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XETRA-SCHLUSS/DAX von VW knapp ins Plus gezogen

26.11.2008
FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einem winzigen Plus dank erneuter Kursgewinne bei VW ist der DAX am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der Index erholte sich auf Vortagesniveau und verbesserte sich um 0,1 Punkte auf 4.561 Zähler. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 136,4 (Vortag 200,7) Mio Aktien im Wert von rund 3,28 (Vortag 4,99) Mrd EUR. Nach richtungslosem Geschäft im Tagesverlauf drehte der Markt erst am Abend wieder nach oben. Besonders die Autobauer konnten kräftig zulegen. Dennoch lastete eine anhaltende Schwäche der Versorger auf dem Index. Die Senkung der Leitzinsen durch die chinesische Notenbank sorgte am Morgen nur für eine kurze Erholung. Die Fülle von US-Konjunkturdaten am Nachmittag nahm der Markt gelassen auf.

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einem winzigen Plus dank erneuter Kursgewinne bei VW ist der DAX am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der Index erholte sich auf Vortagesniveau und verbesserte sich um 0,1 Punkte auf 4.561 Zähler. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 136,4 (Vortag 200,7) Mio Aktien im Wert von rund 3,28 (Vortag 4,99) Mrd EUR. Nach richtungslosem Geschäft im Tagesverlauf drehte der Markt erst am Abend wieder nach oben. Besonders die Autobauer konnten kräftig zulegen. Dennoch lastete eine anhaltende Schwäche der Versorger auf dem Index. Die Senkung der Leitzinsen durch die chinesische Notenbank sorgte am Morgen nur für eine kurze Erholung. Die Fülle von US-Konjunkturdaten am Nachmittag nahm der Markt gelassen auf.

Positiv zur Kenntnis wurde der stärkere Rückgang der Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe genommen. "Die Daten sind nämlich besonders wichtig, da nächste Woche der monatliche US-Arbeitsmarktbericht ansteht", sagte ein Händler. Auch die US-Rohöllagerbestände stiegen zum neunten Mal in Folge an und drückten den Ölpreis zwischenzeitlich fast 2 USD nach unten.

Zu den schlechten Nachrichten gehörten die US-Auftragseingänge im Oktober. Sie brachen um 6,4% ein und damit weit mehr als befürchtet. Auch der Index der Einkaufsmanager Chicago wurde für November mit 33,8 deutlich schwächer als die erwarteten 38,0 veröffentlicht. Der Chicago-Index wird vom Markt als Vorlauf für den wichtigen ISM-Index gesehen. Ebenfalls enttäuschte der Index zum US-Verbrauchervertrauen der Universität Michigan und der starke Rückgang der US-Neubauverkäufe im Oktober. "Wir alle wussten, dass der Oktober einer der schlimmsten Monate war", sagte ein Händler zu den Daten. Der Markt habe vieles davon schon eingepreist. Dies bestätigten die Volkswirte der Helaba in einer ersten Einschätzung: "Die Marktteilnehmer haben offensichtlich bereits viel Konjunkturpessimismus eingepreist".

Bis zum Wochenende rechnen Händler nun mit Ruhe: Am "Thanksgiving"-Feiertag am Donnerstag wird in den USA nicht gehandelt. Auch am Freitag ist das Geschäft verkürzt. Eine tragfähige Unterstützung sehen Händler nun bei 4.500 Punkten im DAX.

Automobilwerte gehörten europaweit zu den Tagesgewinnern. Sie profitierten damit von der Hoffnung auf eine Mehrwertsteuersenkung in Frankreich. Die französische Regierung könnte in bestimmten Segmenten wie etwa Autos die Mehrwertsteuer senken, hieß es. Daimler stiegen um 2,1% auf 24,69 EUR, BMW um 1,7% auf 19,46 EUR. Daimler notierten zwischenzeitlich noch höher, fielen aber nach Aussagen über den Verhandlungsstand mit Cerberus zu Chrysler vom Tageshoch zurück. VW machten den Kurseinbruch vom Vortag wieder gut und sprangen um 15,3% auf 294,10 EUR. Porsche hätten ihre Übernahmepläne ja nicht aufgegeben, hieß es zur Begründung. Der Anteil frei handelbarer Aktien werde immer weiter abnehmen.

Versorger standen hingegen etwas unter Druck. "Aber nachdem immer mehr Analysten den Marktboden ausrufen, wird aus den eher defensiven Titeln in die riskanteren umgeschichtet", sagte ein Händler. E.ON verloren 2,5% auf 26,64 EUR. Der Versorger gab den Verkauf des Stromnetzes und von rund 5.000 Megawatt Kraftwerkskapazität bekannt. Auch FMC gaben um 4,4% nach auf 34,05 EUR. RWE erholten sich am Abend auf plus 0,3% auf 66 EUR glatt.

Infineon wurden von Cisco belastet und fielen um 3,1% auf 2,01 EUR. Der US-Netzwerkausrüsters hatte überraschend angekündigt, das Gros seiner Mitarbeiter in den USA und Kanada zum Jahreswechsel in einen fünftägigen Zwangsurlaub zu schicken. Auch Siemens gaben 1,9% nach auf 46,78 EUR.

Im MDAX erholten sich zumeist die zuletzt gebeutelten Werte. Unter anderem legten Pfleiderer um 7,1% zu, Leoni und Wacker je rund 5,5%. Kuka brachen hingegen 7,8% ein auf 10,15 EUR. Im TecDAX verloren Conergy rund 15%, Solarworld und Q-Cells legten hingegen 4% und 6% zu.

DJG/mod/raz

Copyright (c) 2008 Dow Jones & Company, Inc.