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23.05.2011

XETRA-SCHLUSS/DAX sehr schwach - Schuldenkrise weitet sich aus

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Sorgen vor einer weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise in Europa drückten den DAX um 2% oder 145 auf 7.121 Punkte. Schlechte Konjunkturdaten von China bis Europa, anhaltende Spekulationen über die Restrukturierung griechischer Schulden und ein überraschend gesenkter Ausblick auf Italiens Kreditwürdigkeit belasteten die Märkte. Die Rating-Agentur Standard & Poor's sieht die Perspektiven für die Schuldtitel Italiens nun "Negativ" nach zuvor "Stabil".

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Montag aus dem Handel gegangen. Sorgen vor einer weiteren Verschärfung der Staatsschuldenkrise in Europa drückten den DAX um 2% oder 145 auf 7.121 Punkte. Schlechte Konjunkturdaten von China bis Europa, anhaltende Spekulationen über die Restrukturierung griechischer Schulden und ein überraschend gesenkter Ausblick auf Italiens Kreditwürdigkeit belasteten die Märkte. Die Rating-Agentur Standard & Poor's sieht die Perspektiven für die Schuldtitel Italiens nun "Negativ" nach zuvor "Stabil".

Der Euro stürzte zwischenzeitlich sogar unter die 1,40er-Marke zum Dollar. In Spanien musste die sozialistische Partei von Ministerpräsident Zapatero bei den Kommunalwahlen zudem deutliche Stimmenverluste hinnehmen. Die globalen Konjunkturdaten wiesen auf eine Abkühlung der Weltwirtschaft hin: In China fiel der HSBC-Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe auf den tiefsten Stand seit 10 Monaten. Die Einkaufsmanagerdaten aus Europa und Deutschland gingen ebenfalls zurück. In den USA enttäuschte der Chicago-Fed-National-Activity-Index.

Unter Abgabedruck standen daher besonders Zykliker und Finanzwerte, nur Beiersdorf schlossen als einziger DAX-Wert im Plus. Charttechniker sehen die nächste Unterstützung für den DAX um 6.980 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 142,5 (Freitag: 284,6) Mio Aktien im Wert von rund 3,80 (Freitag: 7,59) Mrd EUR.

Vor allem Zykliker und Finanzwerte zeigten sich in DAX und MDAX schwach. Infineon fielen um 4% auf 7,70 EUR, Daimler gaben um 3% auf 47,39 EUR nach, ThyssenKrupp reduzierten sich um 1,8% auf 32,07 EUR und BASF schlossen 2,3% tiefer bei 61,23 EUR.

Lufthansa gaben um 3,5% nach auf 15,02 EUR. Am Morgen hatte der irische Billigflieger Ryanair mit seinem Ausblick enttäuscht. Die Airline will im Winter 80 Maschinen stilllegen nach 40 im Vorjahr. Auch der Jahresgewinn lag unter den Erwartungen.

Banken und Versicherer litten unter ihrer Stellung als Halter von Staatsanleihen. Allianz fielen um 2,2% auf 94 EUR glatt und Deutsche Bank gaben um 1,9% auf 40,69 EUR nach. Mit Blick auf Einzelwerte war die Kapitalerhöhung der Commerzbank das Hauptgesprächsthema. Das Kreditinstitut bietet den Aktionären für 11 alte 10 neue Aktien für 2,18 EUR an. Die Aktien brachen um 5,3% ein auf 3,74 EUR.

Beiersdorf schafften als einziger DAX-Wert den Sprung ins Plus und legten um 1% zu auf 45,79 EUR. Händler verwiesen auf die positive Analyse eines US-Research-Hauses, dass die Hamburger als Übernahmeziel von Colgate-Palmolive wähnt. Beiersdorf wollte auf Anfrage das Gerücht nicht kommentieren.

Auch im MDAX standen Konjunktur-Titel auf der Verliererliste oben. ProSieben gaben um knapp 5% nach, ElringKlinger, Lanxess und Leoni um je 3,5%. Kloeckner & Co verloren zwar optisch 3,5% auf 21,65 EUR, hier wurden allerdings 0,30 EUR Dividende ausgeschüttet.

DJG/mod/ros

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