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26.03.2008

XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Gewinnmitnahmen nach Kursrally

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch geschlossen, wobei das Geschäft als "eher spannungslos" bezeichnet wurde. Der DAX verlor 0,5% oder 35 auf 6.489 Punkte. Umgesetzt wurden Aktien im Wert von rund 6,46 (8,62) Mrd EUR. "Dass Gewinnmitnahmen kommen, war völlig klar", meinte ein Händler. Nach der beeindruckenden Rally vom Dienstag hätten sich die Investoren zunächst neu orientiert. Die deutlichen Abgaben im frühen US-Geschäft hätten dabei zu den Verlusten beigetragen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter hat der deutsche Aktienmarkt am Mittwoch geschlossen, wobei das Geschäft als "eher spannungslos" bezeichnet wurde. Der DAX verlor 0,5% oder 35 auf 6.489 Punkte. Umgesetzt wurden Aktien im Wert von rund 6,46 (8,62) Mrd EUR. "Dass Gewinnmitnahmen kommen, war völlig klar", meinte ein Händler. Nach der beeindruckenden Rally vom Dienstag hätten sich die Investoren zunächst neu orientiert. Die deutlichen Abgaben im frühen US-Geschäft hätten dabei zu den Verlusten beigetragen.

Ohne nachhaltigen Einfluss auf das Geschehen blieb der ifo-Index aus Deutschland. Der überraschend stark ausgefallene Index konnte dem DAX nur kurz ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Das ifo-Geschäftsklima lag mit 104,8 über der Erwartung von 103,4 und die Lagebeurteilung mit 111,5 noch deutlicher über der Prognose von 109,5. "Die Daten bestätigen unsere Einschätzung, dass sich die Konjunktur Deutschlands auf einem soliden Wachstumspfad befindet", meinen die Volkswirte der Postbank.

Die Angaben zu den US-Neubauverkäufe am Nachmittag blieben ebenfalls ohne Einfluss. "Seltsam, wo die Zahlen doch recht erfreulich sind," wunderte sich ein Marktteilnehmer. Möglicherweise habe man nach den Zahlen zu den Bestandsbauten am Montag ohnehin mit ordentlichen Daten gerechnet. Zudem sei es noch viel zu früh, von einer Bodenbildung oder gar einer Trendwende am US-Immobilienmarkt zu sprechen. Negative Impulse kamen von den US-Rohöllagebestandsdaten, die den Ölpreis wieder steigen ließen. Auch schwächer als erwartet ausgefallene US-Auftragseingänge kamen nicht gut an.

Die Einzelwerte schwankten mehr oder minder stark, wobei es in vielen Fällen keine Nachrichten zu den Kursveränderungen gab. Deutsche Bank gaben 2% auf 72,05 EUR nach. Der Geschäftsbericht der Bank wurde von einigen Händlern negativ interpretiert, während andere Stimmen jedoch positiv ausfielen und die Transparenz des Berichts als "Zeichen von Stärke" lobten. Die Bank hatte US-Immobilienmarkt-Risiko auf rund 4,2 Mrd EUR beziffert. Dies sei im Verhältnis zu den Problemen bei Credit Suisse und UBS "ein sehr geringer Betrag", hieß es. Abschreibungen seien danach nur in Höhe von gut 600 Mio EUR zu befürchten.

Eine Vorabmeldung im "Manager Magazin", wonach sich ein chinesisches Institut für das Investmentbanking und die Großkundensparte der Dresdner Bank interessiert, half der Allianz-Aktie nur bedingt. "Sicher wäre das positiv, gerade auch in Hinblick auf die Postbank-Pläne", meinte ein Marktteilnehmer. Allerdings habe es schon wiederholt Gerüchte zur Dresdner gegeben und die Angaben in dem Vorabbericht seien nicht sehr detailliert. "Kann stimmen, muss aber nicht", meint der Marktteilnehmer. Im Sog des sinkenden Gesamtmarkts verloren Allianz 0,7% auf 119,42 EUR.

ThyssenKrupp profitierten indes vom Anstieg der Rohstoffwerte insgesamt und gewannen 2,3% auf 35,14 EUR. In der zweiten Reihe standen die Aktien von Hochtief und Leoni im Zentrum des Interesses. Der Baukonzern erwartet 2008 keine Fortsetzung der Auftragseingänge aus dem Jahre 2007. Hochtief verloren 3,9% auf 59,45 EUR. Leoni stiegen dagegen um 3,4% auf 28,65 EUR. Der Automobilzulieferer bestätigte seinen Ausblick.

Von einem größeren Verkäufer sprach ein Marktteilnehmer bei Kontron. "Der Ausblick des Unternehmens war eigentlich nicht schlecht, aber es fehlte die positive Überraschung", meinte eine Analystin. Die daraus resultierende "leichte Enttäuschung" habe zu den Abgaben geführt. Die Aktie fiel um 6,3% auf 10,62 EUR.

freenet profitierten nach Ansicht eines Marktteilnehmers von einer Vorabmeldung im "Manager Magazin", wonach die Übernahme des Wettbewerbers Debitel kurz bevorsteht. freenet biete dem Inhaber Permira zwischen 1,4 und 1,5 Mrd EUR. "Eine Übername würde die Wettbewerbsstellung von freenet sicher verbessern", meinte ein Marktteilnehmer. Die beteiligten Parteien waren für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. freenet kletterten um 2,1% auf 10,46 EUR.

Für die Gewinne von Q-Cells machten Marktteilnehmer ein Gerücht verantwortlich, wonach das Unternehmen die Prognose anheben könnte". Die Plausibilität sei aber schwer einzuschätzen, meinte ein Händler. Ein Sprecher des Unternehmens wollte das Gerücht nicht kommentieren. Q-Cells gewannen 6,6% auf 51,63 EUR.

DJG/mif/gos

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