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12.04.2011

XETRA-SCHLUSS/Schwach - Kräftige Gewinnmitnahmen in Zyklikern

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel gegangen. Frühe Nachrichten über die Hochstufung der Nuklearkatastrophe in Fukushima auf den Höchstwert "7" wie in Tschernobyl wurden vom Markt zum Anlass für Gewinnmitnahmen genommen. Der DAX brach darauf aus seiner Seitwärtsspanne nach unten aus. Ebenfalls belastend wirkte der Beginn der US-Berichtssaison mit den am Vorabend veröffentlichten Quartalszahlen von Alcoa. Der Gewinn des Aluminiumkonzerns war zwar etwas besser als erwartet ausgefallen, allerdings verfehlten Umsätze und Margen die Erwartungen. Die kräftige Korrektur der Rohstoffpreise sorgte daneben für die Auflösung von Risikopositionen. Der Ölpreis stürzte am Abend noch um rund 4 USD ab.

FRANKFURT (Dow Jones)--Schwach ist der deutsche Aktienmarkt am Dienstag aus dem Handel gegangen. Frühe Nachrichten über die Hochstufung der Nuklearkatastrophe in Fukushima auf den Höchstwert "7" wie in Tschernobyl wurden vom Markt zum Anlass für Gewinnmitnahmen genommen. Der DAX brach darauf aus seiner Seitwärtsspanne nach unten aus. Ebenfalls belastend wirkte der Beginn der US-Berichtssaison mit den am Vorabend veröffentlichten Quartalszahlen von Alcoa. Der Gewinn des Aluminiumkonzerns war zwar etwas besser als erwartet ausgefallen, allerdings verfehlten Umsätze und Margen die Erwartungen. Die kräftige Korrektur der Rohstoffpreise sorgte daneben für die Auflösung von Risikopositionen. Der Ölpreis stürzte am Abend noch um rund 4 USD ab.

Unter Druck standen daher besonders Zykliker wie BASF und ThyssenKrupp. Ebenso die konjunkturabhängigen Nebenwerte im MDAX und die volatilen Titel des TecDAX. Der DAX verlor 1,4% oder 102 auf 7.103 Punkte. Auch der Umsatz lag kräftig über dem Vortag: In DAX-Titeln auf Xetra gingen rund 145,5 (Vortag: 107,1) Mio Aktien im Wert von rund 4,54 (Vortag: 3,15) Mrd EUR um.

Keine Impulse gingen hingegen von Konjunkturdaten aus. Der ZEW-Index blieb zwar deutlich unter den Schätzungen der Volkswirte, doch überraschte das am Markt kaum. Der Index spiegele nur das Erdbeben in Japan und die Zinswende der EZB wider, hieß es. Diese beiden Faktoren seien von der Vormonatsumfrage noch nicht vollständig erfasst worden.

Auf der Verliererseite standen vor allem konjunkturabhängige Titel: Infineon fielen um 4,7% auf 7,01 EUR, ThyssenKrupp um 3,3% auf 29,40 EUR, HeidelCement um 2,7% auf 48,43 EUR und BASF um 2,8% auf 62,59 EUR. Auch Autowerte setzten ihre Verluststrecke fort: VW gaben um 1,6%, BMW um 0,8% und Daimler um 0,4% nach. Daimler wurden gestützt von Dividendenkäufen. Am Mittwoch ist Hauptversammlung, die Ausschüttung findet Donnerstag statt.

Commerzbank standen abermals mit Blick auf ihre anstehende Kapitalerhöhung unter Druck. Die Aktien verloren 4,7% auf 4,93 EUR.

Gewinner des kräftigen Ölpreis-Rückgangs waren Lufthansa. Die Aktien legten um 2,6% zu auf 14,88 EUR. Munich Re hielten sich dank einer Empfehlung der Analysten von Morgan Stanley. Die Aktien des Rückversicherers stiegen um 0,2% auf 115,40 EUR. Morgan Stanley hatte die Titel auf "Overweight" von "Equalweight" hochgestuft.

In der zweiten Reihe traf es alle Konjunkturzykliker und Aktien mit Herabstufungen. So gaben ElringKlinger und Gildemeister je rund 4,5% nach, Kloeckner & Co und Aurubis je über 3%. SGL Carbon verloren 4,8% auf 37,50 EUR, nachdem HSBC die Aktien auf "Underweight" von "Neutral" gesenkt hatte.

Celesio verloren 4,7% auf 16,75 EUR nach einer Kursziel-Senkung durch Morgan Stanley. Fraport gaben nach leicht enttäuschenden Verkehrszahlen 1,2% auf 50,60 EUR nach. Im März sank das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen verglichen mit dem entsprechenden Vorjahresmonat um 0,9%. Damit werde die Gesamtjahresprognose schwieriger zu erreichen sein, hieß es.

Im TecDAX wurden kräftig Gewinne mitgenommen in zuletzt gut gelaufenen Titeln. Kontron und Dialog Semiconductor verloren knapp 6%, QSC, Pfeiffer Vacuum und Solarworld wiesen Verluste von 4% und mehr auf.

DJG/mod/cln

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