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23.03.2011

XETRA-SCHLUSS/Endspurt führt DAX ins Plus - Nervöser Handel

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einem Endspurt in den letzten Handelsminuten hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch noch den Dreh ins Plus geschafft. Zuvor pendelte das Marktgeschehen zwischen nervös und abwartend. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,3% bzw 23 Punkten bei 6.804. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 94,6 (Vortag: 118,5) Mio Aktien im Wert von rund 3,06 (Vortag: 3,29) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit einem Endspurt in den letzten Handelsminuten hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch noch den Dreh ins Plus geschafft. Zuvor pendelte das Marktgeschehen zwischen nervös und abwartend. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,3% bzw 23 Punkten bei 6.804. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 94,6 (Vortag: 118,5) Mio Aktien im Wert von rund 3,06 (Vortag: 3,29) Mrd EUR.

Die Nervosität zeigte sich im frühen Handel, als der DAX ohne Nachrichten um 70 Punkte in die Höhe schoss, um den Gewinn am Mittag nahezu wieder abzugeben. Im Blick stand immer das Geschehen in Libyen. Die Flugverbotszone dort scheint erfolgreich umgesetzt zu sein, britische Militärs sprechen davon, dass es keine libysche Luftwaffe mehr gebe.

Die Investoren am deutschen Aktienmarkt sind nicht mehr ganz so optimistisch wie in der Vorwoche. Mehrheitlich glauben sie weiterhin an einen temporären Rückschlag innerhalb einer zwei Jahre währenden Hausse. Dies dürfte sich nach Einschätzung von Sentimentanalyst Gianni Hirschmüller erst ändern, wenn das jüngste Korrekturtief bei 6.484 Punkten unterschritten werde. Dann dürfte sich nicht mehr um eine Korrektur sondern um eine Trendwende handeln.

Bei den Einzeltiteln standen 21 Gewinner gerade einmal 9 Verlierer gegenüber. Die Gewinnerliste führten einmal mehr die zyklischen Automobilwerte an. So konnten Daimler um 1,9% auf 47,35 und BMW um 1,2% auf 55,27 EUR zulegen. Nie seien die Aktien der deutschen Automobilproduzenten so günstig gewesen, erklären die Experten von Bernstein mit Blick auf diverse Bewertungsmetriken. Es sei nicht zu erwarten, dass Aktien wie BMW oder Daimler für längere Zeit auf diesem Niveau gehandelt würden. Insofern empfehlen die Analysten neben Daimler nun auch die Aktie von BMW zum Kauf.

Ihren deutlichen Anfangsverlust nahezu aufgeholt haben Munich Re, die den Handel mit einem Minus von 0,4% bei 109,55 EUR beendeten, nach einem Tagestief bei 106,55 EUR. Der Rückversicherer hatte mitgeteilt, er könne die bisherige Prognose für den Jahresgewinn von 2,4 Mrd EUR nicht mehr halten, vor allem aufgrund eines Schadens von vermutlich 1,5 Mrd EUR für das Beben in Japan. Analysten hatten allerdings ihre Gewinnschätzungen bereits in den vergangenen Tagen etwa in dieser Größenordnung gesenkt.

In der zweiten Reihe fielen Gagfah um 3,5% auf 6,17 EUR. Die Geschäftszahlen seien ohne Überraschungen, meinte ein Analyst mit Blick auf die Entwicklung im vergangenen Jahr. Die Ermittlungen der BaFin gegen den Gagfah-Geschäftsführer Brennan und eine mögliche Klage der Stadt Dresden belasteten jedoch. Hochtief stiegen mit guten Zahlen zum vergangenen Jahr um 2,5% auf 74,10 EUR. Positiv schlug zudem zu Buche, dass das Emirat Katar seine Beteiligung auf nun über 10% aufgestockt hat.

Leoni legten um 3,2% auf 27,80 EUR zu. "Ich denke, das Unternehmen hat sich ausreichend Puffer gelassen, um im weiteren Jahresverlauf den Ausblick zu erhöhen", kommentierte Christian Ludwig vom Bankhaus Lampe die vorgelegte Prognose.

Die Solarwerte zogen den TecDAX nach oben, der um 0,4% auf 890 Punkte zulegte. So gewannen centrotherm 9,3%, Q-Cells 5% und Solarworld 4,1%. Aixtron gerieten dagegen unter Druck, nachdem der US-Wettbewerber Cree die Prognose für den Umsatz für das dritte Quartal des Geschäftsjahres gestutzt hatte. Das Unternehmen sprach von einem geringeren Absatz an LED-Komponenten. Aixtron verloren daraufhin 2,1% auf 28,90 EUR.

DJG/thl/reh

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