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10.05.2007

XETRA-SCHLUSS/Leichter - Ernüchterung nach EZB-Zinsentscheid

FRANKFURT (Dow Jones)--Leichter sind die deutschen Aktien am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 0,8% oder 61 auf 7.415 Punkte. Umgesetzt wurden 6,98 (Mittwoch: 6,6) Mrd EUR. Ein deutlicher Rückgang der US-Börsen zog den Markt im späten Handel ins Minus. Händler bezeichneten das Geschäft jedoch als insgesamt lustlos. "Selbst die EZB-Entscheidung und -Aussagen haben hier nicht für Bewegung gesorgt", sagte ein Händler. Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen und erneut die Inflationsrisiken betont. Schon am Vorabend hatte es zur Zinsentscheidung der US-Notenbank geheißen, dass Inflation nun immer deutlicher thematisiert werde. Die Entscheidung der Bank of England, den Zinssatz um 25 Basispunkte zu erhöhen, war ebenfalls erwartet worden. Die US-Konjunkturdaten ergaben hingegen kein einheitliches Bild, hieß es im Handel. Während das Handelsbilanzdefizit im März über Erwartung lag, gingen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich um 9.000 zurück, während mit einem Anstieg um 10.000 gerechnet worden war. Zudem stieß der Anstieg der US-Importpreise auf Missfallen: Sie legten um 1,3% zu anstelle erwarteter 0,9%. Insgesamt seien dies schlechte Nachrichten für Marktteilnehmer, die auf sinkende US-Zinsen setzen würden, resümmierte ein Händler. Technische Analysten sehen den DAX unterstützt bei 7.380 Punkten, auf Widerstand treffe er beim Jahreshoch bei 7.539 Punkten. Im Blick standen vor allem Quartalszahlen: Die T-Aktie schloss unverändert bei 12,65 EUR, obwohl die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nun den Streikbeginn ankündigte. An der Börse standen jedoch vor allem die Zahlen im Blick: Der Nettogewinn enttäuschte, die Kundenverluste im Festnetzbereich lagen jedoch im Rahmen der Erwartungen. Stützend wirkten die Kundengewinne von T-Mobile in den USA, die deutlich über den Erwartungen lagen. Kräftig nach oben ging es dagegen für Hypo Real Estate nach Bekanntgabe der Quartalszahlen. Das Papier sprang um 6,7% auf 52,73 EUR. Nach Einschätzung der NordLB waren die Daten über den Erwartungen ausgefallen. Auch andere Häuser äusserten sich positiv. Die Stärke des Kursanstiegs begründeten Händler mit Fondskäufen: "Die Immobilien-Branche war ausser Mode geraten und bei vielen Anlegern untergewichtet". Am Tag der Hauptversammlung stiegen MAN um 0,3% auf 103,88 EUR. Der Konzern hat die mittelfristigen Renditeziele erhöht. Zugleich forderte MAN eine Nutzfahrzeug-Allianz mit Scania und VW auf "Augenhöhe". BMW sprangen um 3,2% auf 48,94 EUR und profitierten davon, dass Goldman Sachs die Aktie auf die "Conviction Buy-List" gesetzt hat. Unter Druck standen hingegen die Versorger: E.ON verloren 2% auf 110,20 EUR und RWE 1,7% auf 77,97 EUR. Allerdings standen sämtliche europäischen Versorger am Berichtstag auf der Verkaufsliste, hieß es im Handel. Die hohe Gewichtung dieser Index-Schwergewichte war zum großen Teil für die DAX-Verluste verantwortlich. In der zweiten Reihe verloren EADS 0,8% auf 23,25 EUR, obwohl die ausgewiesenen Ergebniseckdaten mit "besser als erwartet" beurteilt wurden. Zudem vermeldete der Flugzeughersteller, dass es zahlreiche Interessenten für die zum Verkauf stehenden Werke gebe. Positiv wurden die Quartalszahlen von Premiere aufgenommen; die Aktie legte um 1,4% auf 15,90 EUR zu. Mit dem Quartalsausweis habe Premiere gezeigt, unter schwierigen Marktbedingungen wirtschaften zu können, so ein Analyst. Das Unternehmen habe beim Nettogewinn deutlich den Konsens übertroffen und sei in die Gewinnzone gerutscht. Nur "in line", hieß es dagegen zu den Zahlen von IVG. Die Aktien stiegen um 0,7% auf 32 EUR glatt. Von kräftigen Gewinnmitnahmen wurden K+S und Rhön-Klinikum heimgesucht, beide verloren rund 4%. Im TecDAX gaben AT&S nach wie erwartet ausgefallenen Zahlen um 2,4% nach auf 19 EUR glatt.DJG/mod/ros

FRANKFURT (Dow Jones)--Leichter sind die deutschen Aktien am Donnerstag aus dem Handel gegangen. Der DAX verlor 0,8% oder 61 auf 7.415 Punkte. Umgesetzt wurden 6,98 (Mittwoch: 6,6) Mrd EUR. Ein deutlicher Rückgang der US-Börsen zog den Markt im späten Handel ins Minus. Händler bezeichneten das Geschäft jedoch als insgesamt lustlos. "Selbst die EZB-Entscheidung und -Aussagen haben hier nicht für Bewegung gesorgt", sagte ein Händler. Die Europäische Zentralbank hatte den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen und erneut die Inflationsrisiken betont. Schon am Vorabend hatte es zur Zinsentscheidung der US-Notenbank geheißen, dass Inflation nun immer deutlicher thematisiert werde. Die Entscheidung der Bank of England, den Zinssatz um 25 Basispunkte zu erhöhen, war ebenfalls erwartet worden. Die US-Konjunkturdaten ergaben hingegen kein einheitliches Bild, hieß es im Handel. Während das Handelsbilanzdefizit im März über Erwartung lag, gingen die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe deutlich um 9.000 zurück, während mit einem Anstieg um 10.000 gerechnet worden war. Zudem stieß der Anstieg der US-Importpreise auf Missfallen: Sie legten um 1,3% zu anstelle erwarteter 0,9%. Insgesamt seien dies schlechte Nachrichten für Marktteilnehmer, die auf sinkende US-Zinsen setzen würden, resümmierte ein Händler. Technische Analysten sehen den DAX unterstützt bei 7.380 Punkten, auf Widerstand treffe er beim Jahreshoch bei 7.539 Punkten. Im Blick standen vor allem Quartalszahlen: Die T-Aktie schloss unverändert bei 12,65 EUR, obwohl die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di nun den Streikbeginn ankündigte. An der Börse standen jedoch vor allem die Zahlen im Blick: Der Nettogewinn enttäuschte, die Kundenverluste im Festnetzbereich lagen jedoch im Rahmen der Erwartungen. Stützend wirkten die Kundengewinne von T-Mobile in den USA, die deutlich über den Erwartungen lagen. Kräftig nach oben ging es dagegen für Hypo Real Estate nach Bekanntgabe der Quartalszahlen. Das Papier sprang um 6,7% auf 52,73 EUR. Nach Einschätzung der NordLB waren die Daten über den Erwartungen ausgefallen. Auch andere Häuser äusserten sich positiv. Die Stärke des Kursanstiegs begründeten Händler mit Fondskäufen: "Die Immobilien-Branche war ausser Mode geraten und bei vielen Anlegern untergewichtet". Am Tag der Hauptversammlung stiegen MAN um 0,3% auf 103,88 EUR. Der Konzern hat die mittelfristigen Renditeziele erhöht. Zugleich forderte MAN eine Nutzfahrzeug-Allianz mit Scania und VW auf "Augenhöhe". BMW sprangen um 3,2% auf 48,94 EUR und profitierten davon, dass Goldman Sachs die Aktie auf die "Conviction Buy-List" gesetzt hat. Unter Druck standen hingegen die Versorger: E.ON verloren 2% auf 110,20 EUR und RWE 1,7% auf 77,97 EUR. Allerdings standen sämtliche europäischen Versorger am Berichtstag auf der Verkaufsliste, hieß es im Handel. Die hohe Gewichtung dieser Index-Schwergewichte war zum großen Teil für die DAX-Verluste verantwortlich. In der zweiten Reihe verloren EADS 0,8% auf 23,25 EUR, obwohl die ausgewiesenen Ergebniseckdaten mit "besser als erwartet" beurteilt wurden. Zudem vermeldete der Flugzeughersteller, dass es zahlreiche Interessenten für die zum Verkauf stehenden Werke gebe. Positiv wurden die Quartalszahlen von Premiere aufgenommen; die Aktie legte um 1,4% auf 15,90 EUR zu. Mit dem Quartalsausweis habe Premiere gezeigt, unter schwierigen Marktbedingungen wirtschaften zu können, so ein Analyst. Das Unternehmen habe beim Nettogewinn deutlich den Konsens übertroffen und sei in die Gewinnzone gerutscht. Nur "in line", hieß es dagegen zu den Zahlen von IVG. Die Aktien stiegen um 0,7% auf 32 EUR glatt. Von kräftigen Gewinnmitnahmen wurden K+S und Rhön-Klinikum heimgesucht, beide verloren rund 4%. Im TecDAX gaben AT&S nach wie erwartet ausgefallenen Zahlen um 2,4% nach auf 19 EUR glatt.DJG/mod/ros

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