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24.03.2010

XETRA-SCHLUSS/DAX zeigt sich trotz Portugal-Abstufung robust

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch etwas fester geschlossen und sich damit trotz einer Reihe belastender Nachrichten wacker geschlagen. Weder eine Abstufung Portugals durch die Rating-Agentur Fitch noch schwache Daten zum US-Immobilienmarkt zwangen den DAX in die Knie. "Der Markt will nach oben", meinte ein Händler und fasste damit die robuste Konstitution des Marktes zusammen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch etwas fester geschlossen und sich damit trotz einer Reihe belastender Nachrichten wacker geschlagen. Weder eine Abstufung Portugals durch die Rating-Agentur Fitch noch schwache Daten zum US-Immobilienmarkt zwangen den DAX in die Knie. "Der Markt will nach oben", meinte ein Händler und fasste damit die robuste Konstitution des Marktes zusammen.

Anteil an den Gewinnen hatte aber auch der überraschend starke ifo-Index. Er stieg im März auf 98,1 Punkte, nachdem er im Vormonat bei 95,2 gelegen hatte. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur eine Zunahme auf 95,9 erwartet.

Der DAX gewann schließlich 0,4% oder 22 auf 6.039 Punkte. Dabei bewegte sich der Index in einer Spanne zwischen 6.065 und 5.965 Punkten. Umgesetzt wurden zur Wochenmitte an DAX-Titeln auf Xetra rund 133,6 (Vortag: 104,6) Mio Aktien im Wert von rund 3,34 (Vortag: 2,98) Mrd EUR.

Die Herabstufung Portugals spiegele das unerwartet hohe Haushaltsdefizit 2009 wider, hieß es in der Mitteilung von Fitch. Portugal habe im vergangenen Jahr ein Haushaltsdefizit von 9,3% im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnet. Fitch hatte im September ein Defizit von lediglich 6,5% des BIP erwartet.

Gewinner im DAX waren Deutsche Börse mit einem Plus von 4,6% auf 55,98 EUR. Anleger honorierten so die Ankündigung einer Umstrukturierung des Börsen-Betreibers. Dabei sollen 20 weitere Stellen gestrichen werden. Zudem soll die Tätigkeit vieler externer Dienstleister wieder in den Konzern eingegliedert werden. Die Analysten der UBS erhöhten das Kursziel für Deutsche Börse auf 72 EUR von zuvor 67 EUR.

Auch die Bankenwerte waren gefragt. "Die Commerzbank ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet, der Januar ist sehr gut gelaufen", schrieb Vorstandsvorsitzender Martin Blessing in einem Brief an die Aktionäre und wiederholte damit seine Aussagen von Ende Februar. Commerzbank stiegen um 2,8% auf 6,58 EUR. Gewinne verbuchten auch die Pharmawerte, die europaweit recht gut aussahen.

Mit 5,8% auf 4,95 EUR verbuchten Infineon ebenfalls deutliche Gewinne. Marktteilnehmern zufolge konnte der Halbleiterhersteller von guten Vorlagen für die gesamte Branche profitieren.

Für Henkel ging es dagegen um 2,2% auf 39,33 EUR nach unten. Händler machten hierfür Gewinnmitnahmen verantwortlich, nachdem die Aktie zuletzt gut gelaufen war. Unter den Verlierern fanden sich auch Deutsche Telekom mit einem Minus von 0,5% auf 9,82 EUR. Credit Suisse hat die Einstufung für die T-Aktie auf "Underperform" von "Neutral" gesenkt.

Im MDAX standen Wacker Chemie mit Zuwächsen von 2% auf 105,60 EUR auf der Gewinnerseite. Der Chemiekonzern hatte am Morgen sein ausführliches Ergebnis für 2009 vorgelegt. Positiv werteten Marktteilnehmer die Dividende von 1,20 EUR. Erwartet worden seien lediglich 1,15 EUR, so ein Händler.

Hamburger Hafen (HHLA) profitierten von den Zahlen und Aussagen des Hafenbetreibers Dubai Port World. So konnte der Hafenbetreiber aus Dubai beim Nettoergebnis die Erwartungen übertreffen. Zudem teilte das Unternehmen mit, dass in den ersten beiden Monaten des Jahres das Containervolumen gegenüber den schwachen Vorjahresmonaten angezogen sei. HHLA stiegen um 2,1% auf 30,05 EUR.

Q-Cells erholten sich um 5,5% auf 7,54 EUR. Das Unternehmen hatte neue Strategiepläne vorgestellt. Einem Analysten zufolge reagierte die Aktie dabei vor allem auf die Bekanntgabe der Kooperation mit Flextronics. Für die Produktion kristalliner Module ist das deutsche Solarunternehmen eine Partnerschaft mit dem EMS-Anbieter eingegangen. Auch andere Solarwerte konnten zulegen.

Kontron verloren dagegen deutlich. Die Aktie gab nach Quartalszahlen und Ausblick um 4% auf 7,30 EUR nach. Kontron habe nur wenig zur Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr gesagt, bemängelten Analysten.

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