, vor allem von Unternehmen wie VW, Audi und Mercedes-Benz, keine große Überraschung.

GEA wurden von schwachen Quartalszahlen der schwedischen Wettbewerbers Alfa Laval um mehr als vier Prozent nach unten gedrückt. "Umsatz und Aufträge wecken am Markt Sorgen", sagt Peder Frolen von Handelsbanken Capital Markets. Der Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub konnte sich dagegen der Konjunkturabschwächung entziehen und lieferte überraschend starke Zahlen ab. "Das EBIT liegt deutlich oberhalb der Markterwartung", so Heiko Feber, Analyst beim Bankhaus Lampe. Den Ausblick haben die Mannheimer dann auch gleich angehoben. Der Aktie half dies in diesem Umfeld nichts, sie schloss um ein Prozent leichter bei 51,64 Euro.

Den Verlierer des Tages stellte im TecDAX die Aktie von ADVA Optical, die um 13 Prozent einbrach. Das Technologieunternehmen hat im dritten Quartal einen Gewinneinbruch erlitten. Der Anbieter von Infrastrukturlösungen für Netzbetreiber begründete dies mit wegfallenden positiven Währungseffekten aus dem Vorjahr sowie hohen Steueraufwendungen.

=== INDEX zuletzt +/- % DAX 7.173,69 -2,11% DAX-Future 7.183,50 -2,19% XDAX 7.179,97 -2,19% MDAX 11.267,95 -1,76% TecDAX 793,32 -1,62% SDAX 5.014,42 -1,48% === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/thl/flf

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