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21.01.2011

XETRA-SCHLUSS/Etwas fester - Finanz- und defensive Werte gesucht

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag etwas fester aus dem Handel gegangen. Aufschläge bei Finanzwerten und defensiven Titeln erwiesen sich als die Zugpferde. Der DAX stieg 0,5% bzw 38 Punkte auf 7.062 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 172,5 (Vortag: 153,1) Mio Aktien im Wert von rund 5,80 (Vortag: 4,85) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt ist am Freitag etwas fester aus dem Handel gegangen. Aufschläge bei Finanzwerten und defensiven Titeln erwiesen sich als die Zugpferde. Der DAX stieg 0,5% bzw 38 Punkte auf 7.062 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 172,5 (Vortag: 153,1) Mio Aktien im Wert von rund 5,80 (Vortag: 4,85) Mrd EUR.

Im Tageshoch notierte der Index am Nachmittag bei knapp 7.123 Punkten, im späten Geschäft setzten dann zunehmend Gewinnmitnahmen ein, möglicherweise auch aus Sorge vor möglichen Zinsschritten in China.

Als hilfreich erwies sich am Vormittag die Bekanntgabe des ifo-Geschäftsklimaindex, der auf ein neues Allzeithoch gestiegen ist. Der ifo-Index für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands stieg im Januar auf 110,3 Punkte, nachdem er im Vormonat bei revidiert 109,8 Punkte gelegen hatte. "Der positive Trend in der deutschen Wirtschaft scheint damit weiter intakt zu sein", kommentierte ein Händler.

Gefragt waren wie bereits am Vortag weiter Finanzwerte, obwohl die Zahlen der Bank of America keine positiven Impulse setzten. Die Hoffnung auf eine für Banken und Versicherer freundliche Restrukturierung der griechischen Schulden hatte am Vortag die Anleger in Kauflaune versetzt. Weiter nachgebende Risikoaufschläge im Sektor deuten ein Anhalten der positiven Stimmung an.

Deutsche Bank gewannen 1,7% auf 44,28 EUR, Allianz 1% auf 97,75 EUR und Munich Re 1,1% auf 115,45 EUR. Im Gefolge stiegen Deutsche Börse um 4% auf 57,30 EUR. Lediglich bei Commerzbank setzten nach den jüngsten Aufschlägen im Verlauf Gewinnmitnahmen ein; die Aktie verlor 0,9% auf 5,76 EUR. Mit einem Plus von 1,9% auf 92,35 EUR entwickelten sich auch Siemens sehr gut. Hier stützten sehr gute Zahlen von General Electric, die sowohl auf der Umsatz- als auch auf der Ergebnisseite überzeugten.

Auf der Verliererseite standen hingegen Fresenius Medical Care (FMC), die um 1,9% auf 41,13 EUR nachgaben. Händler machten in erster Linie technische Gründe für die Verluste verantwortlich. Weiter gemieden wurde der Automobilsektor: VW verloren 1,8% auf 114 EUR, Daimler 1,1% auf 54,78 EUR, MAN 1,3% auf 83,90 EUR oder Leoni 5,1% auf 31,07 EUR. Einzig BMW konnten sich mit einem Aufschlag von 0,3% ins Plus retten.

Die Kurskorrektur im Automobilsektor gehe damit weiter, meinte ein Händler. "Am Wochenende könnte China erneut die Zinsen erhöhen, was die private Nachfrage im Wachstumsland Nummer eins für die Branche drücken dürfte", sagte der Händler. Dagegen wurden defensive Werte weiter gekauft. "Möglicherweise finden hier Neuausrichtungen im Portfolio statt", hieß es. So gewannen Deutsche Telekom 2,2% auf 9,94 EUR, E.ON 0,6% auf 25,07 EUR sowie RWE 0,7% auf 55,26 EUR.

Die überraschend vor Beginn der Hauptversammlung veröffentlichten Zahlen zum ersten Geschäftsquartal von ThyssenKrupp fielen derweil im Rahmen der Erwartung aus. Thyssen gewannen 0,3% auf 29,95 EUR. Im MDAX legten Salzgitter um 3,6% auf 58,49 EUR. Im Handel wurde auf die relative Underperformance der Aktie verwiesen.

Im TecDAX verloren Morphosys 4,2% auf 19,72 EUR. Zeitweise gab die Aktie über 10% nach, nachdem das Unternehmen mit den vorläufigen Geschäftszahlen die erst im Dezember angehobene Prognose für 2010 verfehlt hatte. "Ungeschickt" nannte Analyst Hanns Frohnmeyer von der LBBW hierbei den Umgang des Unternehmens mit der Bilanzierung einer Abschlagszahlung, in diesem Fall vom US-Pharmakonzern Pfizer.

DJG/mpt/reh

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