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25.10.2011

XETRA-SCHLUSS/Nervosität vor EU-Gipfel sorgt für volatile Kurse

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag, einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel, erneut zwischen Hoffen und Bangen geschwankt. Herrschte zunächst noch Zuversicht, nahm am Nachmittag wieder die Verunsicherung zu. Anlass war eine Meldung, wonach das vorbereitende Treffen der EU-Finanzminister am Mittwoch abgesagt worden ist. Darauf hin ging es mit dem DAX deutlich nach unten, bevor die Kurse sich wieder fingen.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Dienstag, einen Tag vor dem EU-Gipfel in Brüssel, erneut zwischen Hoffen und Bangen geschwankt. Herrschte zunächst noch Zuversicht, nahm am Nachmittag wieder die Verunsicherung zu. Anlass war eine Meldung, wonach das vorbereitende Treffen der EU-Finanzminister am Mittwoch abgesagt worden ist. Darauf hin ging es mit dem DAX deutlich nach unten, bevor die Kurse sich wieder fingen.

Denn was die Absage bedeutet, ist noch nicht klar. Möglicherweise sei eine Vorbereitung durch die Finanzminister nicht mehr nötig, weil eine Einigung schon weitgehend erzielt worden sei, merkte ein Markteilnehmer an.

Auf dem Treffen der europäischen Staats- und Regierungschefs soll ein Masterplan zur Lösung der Schuldenkrise erarbeitet werden. Dabei geht es darum, in welchem Umfang die Banken rekapitalisiert werden und welche Beteiligung an einem griechischen Schuldenschnitt man ihnen aufbürdet. Darüber hinaus muss darüber entschieden werden, wie die Schlagkraft des Euro-Rettungsfonds erhöht werden kann.

Der DAX verlor 0,1% oder 9 auf 6.047 Punkte, nachdem er im Tagestief schon bis auf 5.971 Punkte gefallen war. Das Tageshoch lag bei 6.158 Punkten. Umgesetzt wurden an DAX-Titeln auf Xetra rund 172,0 (Vortag: 143,5) Mio Aktien im Wert von rund 3,33 Mrd EUR.

Für die Verluste waren auch enttäuschende US-Konjunkturdaten verantwortlich. Der Index für das Verbrauchervertrauen ist im Oktober deutlich gesunken. Die Stimmung ist damit beinahe so schlecht wie in der Rezession 2008/2009. "Angesichts der hohen Arbeitslosigkeit und der schwachen Einkommensentwicklung sind vom privaten Verbrauch in den USA nach wie vor keine Wunder zu erwarten", merkte Volkswirt Thilo Heidrich von der Postbank an.

Im Blickpunkt standen aber auch die Zahlen der Deutschen Bank für das dritte Quartal. Gemessen am düsteren Umfeld habe das Kreditinstitut einen soliden Gewinn erwirtschaftet, sagte Michael Rohr, Analyst bei Silvia Quandt Research. Alle Kostensenkungsprogramme seien in der Spur und das Kreditinstitut habe prompt reagiert, um sich den gegenwärtigen Marktbedingungen anzupassen. Deutsche Bank stiegen um 0,3% auf 28,55 EUR.

Enttäuschende Zahlen des britischen Konsumgüterherstellers Reckitt Benckiser ließen dagegen Henkel um 1,1% auf 44,10 EUR sinken. Deutsche Telekom verloren 0,5% auf 9,10 EUR und neigten damit weiterhin zur Schwäche. Bereits am Montag hatte der Konzern mitgeteilt, dass sich das Neukundengeschäft in Deutschland schleppend gestalte. Daher gibt es Befürchtungen, dass die Jahresprognose womöglich nicht erfüllt werden könnte. Überhaupt neigten die defensiven Werte etwas zur Schwäche. Merck KGaA verloren 2,1% auf 59,98 EUR. Das Pharma- und Spezialchemieunternehmen wird am Mittwoch über die Geschäfte im vergangenen Quartal berichten.

Für Heidelberger Druckmaschinen ging es um 11,7% auf 1,40 EUR nach unten. Der Anlagenbauer hatte seinen Ausblick auf das Geschäftsjahr 2011/12 kassiert. Das Ziel eines ausgeglichenen Vorsteuerergebnisses kann wegen der konjunkturellen Aussichten voraussichtlich nicht erreicht werden. Auch der deutsche Druck-Fachverband spricht von einem schwieriger gewordenen Umfeld.

Bedeckte Aussichten sorgten auch im TecDAX für Verdruß. Kontron gaben nach Vorlage der Zahlen um 2,1% auf 5,17 EUR nach. "Das dritte Quartal wie erwartet, aber der Margenausblick auf das Schlussvierteljahr problematisch", sagte Silvia-Quandt-Analyst Eerik Budarz. Vor diesem Hintergrund erscheine das Erreichen der Zielsetzung für das Gesamtjahr schwierig.

Dialog Semiconductor verbilligten sich um 5,9% auf 14,30 EUR. "Umsatz deutlich besser als erwartet, Gewinn leicht über der Prognose", kommentierte Veysel Taze, Analyst bei Close Brothers Seydler Research, die Geschäftszahlen des Unternehmens. Allerdings warnte der Halbleiterhersteller davor, dass die Bruttomarge im Schlussvierteljahr weiterhin unter Druck stehen werde.

DJG/mif/ros

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