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07.07.2011

XETRA-SCHLUSS/Etwas fester - US-Arbeitsmarkt überrascht positiv

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit etwas festerer Tendenz haben sich Deutschlands Aktienmärkte am Donnerstag aus dem Handel verabschiedet. Überraschend gute Daten vom US-Arbeitsmarkt erwischten einen pessimistisch eingestellten Markt auf dem falschen Fuß. Der DAX stieg um 0,5% oder 40 auf 7.471 Punkte. Im Tagesverlauf wurde sogar die 7.500er-Marke übersprungen. Die Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,50% war von allen Marktteilnehmern erwartet worden.

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit etwas festerer Tendenz haben sich Deutschlands Aktienmärkte am Donnerstag aus dem Handel verabschiedet. Überraschend gute Daten vom US-Arbeitsmarkt erwischten einen pessimistisch eingestellten Markt auf dem falschen Fuß. Der DAX stieg um 0,5% oder 40 auf 7.471 Punkte. Im Tagesverlauf wurde sogar die 7.500er-Marke übersprungen. Die Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB) auf 1,50% war von allen Marktteilnehmern erwartet worden.

Eine Überraschung war indes die Befreiung Portugals von allen Rating-Vorgaben. Der EZB-Rat beschloss, dass für portugiesische Staatsanleihen künftig kein Mindestrating mehr vorliegen muss, damit diese bei der EZB als Pfand eingereicht werden können. "Das ist eine klare Ansage in Richtung Ratingagenturen, dass der EZB ihre Meinung egal ist", sagte ein Händler. Die Kreditwürdigkeit Portugals war am Dienstag von Moody's auf Ramsch-Niveau herabgestuft worden. Dies hatte in der breiten Öffentlichkeit für Entrüstung gesorgt.

Für gute Laune am Aktienmarkt sorgten die besseren US-Arbeitsmarktdaten. Der ADP-Bericht vermeldete 157.000 neue Stellen im Privatsektor, obwohl nur 95.000 erwartet worden waren. Auch die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gingen mit einem Minus von 14.000 stärker zurück als erwartet; die Konsensschätzung war von minus 3.000 ausgegangen. Händler hoffen nun auch auf einen besseren offiziellen US-Monatsbericht zum Arbeitsmarkt am Freitag. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 104,7 (Vortag: 120,5) Mio Aktien im Wert von rund 3,46 (Vortag: 2,67) Mrd EUR.

Größter Verlierer waren ThyssenKrupp mit 5,2% Minus auf 32,96 EUR. Hier drückte der Aktienüberhang aus einer Platzierung von 49,5 Mio eigener Aktien. Der Stahlkocher will damit seine Verschuldung reduzieren. Analysten begrüßten den Verkauf als richtigen Schritt. Die UniCredit sieht nun die Chance, dass Thyssens Kreditwürdigkeit damit bald auf "Investment Grade" steigt.

Deutsche Börse legten um 2,4% auf 54,50 EUR, nachdem die Aktionäre der NYSE-Euronext der Fusion zugestimmt hatten. "Damit sind viele Wenn-Hätte-Könnte-Szenarien über feindliche Gegengebote endgültig vom Tisch", so ein Händler. Für die Aktie bringe dies eine sichere Kalkulationsgrundlage und damit Entspannung für den Kurs. Nach der Aktionärsentscheidung berichteten Händler, die bislang schleppende Annahme des Angebots habe sich massiv beschleunigt.

SAP stiegen 3,5% auf 43,55 EUR nach einer positiven Studie. Die Analysten Morgan Stanley haben das Papier vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen am 27. Juli noch einmal positiv herausgestellt. Die Einstufung "Overweight" wurde bestätigt.

BMW legten um 2,2% zu auf 69,28 EUR. Damit notieren sie dicht unter dem bisherigen Jahreshoch bei 70,02 EUR. "Der Nachrichtenfluss für das Unternehmen und den Sektor bleibt ungebrochen gut", sagte ein Marktteilnehmer. Die neuesten Absatzzahlen bestätigten das, Wachstumstreiber bleibe Asien. In den ersten sechs Monaten des Jahres steigerte BMW die Zahl der abgesetzten Fahrzeuge um 47,3% auf 189.254. VW gewannen 0,7%, Daimler gaben hingegen 0,6% nach.

adidas erholten sich von größeren Verlusten und schlossen 0,3% im Minus bei 55,80 EUR. Hier belastete ein Zwischenbericht des chinesischen Sportartikelherstellers Li Ning. Er hatte einen Rückgang von Umsatz und Marge in Aussicht gestellt. equinet-Analyst Ingbert Faust führte die Schwäche von Li Ning gerade auf die Stärke der Wettbewerber adidas und Nike am chinesischen Markt zurück.

Im MDAX waren erneut die Zykliker wie Autozulieferer oder Maschinenbauer gesucht. Gildemeister sprangen um 4,1%, Leoni um 3,5% und Conti um 3,3%. Kabel Deutschland legten um 2,9% zu auf 42,55 EUR, nachdem im Wochenverlauf der Großinvestor ausgestiegen war.

Fielmann legten 0,9% auf 78,60 EUR zu nach vorläufigen Geschäftszahlen für das erste Halbjahr. Sowohl Umsatz als auch Vorsteuerergebnis seien aber etwas unter den Erwartungen geblieben, sagte Martin Possienke von equinet. Aufwärtspotenzial für die bisherigen Prognosen sei damit nicht mehr gegeben.

Das Börsendebüt von SHW fiel mäßig aus. Die Aktien des Automobilzulieferers schlossen mit 25,90 EUR leicht unter dem Ausgabepreis von 26,00 EUR.

DJG/mod/cln

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