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24.01.2008

XETRA-SCHLUSS/Rally-Schub macht Mut - DAX plus 5,9%

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Donnerstag zu einer massiven Kurserholung auf breiter Front gekommen. Der DAX gewann 5,9% oder 381,86 auf 6.821,07 Punkte und schloss damit nur knapp unter dem Tageshoch von 6.854,98 Punkten. Teilnehmer meinten, die Korrektur mit dem scharfen Kurseinbruch der vergangenen Tage sei vermutlich fürs erste ausgestanden.

FRANKFURT (Dow Jones)--Am deutschen Aktienmarkt ist es am Donnerstag zu einer massiven Kurserholung auf breiter Front gekommen. Der DAX gewann 5,9% oder 381,86 auf 6.821,07 Punkte und schloss damit nur knapp unter dem Tageshoch von 6.854,98 Punkten. Teilnehmer meinten, die Korrektur mit dem scharfen Kurseinbruch der vergangenen Tage sei vermutlich fürs erste ausgestanden.

Nachbeben seien zwar in den kommenden Wochen möglich, hieß es. Denn eine längerfristige Bodenbildung benötige vermutlich Zeit. Die Mittwoch-Tiefs mit dem Future-Tief aus dem Späthandel von 6.380 Punkten sollten allerdings zumindest mittelfristig nicht mehr unterschritten werden.

Erleichtert nahmen Anleger nun auch eine erste Erklärung zum Kurssturz von Montag bis Mittwoch auf. Anscheinend habe die Societe Generale wegen eines mutmaßlichen Betrugsfalls in Europa Positionen von 50 Mrd EUR bis 100 Mrd EUR zwangsliquidiert. Das Gute daran sei, dass ein Stück der Unsicherheit wegen des extremen Kursverfalls vom Markt genommen sei.

Widerstände sehen Analysten nun bei 6.880 und 6.970 Punkten. Sollte der DAX den Freitag Richtung 7.000 Punkte beschließen, deute der Wochenchart auf deutliche Entspannung hin, heißt es. Nach unten sei der DAX um 6.750 Punkte unterstützt.

Der DAX profitierte mit den starken Gewinnen zum einen von den günstigen Vorlagen der US-Börsen und aus Asien. An Wall Street war es im Späthandel zu einer Schlussrally gekommen, die dem Index nach einem schwachen Start ein Plus von 2,5% beschert hatte. Daneben profitierte die Stimmung auch von einem nicht erwarteten Anstieg des ifo-Geschäftsklima-Index. Die Konjunkturängste ließen so etwas nach. Außerdem hoben gute Unternehmensberichte die Stimmung, so von Siemens und Nokia.

Besonders deutlich stiegen die Titel, die in den vergangenen Tagen sehr stark verloren hatten. So gewannen Allianz 11,3% auf 123,85 EUR. Allianz hat erste Zahlen zum vergangenen Jahr vorgelegt. Angesichts eines Gewinns von 8 Mrd EUR sprachen Analysten von starken Ergebnissen. Auch Deutsche Börse legten zweistellig zu, sie stiegen um 11,4% auf 114,13 EUR. Sal. Oppenheim hat die Aktie auf "Strong Buy" hochgestuft.

TUI gewannen nach der Dividendenankündigung 8,9% auf 14,51 EUR. Der Reiseveranstalter hat am Vorabend die Wiederaufnahme von Dividendenzahlungen angekündigt. Sie soll für das laufende Jahr bei 0,25 EUR liegen. Auch Münchener Rück und Metro legten um mehr als 8% zu, Deutsche Postbank gewannen sogar 9,5% auf 56,14 EUR.

Als stützend auch für den Gesamtmarkt erwiesen sich die vorbörslich veröffentlichten Quartalszahlen von Siemens. Diese wurden im Handel als "durchweg positiv bezeichnet". Besonders hervorzuheben seien der Ordereingang, das Ergebnis der fortgeführten Geschäftstätigkeit und das erhöhte Margenziel für die Energiesparte. Siemens legten um 2,5% auf 84,30 EUR zu. Gedämpft wurde der Kursanstieg von der nach wie vor schwelenden Korruptionsaffäre.

Zu den Zahlen der Deutschen Post vom Vorabend hieß es, dass sich diese im Rahmen der Erwartungen bewegten. Die gemeldete Abschreibung von rund 600 Mio EUR auf das US-Geschäft sei leicht positiv zu sehen, sagte ein Händler: "Hauptsache das Problem wird angegangen". Zum weiteren Vorgehen mit dem US-Geschäft mutmaßte ein Analyst, dass die Post wahrscheinlich eine Sanierung einem ebenfalls möglichen Verkauf vorziehe. Deutsche Post kamen um 4,4% auf 21,43 EUR voran.

Auch in der zweiten Reihe gab es Titel mit zweistelligen Gewinnen, so Hochtief, Deutz, Klöckner & Co, Krones, K+S, Wacker Chemie, Aixtron, Nordex sowie, nach Geschäftszahlen, AT&S und Software AG. TecDAX und MDAX gewannen beide gut 5%.

-Von Herbert Rude, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 29725 217, herbert.rude@dowjones.com DJG/hru/ros

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