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27.10.2010

XETRA-SCHLUSS/Leichter - Licht und Schatten bei Quartalszahlen

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem wechselhaftem Handelsverlauf leichter geschlossen. Wieder gab es zahlreiche Quartalszahlen, die bei den Einzelwerten für teilweise deutliche Schwankungen sorgten. Zudem gab es mehrere Übernahmegerüchte, denen Händler aber nur wenig Relevanz beimaßen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch nach einem wechselhaftem Handelsverlauf leichter geschlossen. Wieder gab es zahlreiche Quartalszahlen, die bei den Einzelwerten für teilweise deutliche Schwankungen sorgten. Zudem gab es mehrere Übernahmegerüchte, denen Händler aber nur wenig Relevanz beimaßen.

Zudem wirft die Sitzung der US-Notenbank Federal Reserve in der kommenden Woche ihre Schatten voraus. Die Möglichkeit, dass die erwartete Ausweitung der Geldmenge geringer ausfallen könnte als bislang erwartet, stützte den Dollar und belastete den Markt. Der DAX verlor 0,7% oder 46 auf 6.568 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 114,1 (Vortag: 91,7) Mio Aktien im Wert von rund 3,74 (Vortag: 3,11) Mrd EUR.

Die Auftragseingänge für langlebige Wirtschaftsgüter in den USA und die US-Neubaubeginne blieben am Nachmittag ohne Auswirkungen, obwohl beide über den Erwartungen lagen. "Trotz der positiven Daten wäre es angesichts des sehr niedrigen Niveaus bei den Hausverkäufen verfrüht, von einer Belebung des US-Immobilienmarktes zu sprechen", kommentierte ein Volkswirt der Postbank die Neubaubeginne.

Für die Deutsche Bank ging es nach Vorlage der Quartalszahlen um 1% auf 41,59 EUR nach oben. Das Nettoergebnis fiel mit einem Minus von 1,2 Mrd EUR etwas besser als erwartet aus. Den Ausblick für 2011, einen Vorsteuergewinn in Höhe von 10 Mrd EUR, stufte Silvia Quandt Research als "ambitioniert" ein. Positiv hoben dagegen die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods die Details zum Effizienzprogramm hervor, mit dem der Vorsteuergewinn 2011 um 500 Mio EUR gesteigert werden soll.

Lufthansa konnten die ohnehin optimistischen Erwartungen des Marktes deutlich übertreffen. Das günstige Umfeld und die bisherigen Verkehrszahlen hätten zwar gute Ergebnisse nahegelegt, doch das Ausmaß, in dem die Prognosen übertroffen worden seien, sei erstaunlich, meinte ein Analyst mit Blick auf die am Abend veröffentlichten Zahlen zu den ersten neun Monaten. Auch der Ausblick sei extrem zuversichtlich, was angesichts der konservativen Prognosen der Lufthansa überrascht habe. Die Aktie gewann 1,9% auf 15,43 EUR.

Es gab aber auch Enttäuschungen am Markt, wie von SAP. Zwar konnte der Software-Konzern aus Walldorf bei den Kernerlösen dank anziehender Nachfrage wie erwartet um rund 20% zulegen, die Analystenprognosen beim operativen Gewinn wurden jedoch verfehlt. SAP verloren 2,8% auf 37,23 EUR und waren damit größter Tagesverlierer im DAX.

Als solide und etwas besser als erwartet bezeichnete die LBBW das vorläufige bereinigte EBIT von E.ON in den ersten neun Monaten. Analyst Bernhard Jeggle rechnet aber mit einem "sehr schwachen" vierten Quartal vor allem wegen der anhaltenden Schwäche im Gasgeschäft vor dem Hintergrund niedriger Gaspreise. Die Aktie verlor 0,7% auf 22,22 EUR.

Eine ganze Reihe von positiven Analystenkommentaren beflügelte die Aktie des Düngemittelherstellers K+S, die um 2,4% auf 49,41 EUR zulegte. Merck KGaA verloren dagegen 2,8% auf 58,28 EUR. "Die Perspektiven für Flüssigkristalle bleiben noch bis zum Jahresende eingetrübt", meinte ein Marktteilnehmer.

Krones büßten 5% auf 39,92 EUR ein. Die am Morgen vorgelegten Zahlen bewegten sich zwar im Rahmen der Erwartungen. Allerdings konnte der Auftragseingang die Erwartungen nicht erfüllen. Praktiker fielen nach einer erneuten Rücknahme der Prognose um 1,6% auf 6,67 EUR zurück.

Vossloh legten zwar sehr gute Zahlen vor, überzeugten damit aber nicht ganz. Gewünscht hätte sich Eerik Budarz, Analyst bei Silvia Quandt Research, eine Anhebung des Ausblicks. Die Aktie verlor 1,9% auf 83,68 EUR. Im TecDAX überzeugten dagegen Kontron mit besser als erwarteten Zahlen und gewannen 1,5% auf 7,10 EUR.

DJG/mif/ros

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