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31.01.2008

XETRA-SCHLUSS/Etwas leichter - Volatiler Handel

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter nach äußerst volatilem Handel hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag geschlossen. Der DAX büßte 0,3% oder 24 Punkte auf 6.852 ein, nachdem er im Tagestief schon bis auf 6.691 Punkte gefallen war. Umgesetzt wurden Aktien für 9,2 (Vortag: 7,0) Mrd EUR. Händler sprachen von einer Berg- und Talfahrt und begründeten die Stabilisierung nach zwischenzeitlich deutlichen Abgaben mit dem Chicago-Einkausmangerindex. Dieser lag zwar leicht unter den Erwartungen, aber immer noch über den entscheidenden Marke von 50, was auf eine wirtschalftliche Expansion hinweist. "Da hatte mancher wohl Schlimmeres befürchtet", meinte ein Marktteilnehmer. Möglicherweise sei es auch zu Aktienkäufen zum Monatsende hin gekommen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Etwas leichter nach äußerst volatilem Handel hat der deutsche Aktienmarkt am Donnerstag geschlossen. Der DAX büßte 0,3% oder 24 Punkte auf 6.852 ein, nachdem er im Tagestief schon bis auf 6.691 Punkte gefallen war. Umgesetzt wurden Aktien für 9,2 (Vortag: 7,0) Mrd EUR. Händler sprachen von einer Berg- und Talfahrt und begründeten die Stabilisierung nach zwischenzeitlich deutlichen Abgaben mit dem Chicago-Einkausmangerindex. Dieser lag zwar leicht unter den Erwartungen, aber immer noch über den entscheidenden Marke von 50, was auf eine wirtschalftliche Expansion hinweist. "Da hatte mancher wohl Schlimmeres befürchtet", meinte ein Marktteilnehmer. Möglicherweise sei es auch zu Aktienkäufen zum Monatsende hin gekommen.

Zudem sei der PCE-Kern-Defaltor im Rahmen der Erwartungen geblieben, so dass sich von dieser Seite zumindest der inflationäre Druck nicht erhöht habe. Dagegen fielen die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe schwach aus. Mit einer Zunahme um 69.000 verzeichneten sie den stärksten Anstieg auf Wochenbasis seit September 2005.

De Finanzwerte standen unter Druck, nachdem die Rating-Agentur Standard & Poor's sich am Vorabend negativ zu mehr als 8.000 Immobilienanleihen und anderen Finanzprodukten im Volumen von 534 Mrd USD geäußert hatte. "Die drohende Abstufung der Ratings für Kreditversicherer durch Standard & Poor's ließ den positiven Zinseffekt schnell verpuffen", merkte Analyst Manfred Jakob von der SEB Bank an. Die US-Notenbank hatte am Mittwochabend den Leitzins zwar wie mehrheitlich erwartet um weitere 50 Basispunkte auf 3,00% gesenkt, doch dies hatte die Aktien an Wall Street nur kurz befeuert.

Finanzwerte wie Commerzbank, Hypo Real Estate und Deutsche Bank gaben deutlich nach. Die Aussicht auf weitere Abschreibungen auf Investments in den USA lasse Anleger erneut den Rückzug aus dem mit Risiken behafteten Finanzsektor antreten, sagten Händler. Zur Deutschen Bank kursierte einerseits ein Gerücht über eine bevorstehende Gewinnwarnung, andererseits wird dem Haus Interesse an MLP nachgesagt. Zu den Spekulationen wollte sich ein Sprecher der Bank nicht äußern. Die Aktie sank um 2,1% auf 75,16 EUR.

Die Versicherungswerte folgten den Banken, zumal die Ratingagentur Fitch die Ratings von US-Anleiheversicherern gesenkt hat. Allianz fielen um 1,7% auf 119,46 EUR zurück, Münchener Rück hielten sich mit einem Abschlag von 0,5% auf 120,27 EUR wegen der guten Zahlen am Vortag etwas besser. Metro wurden von überraschend schwachen deutschen Einzelhandelsumsätzen im Januar und einer Kurszielsenkung belastet. Die Aktie büßte 1% auf 54,84 EUR ein. J.P. Morgan hatte das Kursziel für den Handelskonzern um 6 auf 58 EUR gesenkt.

Rezessionsängste und damit einhergehende Sorgen einer Konsumschwäche belasteten die Zykliker und hier vor allem die Automobilwerte. MAN gaben um 3,3% 82,33 EUR nach. E.ON litten unter Gerüchten über ein angebliches Interesse an Iberdrola, was im Handel allerdings als unwahrscheinlich erachtet wurde. Die Aktie sank um 2,1% auf 123,60 EUR. RWE hielten sich dagegen realtiv gut und verloren lediglich 0,9% auf 82,46 EUR. Auch die Sektoren Chemies, Telekom und Gesundheit hielten sich gut. So rückten etwa Bayer um 3,6% auf 54,83 EUR vor.

Arcandor legten um 1,9% auf 12,43 EUR zu, nachdem die Commerzbank die Kaufempfehlung nach dem Ergebnisausweis bestätigt hatte. Altana stiegen um 0,3% auf 15,06 EUR. Norbert Barth von der DZ Bank wertete die Geschäftszahlen 2007/2008 von Altana positiv und bestätigte die Aktie mit der Einstufung "Kaufen". MTU wurden von einer Kaufempfelhung durch Goldman Sachs gestützt und gewannen 2% auf 35,79 EUR.

Epcos verloren nach Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 6,1% auf 9,13 EUR. Marktteilnehmer führten dies auf den schwachen Umsatz zurück. Wirecard profitieren dagegen von soliden Zahlen für 2007 und zogen um 3,6% auf 10,37 EUR an. Rofin-Sinar kletterten nach sehr guten Quartalszahlen um 18,5% auf 29,37 EUR. Händler verwiesen auf die Marktenge des Titels.

DJG/mif/ros

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