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06.09.2011

XETRA-SCHLUSS/Nochmals schwächer - Bayer geraten unter die Räder

FRANKFURT (Dow Jones)--Auch am Dienstag war für die Optimisten am deutschen Aktienmarkt nicht viel zu holen. Die Kurse weiteten die jüngste Verluststrecke auf vier Tage aus. Der DAX verlor 1% oder 52 Punkte auf 5.194. Das ist der niedrigste Stand seit dem 28. Juli 2009. Hohe Kursverluste bei Banken und Versicherern und ein am Nachmittag immer mehr abbröckelnder Euro legen den Schluss nahe, dass erneut die Furcht vor Schuldnerausfällen in der Eurozone das beherrschende Thema am Markt war.

FRANKFURT (Dow Jones)--Auch am Dienstag war für die Optimisten am deutschen Aktienmarkt nicht viel zu holen. Die Kurse weiteten die jüngste Verluststrecke auf vier Tage aus. Der DAX verlor 1% oder 52 Punkte auf 5.194. Das ist der niedrigste Stand seit dem 28. Juli 2009. Hohe Kursverluste bei Banken und Versicherern und ein am Nachmittag immer mehr abbröckelnder Euro legen den Schluss nahe, dass erneut die Furcht vor Schuldnerausfällen in der Eurozone das beherrschende Thema am Markt war.

Maßnahmen der Schweizer Nationalbank (SNB) zur Abwertung des Franken konnten die Aktienkurse auch am deutschen Markt bis zum Mittag noch stützen, dann aber drehten diese wieder Richtung Süden. Der Franken hat in den vergangenen Monaten stark aufgewertet und die Erträge schweizerischer Unternehmen geschmälert. Gewinnwarnungen waren die Folge. Mit dem von der SNB erklärten Mindestkurs von 1,20 CHF je Euro könnte sich die Situation nun entspannen, meinten Händler.

Auch eine etwas besser als erwartet ausgefallene Umfrage unter Einkaufsmanagern in den USA im August konnte die Sorgen der Investoren um eine Rezession nicht ausräumen. Die Umsätze legten nochmals zu: Auf Xetra wurden in den 30 DAX-Titeln rund 218 Mio Aktien im Gesamtwert von 4,08 Mrd EUR gehandelt. Am Montag waren es 198,9 Mio Aktien für 3,81 Mrd EUR.

Öl ins Feuer goss am Nachmittag eine kritische Stellungnahme der US-Gesundheitsbehörde FDA zu dem von Bayer entwickelten Hoffnungsträger "Xarelto". Es mangele an substanziellen Belegen, dass der Gerinnungshemmer zur Prävention von Schlaganfällen bei Patienten mit Vorhofflimmern "den gewünschten Effekt" habe, ließ die Behörde wissen. Bayer brachen daraufhin zeitweise um bis zu 12% ein, konnten die Verluste aber etwas eingrenzen und schlossen 7,5% leichter bei 37,75 EUR. Als Schwergewicht im DAX lastete der Bayer-Abschlag aber dennoch auf dem Leitindex.

Gesucht waren vor allem als defensiv, also weniger konjunkturabhängig geltende Aktien wie Beiersdorf (+1,5%), Henkel (+2%), Fresenius Medical Care (+3,3%) und Fresenius (+1,4%). Auf den Verkaufslisten ganz oben standen dagegen einmal mehr Finanzwerte wie Allianz, Commerzbank und Deutsche Bank, die zwischen 0,9% und 3,4% nachgaben. Aareal Bank büßten 7,9% ein.

Papiere des Immobilien-Unternehmens Gagfah stiegen um 6,1% auf 4,08 EU, getrieben von der Ankündigung eines Aktienrückkaufprogramms. Daneben fielen auch bei den Nebenwerten einmal mehr die konjunkturabhängigen Titel wie Continental (-4,7%), Heidelberger Druck (-3,1%) und Leoni (-8,3%) bei Anlegern in Ungnade.

Evotec haussierten um 17,1% auf 2,155 EUR. Das Biotechnologie-Unternehmen will mit dem schweizerischen Pharmakonzern Roche ein Medikament gegen Alzheimer entwickeln. Phoenix Solar (-11,3%) und Roth & Rau (-5,5%) kamen unter Druck, beide Titel steigen aus dem TecDAX ab. Xing-Aktien, neben PSI eine der beiden Aufrücker in den TecDAX, stiegen um 2,7% auf 47 EUR.

DJG/bek/raz

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