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12.10.2011

XETRA-SCHLUSS/Eindeckungs-Rally treibt DAX auf 6.000 Punkte

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest und kurzzeitig sogar über der Marke von 6.000 Punkten ist der DAX am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der deutsche Aktienindex sprang um 2,2% oder 130 auf 5.994 Punkte. Die abflauende Rezessionshysterie und die sich durchsetzende Einschätzung, dass die Politik nun ernsthaft versucht, der Banken- und Staatsschuldenkrise im Euroraum Herr zu werden, befeuerten die Eindeckungs-Rally weiter, hieß es im Handel.

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest und kurzzeitig sogar über der Marke von 6.000 Punkten ist der DAX am Mittwoch aus dem Handel gegangen. Der deutsche Aktienindex sprang um 2,2% oder 130 auf 5.994 Punkte. Die abflauende Rezessionshysterie und die sich durchsetzende Einschätzung, dass die Politik nun ernsthaft versucht, der Banken- und Staatsschuldenkrise im Euroraum Herr zu werden, befeuerten die Eindeckungs-Rally weiter, hieß es im Handel.

Der Euro kletterte um rund zwei US-Cent auf knapp 1,38 USD, die sonst als sichere Häfen beliebten Renten-Märkte kamen deutlich unter Druck. Die Opposition in der Slowakei hatte klar zu verstehen gegeben, dass sie bei einem erneuten Votum für die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms stimmen wird. Damit scheint eine Mehrheit für die Pläne gesichert. Selbst die etwas schwächer als erwartet ausgefallenen Geschäftszahlen von Alcoa bremsten den Markt nicht. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 173,3 (Vortag: 139,4) Mio Aktien im Wert von rund 3,77 (Vortag: 3,02) Mrd EUR.

Als Grund der Rally führten Händler die massive Untergewichtung großer Investoren in europäischen Aktien an. Sie waren zudem gegen weitere Kursverluste abgesichert, so dass steigende Kurse sie zur Eindeckung zwangen. Zudem befeuerten Berichte die Bankentitel, wonach ein Schuldenschnitt in Griechenland nur 30% bis 50% betragen soll. Dies sei wesentlich weniger als die "50% bis 60%" oder sogar "mehr", die seit Montag durch die Presse gewandert seien.

Am Abend richtet sich nun der Blick auf die US-Notenbank. Hier wird das Protokoll ihrer geldpolitischen Beratungen vom 20. und 21. September vorgelegt. Damals stimmten drei Mitglieder gegen Anleiherückkäufe im Wert von rund 400 Mrd USD. Daher dürfte es spannend sein, wie die Diskussion unter den Notenbankern verlaufen ist.

Gesucht waren vor allem konjunktursensible Aktien und Finanzwerte. HeidelbergCement stiegen um 4,1% auf 28,96 EUR. K+S um 3,9% auf 43,80 EUR, ThyssenKrupp um 3,3% auf 21,02 EUR und Infineon um 3,6% auf 6,29 EUR. Unter den Automobilwerten zogen Daimler um 5,6% auf 37,85 EUR an. MAN legten nach einer bestätigten Umsatzprognose für 2011 um 2,2% auf 59,67 EUR zu, VW stiegen um 3,4% und BMW um 2,2%. Lufthansa zogen nach guten Passagierzahlen und dem abgewendeten Fluglotsenstreik um 2,1% auf 10,01 EUR an.

Bei den Finanzwerten sprangen Deutsche Bank um 5,2% auf 29,28 EUR und Allianz um 2,3% auf 80,88 EUR. Im MDAX haussierten Aareal Bank um fast 12% auf 13,70 EUR. Vor dem Europaparlament hat EU-Kommissionspräsident Barroso erneut die Rekapitalisierung systemisch wichtiger Banken gefordert. Auch sollten vorübergehend erheblich höhere Eigenkapitalquoten verlangt werden. Die Banken sollten zuerst auf private Kapitalquellen zurückgreifen, falls notwendig ergänzt durch staatliche Unterstützung.

Schwächer als der Gesamtmarkt entwickelten sich als defensiv geltende Titel: So verloren Fresenius Medical Care 1,2% auf 49,80 EUR. Auch im MDAX profitierten besonders Konjunkturwerte. Leoni sprangen um 7,8%, Klöckner um 6,5%, Continental um 5,2% und Gildemeister um 4,5%. Daneben ging es für Celesio um 6% auf 10,72 EUR nach oben. Die Analysten von Nomura haben ihr Votum für die Papiere des Pharmagroßhändlers auf "Neutral" von "Reduzieren" angehoben.

Wacker Chemie verloren indes 1,1% auf 72,80 EUR. Die Titel litten unter den schwachen Aussichten der Solarbranche. Auch im TeCDAX spielte die Musik in den Kursen der Photovoltaikunternehmen. So brachen Phoenix Solar nach einer Umsatz- und Gewinnwarnung für das laufende Jahr um 21% auf 6,28 EUR ein. In deren Sog gaben Solarworld um 2,5%, Q-Cells um 3,7% und SMA Solar um 4,1% nach.

DJG/mod/flf

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