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04.09.2007

XETRA-SCHLUSS/Fester - US-Daten treiben DAX über 7.700er-Marke

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit fester Tendenz sind die deutschen Aktienmärkte am Dienstag aus dem Handel gegangen. Der DAX legte um 1% oder 73 auf 7.722 Punkte zu und übersprang damit wieder die wichtige Marke von 7.700 Punkten. Umgesetzt wurden Aktien im Wert von 5,98 Mrd EUR. Händler sprachen von einer deutlichen Erholung in Folge der Aussagen des Vorstandssprechers der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und guten US-Daten. Hierdurch sei es vor allem bei den Banken zu Gewinnen gekommen. Zudem habe der feste Start der US-Börsen nach dem Feiertag am Montag beflügelt. Dies sei vor allem den US-Konjunkturdaten zu verdanken gewesen: So fielen sowohl der ISM-Index als auch die US-Bauausgaben etwas schwächer aus und sorgten somit für Zinssenkungsfantasie. Die Daten seien aber "nicht schwach genug, um gravierende Konjunkturängste zu wecken", sagte ein Händler.

FRANKFURT (Dow Jones)--Mit fester Tendenz sind die deutschen Aktienmärkte am Dienstag aus dem Handel gegangen. Der DAX legte um 1% oder 73 auf 7.722 Punkte zu und übersprang damit wieder die wichtige Marke von 7.700 Punkten. Umgesetzt wurden Aktien im Wert von 5,98 Mrd EUR. Händler sprachen von einer deutlichen Erholung in Folge der Aussagen des Vorstandssprechers der Deutschen Bank, Josef Ackermann, und guten US-Daten. Hierdurch sei es vor allem bei den Banken zu Gewinnen gekommen. Zudem habe der feste Start der US-Börsen nach dem Feiertag am Montag beflügelt. Dies sei vor allem den US-Konjunkturdaten zu verdanken gewesen: So fielen sowohl der ISM-Index als auch die US-Bauausgaben etwas schwächer aus und sorgten somit für Zinssenkungsfantasie. Die Daten seien aber "nicht schwach genug, um gravierende Konjunkturängste zu wecken", sagte ein Händler.

Der ISM-Index für das Verarbeitende Gewerbe lag mit 52,9 unter der Erwartung von 53,0. Die US-Bauausgaben fielen um 0,4% anstelle einer unveränderten Erwartung. Jedoch wurde der Vormonat Juni überraschend hochrevidiert auf plus 0,1% nach zuvor berichteten minus 0,3%. Auch die Subkomponenten des ISM-Index, Beschäftigung und Auftragseingänge, zeigten nicht die befürchteten Einbrüche infolge der US-Kreditkrise. Die Aktienmärkte reagierten auf die Daten mit kräftigen Kursaufschlägen.

Technische Analysten werden nun ebenfalls optimistischer: Die mehrfach erfolgreiche Verteidigung der Unterstützung bei 7.650 Punkten habe sich als tragfähiger Boden im DAX erwiesen. Nun sei ein Anlauf Richtung 7.750 Punkte möglich.

Mit deutlichen Kursgewinnen profitierten die Banken von Aussagen der Deutschen Bank, deren Aktien um 2,9% auf 94,20 EUR stiegen. Die Aussagen des Vorstandsvorsitzenden Josef Ackermann zum Engagement der Bank im US-Subprime-Sektor hätten die Märkte beruhigt, hieß es im Handel. Die Aussagen deuteten an, dass die Deutsche Bank die Lage im Griff habe und die Folgen auf das dritte Quartal begrenzt sein dürften. "Dass das dritte Quartal von den Auswirkungen der Subprime-Krise betroffen wird, wusste man schon", so der Analyst. Zudem betonte die Bank, keine unbesicherten Kredite an Hedge Fonds vergeben zu haben. Diese Aussagen beflügelten alle Bankwerte: Postbank stiegen 2,3% auf 54,86 EUR, auch die Finanzwerte Allianz und Münchener Rück legten je über 1% zu. Commerzbank profitierten zudem von erneuten Gerüchten über ein Interesse der Citibank und verbesserten sich um 1,9% auf 30,95 EUR. Die Commerzbank wollte dies nicht kommentieren.

Deutsche Börse profitierten von sehr guten Umsatzzahlen im August. An der Frankfurter Wertpapierbörse wurden im August 266,1 Mrd EUR umgesetzt und damit 109% mehr als im Vorjahresmonat. Die Aktie stieg 0,5% auf 81,05 EUR.

VW verloren hingegen 0,5% auf 152,16 EUR. Die Veröffentlichung der US-Absatzzahlen mit ihrem Rückgang um 7,5% im August habe dazu aber wenig beigetragen, hieß es. Diese seien von guten Audi-Absätzen aufgefangen worden. Belastender seien die Aussagen von Porsche vom Vortag gewesen, den VW-Anteil kurzfristig nicht aufstocken zu wollen. Damit sei ein Teil der Kursfantasie aus VW gewichen, so ein Händler.

Deutlichere Kursbewegungen gab es bei den Nebenwerten. Im MDAX stiegen AWD um 5,5% auf 26,04 EUR und MLP um 3,4% auf 12,11 EUR. Letzere waren am Morgen noch belastet von der Nachricht, dass der ehemalige MLP-Vorstand Nils Frowein direkt zum Konkurrenten AWD wechselt und der Vertriebsvorstand sein Amt niederlegt. Der Aktienkurs sei jedoch von der bekräftigen Jahresprognose für 2007 gerettet worden, meinte ein Händler. Zudem bekräftigten UBS ihre "Buy"-Einstufung auch nach dem Rücktritt.

Leoni sprangen um 3,9% auf 40,50 EUR. Der Autozulieferer verhandelt mit der französischen Valeo über den Kauf von deren Bordnetz-Sparte. Wie das Nürnberger Unternehmen mitteilte, befinden sich die Verhandlungen zur Übernahme von Valeo Connective Systems im fortgeschrittenen Stadium. Analysten begrüßten dies als "strategisch richtig".

Im TecDAX rallierten Solon einen Tag nach der vorzeitigen Rückzahlung einer Wandelschuldverschreibung. Die Aktien sprangen um 9,1% auf 68,16 EUR. Händler verwiesen darauf, dass sich Solon zudem am Berichtstag auf einer Photovoltaik-Konferenz in Mailand gut präsentiert habe. Auch die zuletzt abgestraften Biotech-Aktien GPC und Morphosys legten jeweils über 3% zu.

DJG/mod/raz

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