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20.02.2008

XETRA-SCHLUSS/Schwach nach ruhigem Geschäft - US-Daten im Fokus

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch sehr schwach geschlossen. Der DAX verlor 1,5% oder 103 auf 6.900 Punkte. Umgesetzt wurden dabei im DAX-Xetra-Handel 177 (Vortag: 145) Mio Aktien. Die Verkäufe begründeten Händler mit den schwachen Vorlagen der Auslandsbörsen und dem weiter auf einem hohen Niveau liegenden Ölpreis. Zudem zeigte sich ein erneuter Rückgang der Risikobereitschaft am Kreditmarkt, nachdem Berichte kursierten, eine Tochter des Privat-Equity-Investors KKR erhalte keine Refinanzierung. Dies hatte den itraxx-Index für Kreditversicherungs-Derivate kräftig nach oben getrieben. Der Index gilt als Barometer für das Vertrauen der Marktteilnehmer untereinander.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch sehr schwach geschlossen. Der DAX verlor 1,5% oder 103 auf 6.900 Punkte. Umgesetzt wurden dabei im DAX-Xetra-Handel 177 (Vortag: 145) Mio Aktien. Die Verkäufe begründeten Händler mit den schwachen Vorlagen der Auslandsbörsen und dem weiter auf einem hohen Niveau liegenden Ölpreis. Zudem zeigte sich ein erneuter Rückgang der Risikobereitschaft am Kreditmarkt, nachdem Berichte kursierten, eine Tochter des Privat-Equity-Investors KKR erhalte keine Refinanzierung. Dies hatte den itraxx-Index für Kreditversicherungs-Derivate kräftig nach oben getrieben. Der Index gilt als Barometer für das Vertrauen der Marktteilnehmer untereinander.

Zudem sorgten die wichtigen US-Konjunkturdaten am Nachmittag für Abgaben. So sind die US-Verbraucherpreise im Januar um 0,4% gegenüber dem Vormonat gestiegen. Die Erwartung eines Anstiegs von lediglich 0,3% wurde damit übertroffen. "Die Daten untermauern unsere Einschätzung, dass die USA ein nicht zu unterschätzendes Inflationsproblem haben", meinten die Volkswirte der Postbank.

Außerdem reißen die schlechten Nachrichten vom US-Immobilienmarkt nicht ab. Die Januar-Zahlen zu den US-Baubeginnen und -genehmigungen sind schwach ausgefallen. "Die Talfahrt des US-Wohnungsbaus setzt sich damit zu Jahresbeginn in unverminderten Tempo fort. Diese könnte unseres Erachtens auch durchaus noch einige Monate anhalten", so Volkswirte.

Für Zurückhaltung sorgte auch der Umstand, dass am Abeend das Sitzungsprotokoll der US-Notenbank vom 29./30. Januar ("Fed-Minutes") veröffentlicht wird. Technische Analysten sehen den DAX bei rund 6.850 Punkten unterstützt.

Die guten Zahlen einiger Unternehmen vermochten den Markt nicht zu stützten. Deutsche Börse fielen trotz Rekordergebnissen um 2,6% auf 115,15 EUR. Teilnehmer monierten die Dividendenerhöhung, die geringer als erwartet ausgefallen sei. Auch Hypo Real Estate kamen unter Druck und gaben um 3,4% auf 18,16 EUR nach.

Deutsche Telekom ermäßigten sich um 3,1% auf 12,70 EUR. Grund waren neue Flat-Rates von Verizon und AT&T, die in den USA zu Margendruck führen dürften und bei den US-Telekomaktien zu kräftigen Abschlägen führten. Beide Unternehmen hatten angekündigt, mit neuen günstigen Angeboten und Pauschalpreisen um Kunden werben zu wollen. Lufthansa litten unter dem hohen Ölpreis und sanken um 1,7% auf 15,38 EUR.

Die Meldung eines Rückkaufs eigener Aktien im Umfang von bis zu 2,5 Mrd EUR stützte RWE nur kurzzeitig. "Möglicherweise hat die angekündigte Dividende von 3,15 EUR je Aktie etwas enttäuscht", meinte ein Marktteilnehmer. Hier habe es höhere Erwartungen gegeben. RWE fielen um 2,9% auf 85,46 EUR.

Anders Allianz: Die Aktie legte um 0,1% auf 117,49 EUR zu. Händler verwiesen auf überraschend gute Zahlen des niederländischen Versicherers ING. Fresenius Medical Care stiegen nach robusten Zahlen um 2,5% auf 35,70 EUR und waren damit Tagesgewinner im DAX. Die Erwartungen seien damit zuverlässig erfüllt worden, hieß es im Handel. Zudem bestätigten die Analysten von Merrill Lynch die Aktie mit "Buy" und Kursziel 43 EUR.

Die günstigen Vorlagen von Intel stabilisierten laut Händlern auch Infineon etwas. Der Kurs zog um 0,6% auf 5,43 EUR an. ThyssenKrupp profitierten von einem massiven Aktienrückkauf bei Arcelor-Mittal. Die Aktie verlor lediglich 0,2% auf 34,48 EUR. Zunächst waren wegen des Tarifabschlusses von über 5% Ängste über Margendruck aufgekommen.

Die Zahlen von MLP zum vierten Quartal 2007 erfüllten die Erwartungen von UniCredit nur teilweise. Die eigene EBIT-Vorgabe habe das Unternehmen erreicht, aber nicht die angestrebte Zahl an Beratern. Die Aktie verlor 9% auf 10,06 EUR. Die Bauwerte litten unter Gewinnmitnahmen. Leoni profitierten hingegen von einer Hochstufung durch die Deutsche Bank auf "Halten" nach "Verkaufen" und sprangen um 7,2% auf 28,53 EUR.

Im TecDAX kamm es vor allem bei den Solarwerten zu Gewinnmitnamhmen. Der Sektor hatte zuletzt deutlich zugelegt.

DJG/mif/ros

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