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29.05.2012

XETRA-SCHLUSS/Hoffnung auf EZB lässt die Kurse anziehen

FRANKFURT (Dow Jones)--Marktgerüchte um ein Statement der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Lage der schwer angeschlagenen Banken der Eurozone haben am Dienstag eine Erholung am deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Der DAX legte um 1,2 Prozent auf 6.397 Punkte zu. Auch die Indizes der Nebenwerte MDAX, TecDAX und SDAX verbuchten Kursgewinne etwa in dieser Höhe.

FRANKFURT (Dow Jones)--Marktgerüchte um ein Statement der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Lage der schwer angeschlagenen Banken der Eurozone haben am Dienstag eine Erholung am deutschen Aktienmarkt ausgelöst. Der DAX legte um 1,2 Prozent auf 6.397 Punkte zu. Auch die Indizes der Nebenwerte MDAX, TecDAX und SDAX verbuchten Kursgewinne etwa in dieser Höhe.

Gegen 15.00 Uhr, der DAX lag zu diesem Zeitpunkt bereits leicht im Plus, stiegen die Kurse stärker an. Händler berichteten von Gerüchten, die EZB werde sich kurz nach Handelsschluss zur immer angespannteren Lage etlicher Geldhäuser in der Eurozone äußern. Dies ließ den DAX gegen 16.30 Uhr im Tageshoch um fast zwei Prozent steigen. Anschließend gaben die Kurse wieder etwas nach.

Hintergrund der Spekulationen, die wie so oft jegliche Details vermissen ließen, ist der aus dem Ruder laufende Kapitalbedarf der spanischen Bankia. Ohne Unterstützung der EZB und/oder des europäischen Rettungsschirms EFSF dürfte Spanien der Lage der heimischen Geldhäuser letztlich kaum noch Herr werden. Nachdem Bankia-Aktien am Pfingstmontag bereits um mehr als 13 Prozent eingebrochen waren, stürzten sie in Madrid um weitere 16,3 Prozent ab.

Im Vergleich zum umsatzarmen Pfingstmontag belebte sich das Geschäft wieder etwas. Auf dem Handelssystem Xetra wurden knapp 120 Millionen DAX-30-Aktien im Gesamtwert von rund 2,42 Milliarden Euro gehandelt. Am Montag waren es lediglich 89,2 Millionen DAX-Aktien im Volumen von 1,45 Milliarden Euro.

Gesucht waren am deutschen Markt vor allem die konjunktursensiblen Titel. Angefeuert wurden diese einmal mehr von der Hoffnung auf Wachstumsimpulse in China. BMW, Daimler, MAN und VW verteuerten sich zwischen 2,8 und 4,3 Prozent. Auch Aktien von Automobilzulieferern wie Continental, Rheinmetall oder Leoni waren gesucht.

Antrag aus Österreich löst Schuler-Rally aus

Am stärksten ging es jedoch für die Papiere des Automobilausrüsters Schuler nach oben. Ein Übernahme-Angebot des österreichischen Industriegruppe Andritz ließ den Preis für Schuler-Aktien um 27 Prozent auf 20,10 Euro nach oben schnellen. Andritz will 20 Euro je Schuler-Aktie zahlen. Aktien des Automobilausrüsters Dürr profitierten ebenfalls von dem Kaufangebot für Schuler und stiegen um 7,8 Prozent.

Weniger rosig sah es für die Finanzwerte aus. Zwar hielten sich Commerzbank, Deutsche Bank und Allianz besser als die Aktien vieler europäischer Wettbewerber. Im Vergleich zum DAX blieben sie jedoch wegen der immer angespannteren Situation der Finanzkonzerne zurück. Allianz und Munich Re gaben leicht nach, Deutsche Bank schlossen gut behauptet und Commerzbank 1 Prozent fester.

Deutsche Post verteuerten sich um 1,6 Prozent. Die Post muss der Bundesregierung weniger Beihilfe zurückzahlen als zunächst befürchtet. Anstatt der von der Europäischen Union geschätzten 500 Millionen Euro bis 1 Milliarden Euro verlangt die Bundesregierung nur 298 Millionen Euro.

Die MDAX-Aktie Deutsche Wohnen verteuerte sich um 4 Prozent. Der Immobilienbetreiber hat von der britischen Barclays Bank 23.500 Wohnungen gekauft und will nun die Mieten und somit die Einnahmen erhöhen.

INDEX zuletzt +/- % DAX 6.396,84 +1,16% DAX-Future 6.373,00 +0,44% XDAX 6.373,38 +0,46% MDAX 10.417,80 +1,51% TecDAX 764,51 +1,13% SDAX 4.878,62 +1,30% DJG/bek/ros

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