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05.11.2008

XETRA-SCHLUSS/Gewinnmitnahmen drücken DAX - Keine "Obama"-Rally

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der DAX am Mittwoch aus einem von Gewinnmitnahmen geprägten Handel gegangen. Das deutsche Börsenbarometer fiel um 2,1% oder 111 Punkte auf 5.167. Händler machten Gewinnmitnahmen nach der kräftigen Erholung an den vorangegangenen Handelstagen dafür verantwortlich. Am frühen Morgen hatte es zunächst noch nach deutlichen Aufschlägen ausgesehen. "Nach der Wahl waren aber alle zu bullish, das wurde im Tagesverlauf umgekehrt", sagte ein Händler. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 158,8 (Vortag: 200,6) Mio Aktien im Wert von 4,88 (Vortag: 5,78) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr schwach ist der DAX am Mittwoch aus einem von Gewinnmitnahmen geprägten Handel gegangen. Das deutsche Börsenbarometer fiel um 2,1% oder 111 Punkte auf 5.167. Händler machten Gewinnmitnahmen nach der kräftigen Erholung an den vorangegangenen Handelstagen dafür verantwortlich. Am frühen Morgen hatte es zunächst noch nach deutlichen Aufschlägen ausgesehen. "Nach der Wahl waren aber alle zu bullish, das wurde im Tagesverlauf umgekehrt", sagte ein Händler. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 158,8 (Vortag: 200,6) Mio Aktien im Wert von 4,88 (Vortag: 5,78) Mrd EUR.

Der Blick sei auch auf die europäischen Notenbanken gerichtet gewesen. "Der Medienrummel um die US-Wahl hat die Zinsentscheidungen aus dem Fokus gedrückt", so ein anderer Marktteilnehmer. Bei der EZB und der Bank of England dürfte es am Donnerstag zu größeren Zinssenkungen in Europa kommen.

Auch die USA befänden sich weiter im intakten Zinssenkungszyklus, so der Händler weiter: "Der ADP-Bericht hat klar gemacht, dass wir am Freitag mit einem sehr schwachen US-Arbeitsmarktbericht rechnen müssen". Der ADP National Employment Report gehörte zu den schwachen Konjunkturdaten des Tages. Er vermeldete einen Stellenabbau von 157.000 Stellen im Oktober, erwartet wurden nur 100.000.

Daneben sorgte der schwache ISM-Index für den US-Servicebereich für Enttäuschung. Immerhin sei der Dienstleistungsbereich der größte Arbeitgeber der USA. Der ISM-Service-Index brach im Oktober auf 44,4 ein nach 50,2 im September. Technische Analysten sehen den DAX bei 4.800 Punkten unterstützt.

Unter Gewinnmitnahmen litten vor allem die Überflieger der vergangenen Tage und Aktien mit schlechten Nachrichten. So fielen ThyssenKrupp um 7,6% auf 15,62 EUR, nachdem ArcelorMittal einen schwachen Ausblick vorgelegt hatte. "Die Probleme betreffen die ganze Branche", so ein Händler.

Die Nachfrage der wichtigsten Abnehmer aus Automobil- und Maschinenbau sowie dem Bau selbst leide unter der schwachen Konjunkturentwicklung. BASF gaben um 4,4% nach auf 27,95 EUR und wurden von der Übernahme der schweizerischen Ciba gedrückt. Ciba hatte den Ausblick gesenkt.

Deutsche Börse gaben nach Vorlage von Zahlen um 6,8% nach auf 64 EUR glatt. Die Zahlen seien zwar gut, so Analysten, allerdings hätten viele Marktteilnehmer darauf spekuliert und Gewinne mitgenommen. Die Aktie habe zuvor in einer Woche um rund 50% zugelegt, hieß es dazu von der Citigroup.

Auch andere Finanzwerte wurden nach der Erholungsrally von Gewinnmitnahmen belastet. So verloren Commerzbank 3,4%, Deutsche Bank 3,9% und Postbank 2,1%. Auch die konjunktursensitiven Titel kamen deutlich zurück. So fielen MAN um 6,7% auf 39,76 EUR und Linde um 6,8% auf 69,50 EUR. Daneben gaben Infineon um 6,2% nach.

Continental verloren 2,7% auf 34,34 EUR. Der Margeneinbruch bei ElringKlinger und die erneute Gewinnwarnung von Leoni wurden im Handel als "Ausdruck der Automobil-Krise" gesehen. Da derzeit keine Indizien für eine Besserung erkennbar seien, dürften die Aktien der Branche weiter unter Druck stehen, hieß es im Handel.

Während die Automobilhersteller nur bis zu 1,5% nachgaben, verloren die Zulieferer deutlicher. Im MDAX brachen Leoni um 14,1% auf 10,50 EUR ein, Rheinmetall um 9,4% auf 24,64 EUR und Kuka um 5% auf 15,15 EUR. ElringKlinger fielen 6,4%. Auch Rheinmetall bezogen sich bei den schwachen Quartalszahlen auf die Schwäche des Automobilsektors.

Hannover Rück gaben nach dem Ausweis von als "schwach" eingestuften Zahlen um 5,5% auf 19,57 EUR nach. Zudem hat der Rückversicherer die Dividende für 2008 gestrichen. Im TecDAX sprangen QSC nach Zahlenvorlage hingegen um 10,2% auf 1,62 EUR. Analyst Frank Rothauge von Sal. Oppenheim bezeichnete die Zahlen als "große Erleichterung". Unter Druck standen hingegen die Hersteller regenerativer Energien. Die Solarwerte und Nordex gaben zwischen 11% und 19% ab.

DJG/mod/flf

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