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05.02.2009

XETRA-SCHLUSS/Freundlich nach volatilem dünnen Geschäft

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag leichter geschlossen, wobei das Geschäft sehr volatil verlief. Der DAX gewann letztlich 0,4% oder 18 auf 4.510 Punkte, nachdem es zeitweise um über 100 Punkte nach unten gegangen war. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 125,9 (Vortag: 138,9) Mio Aktien im Wert von rund 2,51 (Vortag: 2,44) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Donnerstag leichter geschlossen, wobei das Geschäft sehr volatil verlief. Der DAX gewann letztlich 0,4% oder 18 auf 4.510 Punkte, nachdem es zeitweise um über 100 Punkte nach unten gegangen war. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 125,9 (Vortag: 138,9) Mio Aktien im Wert von rund 2,51 (Vortag: 2,44) Mrd EUR.

Händler sprachen von einem umsatzarmen Geschäft. Im späten Handel hätten erneute Spekulationen am US-Markt auf die baldige Einrichtung einer Bad Bank für faule Wertpapiere sowie neue Bilanzierungsregeln zur Entlastung der Finanzunternehmen für eine Erholung gesorgt.

Am Markt sei weiterhin von defensiven in zyklische Aktien gewechselt worden, also aus konjunkturresistenten in konjunkturabhängige Titel. "Der Risikoappetit kehrt zurück", so ein Händler. Nichts neues dagegen von der Zinsfront: Die EZB ließ die Zinsen unverändert bei 2%, was so erwartet worden war. Auch der anschließende Kommentar brachte keine Aufschlüsse. "Letztlich halten sich die EZB-Verantwortlichen alle Türen offen", meinte ein Volkswirt. Die ohnehin erwartete Zinssenkung für März sei unterstrichen worden.

Schwach fielen dagegen die US-Konjunkturdaten aus. Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind in den USA auf den höchsten Stand seit 1982 geklettert. Die Auftragseingänge der US-Industrie sind im Dezember um 3,9% gegenüber November eingebrochen und lagen damit unter den Erwartungen. Damit erhielten Hoffnungen auf eine Stabilisierung der US-Wirtschaft einen Dämpfer.

Zur technischen Situation meinten Marktanalysten, unterstützt sei der DAX bei 4.400 Punkten, auf Widerstand stoße er bei 4.533 Punkten. Das Geschäft habe sich letztlich zwischen diesen beiden Eckpfeilern bewegt.

Deutsche Bank standen mit einem Minus von 4,2% auf 20,35 EUR im Zentrum des Interesses. Im Großen und Ganzen seien die Zahlen schwach gewesen, da kein Bereich deutliche Gewinne verbucht habe, meinten die Analysten von J.P. Morgan. Die Aktie scheine zwar günstig bewertet, aber die Bank benötige mindestens 6 Mrd EUR an zusätzlichem Eigenkapital. Händler bemängelten die unklaren Aussagen zur weiteren Entwicklung.

Münchener Rück stiegen um 4,8% auf 109,39 EUR und profitierten damit von einer Hochstufung auf "Neutral" durch die Analysten der UBS, nachdem sie am Vortag deutlich nachgegeben hatten. Auch die Experten von J.P. Morgan sehen die Aktie des Rückversicherers von einer überdurchschnittlichen Entwicklung und empfahlen, den Titel stärker zu gewichten. SAP und Infineon profitierten mit ebenfalls überdurchschnittlichen Gewinnen von den guten Vorgaben der US-Technologiewerte.

Stahl- und Rohstoffwerte wurden durch die Umschichtung aus defensiven Titeln gestützt. Händler verwiesen zudem auf die möglichen Auswirkungen der Konjunkturprogramme. K+S kletterten um 4,9% auf 41,79 EUR, Salzgitter um 2,3% auf 62,97 EUR.

Nach der Rally vom Vortag wurden dagegen bei den Automobilwerten Gewinne mitgenommen. Daimler verloren 1,6% auf 22,69 EUR, VW gaben um 1,8% auf 260 EUR nach. Metro fielen nach vorherigen Gewinnen um 3% auf 28,12 EUR.

Im MDAX waren Leoni gesucht. Händler sprachen von spekulativen Käufen, die die Aktie um 9,9% auf 9,62 EUR getrieben hätten. "Der Markt hofft weiterhin auf steuerliche Begünstigungen für Autos in den USA", so ein Händler zu den laufenden Diskussionen. Nach der Gewinnwarnung vom Mittwoch seien die Kursziele zwar gefallen, viele lägen aber immer noch über dem derzeitigen Niveau.

Im TecDAX gewannen IDS Scheer 5,1% auf 5,80 EUR. Die Saarländer wiesen für das vierte Quartal 2008 einen niedrigeren Verlust aus, als Analysten erwartet hatten. Niedrigere Restrukturierungsaufwendungen, aber auch eine leicht bessere operative Entwicklung seien der Grund dafür, wie die Experten der LBBW anmerkten. Entgegen den Erwartungen der LBBW wird die Dividende von 0,22 EUR beibehalten; die Analysten hatten mit einer Kürzung auf 0,10 EUR gerechnet.

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