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XETRA-SCHLUSS/Knapp behauptet - Deutliche Erholung vom Tief

09.08.2011
FRANKFURT (Dow Jones)--Der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt hat am Dienstag zunächst ein Ende gefunden. Nach einem erneut sehr volatilen Geschäft ging der DAX erstmals seit einer Woche ohne deutliche Verluste aus dem Handel. Mit einem Minus von 0,1% oder 6 auf 5.917 Punkte war die Tendenz zum Handelsschluss nahezu unverändert. Im Tagestief hatte der DAX noch rund 400 Punkte niedriger bei 5.503 gestanden. Der MDAX legte sogar um 2,9% oder 244 auf 8.784 Punkte zu. Für den TecDAX ging es um 3,2% oder 21 auf 701 Punkte nach oben.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der Ausverkauf am deutschen Aktienmarkt hat am Dienstag zunächst ein Ende gefunden. Nach einem erneut sehr volatilen Geschäft ging der DAX erstmals seit einer Woche ohne deutliche Verluste aus dem Handel. Mit einem Minus von 0,1% oder 6 auf 5.917 Punkte war die Tendenz zum Handelsschluss nahezu unverändert. Im Tagestief hatte der DAX noch rund 400 Punkte niedriger bei 5.503 gestanden. Der MDAX legte sogar um 2,9% oder 244 auf 8.784 Punkte zu. Für den TecDAX ging es um 3,2% oder 21 auf 701 Punkte nach oben.

Weiterhin dominierten die Staatsschuldenkrise und sich verdüsternde Konjunkturaussichten auf beiden Seiten des Atlantiks das Marktgeschehen. Der VDAX als Risikoparameter sprang im Tageshoch von 54,60 Punkten auf den höchsten Stand seit Anfang Dezember 2008. Nach einem Ausverkauf am Vormittag konnten sich die Kurse aber stabilisieren, was Händler als überfällige Erholung und vorläufiges Ende der Abwärtswelle werteten. Die Umsätze waren erneut sehr hoch: Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 422,2 (Vortag: 307,9) Mio Aktien im Wert von rund 9,50 (Vortag: 7,19) Mrd EUR.

Die Hoffnung ruht nun auf der US-Notenbank. Am Abend werden die US-Währungshüter um Chairman Ben Bernanke das Ergebnis ihrer geldpolitischen Beratungen vorlegen. "Eine Veränderung des Leitzinskorridors von 0,00% bis 0,25% wird es nicht geben. Die US-Notenbank könnte aber die Einlagenverzinsung von derzeit 0,25% reduzieren. Der Anreiz zur Reservehaltung bei der Federal Reserve würde sinken und Mittel könnten in den Geldmarkt fließen", sagte Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen.

Die US-Notenbank werde daneben wohl aber auch die Möglichkeit weiterer Staatsanleihekäufe in Betracht ziehen. "Vor dem Hintergrund der konjunkturellen Eintrübung und der turbulenten Entwicklungen an den Finanzmärkten steigt die Wahrscheinlichkeit unseres Erachtens aber", so Umlauf.

Bei vielen Einzelwerten kam es nochmals zu deutlichen Kursausschlägen. RWE verbilligten sich um 6,3% auf 28,75 EUR. Der Atomausstieg hat im ersten Halbjahr zu höher als erwartet ausgefallenen Einbußen geführt. Um seine Verschuldung wieder in den Griff zu bekommen, will der Versorger Vermögenswerte verkaufen und das Kapital erhöhen, wie bereits am Montag mitgeteilt wurde. Angesichts der bevorstehenden Veräußerungen deuteten sich für die kommenden Jahre lediglich begrenzte Wachstumsmöglichkeiten an, sagte Silvia-Quandt-Analyst Sebastian Zank.

Dagegen kam es bei vielen zyklischen Werten, die in den vergangenen Tagen deutlich verloren hatten, zu Rückkäufen. So legten VW um 3,5 auf 112,60 EUR zu. Tagessieger waren Infineon mit einem Aufschlag von 6,2% auf 5,79 EUR. Nach den jüngsten Kursverlusten sei ein Großteil der konjunkturellen Risiken nun im Kurs eingepreist, meinte ein Analyst.

Aareal Bank legten um 8,5% auf 16,69 EUR zu. Im zweiten Quartal habe das Core-Tier-1 des Gewerbeimmobilienfinanzierers mit 11,0% positiv überrascht, meinte Philipp Häßler, Analyst bei equinet. Allerdings sei die Quote der notleidenden Kredite binnen Vierteljahresfrist um 14% auf 818 Mio EUR gestiegen. Heidelberger Druck stiegen um 7,5% auf 1,68 EUR. Zwar habe das Unternehmen mit einem Nettoverlust von 46 Mio EUR im ersten Quartal im Bereich der Erwartungen gelegen, die Zahlen hätten jedoch ein schwieriges Marktumfeld widergespiegelt, das sich zudem noch weiter eintrüben könnte, so die Analysten der WestLB.

Leoni konnten mit 11,4% auf 29,52 EUR ebenfalls deutlich zulegen. Das endgültige Zahlenwerk für das erste Halbjahr 2011 habe den vorläufigen Eckdaten entsprochen und damit die Erwartungen erfüllt, meinte ein Analyst.

DJG/mif/raz

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