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23.07.2012

XETRA-SCHLUSS/Massive Verluste zu Wochenbeginn dank Eurokrise

FRANKFURT--Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag einen weiteren Rückschlag erlitten. Mit 3,2 Prozent auf 6.419 Punkte entwickelte sich der DAX noch schwächer als der Euro-Stoxx-50, der um 2,6 Prozent fiel. Die Finanzkrise sorgte für erneute Verwerfungen, nachdem es schon am Freitag zu deutlichen Verlusten gekommen war. Das Magazin "der Spiegel" hatte berichtet, dass der Internationale Währungsfonds nicht mehr bereit sei, weitere Gelder für die Griechenlandhilfe zur Verfügung zu stellen. Damit droht dem Land die Pleite.

FRANKFURT--Der deutsche Aktienmarkt hat am Montag einen weiteren Rückschlag erlitten. Mit 3,2 Prozent auf 6.419 Punkte entwickelte sich der DAX noch schwächer als der Euro-Stoxx-50, der um 2,6 Prozent fiel. Die Finanzkrise sorgte für erneute Verwerfungen, nachdem es schon am Freitag zu deutlichen Verlusten gekommen war. Das Magazin "der Spiegel" hatte berichtet, dass der Internationale Währungsfonds nicht mehr bereit sei, weitere Gelder für die Griechenlandhilfe zur Verfügung zu stellen. Damit droht dem Land die Pleite.

Beruhigende Äußerungen der Verantwortlichen verfehlten ihre Wirkung. "Der IWF unterstützt Griechenland dabei, seine wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu überwinden", sagte ein IWF-Sprecher. Bei der Fortsetzung der Expertenmission von EU-Kommission, IWF und Europäischer Zentralbank (EZB) in Griechenland soll ab Dienstag diskutiert werden, wie die stockenden Reformen fortgesetzt werden könnten. Politiker schließen das Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone indes nicht mehr aus. "Für mich hat ein Austritt Griechenlands längst seinen Schrecken verloren", sagte Wirtschaftsminister Philipp Rösler am Sonntag in der ARD.

Auch die Lage Spaniens sorgte für negative Schlagzeilen. Zunehmend geraten die einzelnen spanischen Regionen in finanzielle Schieflagen. Madrid geht davon zudem aus, dass die spanische Wirtschaft auch im kommenden Jahr schrumpfen wird. Anleger befürchten, dass das Land um eine Rettungsaktion wie in Portugal und Irland nicht herumkommen wird. "Sollte der Abverkauf am spanischen Anleihemarkt weiter anhalten, wird das Land den Zugang an den Kapitalmarkt verlieren", sagt Christian Schulz, Volkswirt bei der Berenberg Bank.

Die deutlichen Verluste am deutschen Aktienmarkt hatten noch einen anderen Grund. Die spanischen Regulierungsbehörden hatten ein Leerverkaufsverbot für alle Aktien für drei Monate erlassen, die italienische Finanzaufsicht untersagte Leerverkäufe von Finanzwerten für eine Woche. Nach dem Motto "was nicht erlaubt ist, gefällt", schossen sich die Spekulanten auf deutsche Aktien ein, so dass der DAX am Nachmittag noch weiter fiel.

Die Banken- und Versicherungsaktien erlitten daher deutliche Verluste. An der Spitze der Verlustbringer stand die Aktie der Commerzbank mit 6,1 Prozent Minus. Sie schrammte damit nur knapp an einem neuen Allzeittief vorbei. Auch die Automobilwerte und die Titel der Zulieferer mussten klare Verluste hinnehmen. "Die konjunkturelle Eintrübung und die Schuldenkrise in der Eurozone wirken sich nun doch stärker aus", meinte ein Marktteilnehmer. Dieses Bild bestätigte ein Bericht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Dort war die Rede von einer "Rabattschlacht am Automarkt". Der heimische Automarkt dürfte sich in der zweiten Jahreshälfte noch schwächer als bisher gedacht entwickeln. Die Aktie von Leoni fiel um 3,4 Prozent, obwohl das Unternehmen an seiner Prognose für ein Rekordergebnis in diesem Jahr festhielt. Daimler büßten 2,9 und BMW 2,8 Prozent ein.

Selbst die sonst so stabile Aktie von Fresenius kam unter Druck und sank um 3,8 Prozent. Der Gesundheitskonzern hat in den USA erneut zugekauft. Die Bad Homburger übernehmen den US-Anbieter von Transfusionstechnologie Fenwal Holdings und steigen damit zum Weltmarktführer in diesem Geschäftsfeld auf. Solarworld hat drohende Probleme mit der möglichen Verletzung ihrer Kreditverträge abgewendet, die Aktie kletterte um 3,6 Prozent.

=== INDEX zuletzt +/- % DAX 6.419,33 -3,18% DAX-Future 6.414,00 -3,32% XDAX 6.411,15 -3,32% MDAX 10.426,54 -3,52% TecDAX 745,26 -3,03% SDAX 4.826,34 -2,23% === Kontakt zum Autor: maerkte.de@dowjones.com DJG/mif/flf

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