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01.08.2007

XETRA-SCHLUSS/Schwach nach volatilem Geschäft

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch schwach geschlossen und dabei eine kleine Achterbahnfahrt hingelegt. Der DAX gab um 1,5% bzw 110 auf 7.474 Punkte nach, wobei das Tagestief bei 7.396 und das Tageshoch bei 7.545 gelegen hatten. Gehandelt wurden Aktien im Wert von 10,10 (Dienstag: 10,15) Mrd EUR. Das bestimmende Thema war weiterhin die Immobilienkrise in den USA. Am Dienstag war die Aktie der US-Hypothekenbank American Home Mortgage an Wall Street wegen Liquiditätsproblemen um 90% eingebrochen. Damit wuchs die Sorge unter Investoren, dass sich die Krise am US-Hypothekenmarkt auch auf Kredite mit hoher Bonität und die Realwirtschaft ausweiten könnte.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Mittwoch schwach geschlossen und dabei eine kleine Achterbahnfahrt hingelegt. Der DAX gab um 1,5% bzw 110 auf 7.474 Punkte nach, wobei das Tagestief bei 7.396 und das Tageshoch bei 7.545 gelegen hatten. Gehandelt wurden Aktien im Wert von 10,10 (Dienstag: 10,15) Mrd EUR. Das bestimmende Thema war weiterhin die Immobilienkrise in den USA. Am Dienstag war die Aktie der US-Hypothekenbank American Home Mortgage an Wall Street wegen Liquiditätsproblemen um 90% eingebrochen. Damit wuchs die Sorge unter Investoren, dass sich die Krise am US-Hypothekenmarkt auch auf Kredite mit hoher Bonität und die Realwirtschaft ausweiten könnte.

Von diesen Bedenken wurden die zumeist guten Quartalszahlen überlagert. Zwar gab es zwischenzeitliche Erholungsansätze, doch sorgten am Nachmittag Belastungsfaktoren wie der auf ein Rekordhoch gestiegene Ölpreis für erneut sinkende Notierungen. Die US-Konjukturdaten neigten ebenfalls zur Schwäche. So sank der nationale Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe im Juli kräftiger als erwartet von 56,0 auf 53,8 Punkte.

Aus technischer Sicht könnte der DAX nun in den kommenden Tagen bis auf die 200-Tage-Linie bei 7.040 Punkten zurückfallen, meint Dirk Oppermann von der DZ Bank. Kurzfristig sei der DAX bei 7.370 Punkten unterstützt, ein Widerstand liege erst bei 7.600 Punkten. Die Flucht der Investoren in "sichere Häfen" zeigt sich am Rentenmarkt: Der Bund-Future ist im frühen Handel auf den höchsten Stand seit Mitte Mai gestiegen.

Die zahlreichen am Berichtstag veröffentlichten Quartalsberichte der Unternehmen spielten nur eine begrenzte Rolle. So fielen Henkel um 3,5% auf 38,46 EUR, obwohl die Quartalszahlen im Rahmen der Erwartungen ausgefallen waren. Der Kursverlust von Henkel sei aber nicht auf die Quartalszahlen allein zurückzuführen, hieß es im Handel. "Eher belastete, dass sie bei dem Chemiekonzern ICI nicht zum Zuge kommen könnten", so ein Teilnehmer. Deutsche Börse fielen nach ihrem mit Enttäuschung aufgenommenen Quartalsbericht um 5,2% auf 81,06 EUR.

Lange Gesichter gab es auch bei BMW. "Das Unternehmen bietet für einen Premium-Hersteller zu wenig", meinte ein Analyst mit Blick auf den Halbjahresbericht. Das Vorsteuerergebnis im Autobereich habe enttäuscht. Die Marge von 5,6% sei zu niedrig und leide weiter unter den Rohstoffpreisen und der Währungsentwicklung. Die Aktie verlor 5% auf 43,53 EUR. VW stiegen hingegen um 1,3% auf 134,21 EUR. Händler führten die Gewinne auf Anschlusskäufe zurück. "Die Nachrichtenlage ist einfach sehr günstig", meinte ein Marktteilnehmer unter Verweis auf die jüngsten guten Quartalszahlen und die Möglichkeit einer weiteren Anteilserhöhung durch Porsche.

Deutsche Bank büßten 2,1% auf 98,80 EUR ein, nachdem die Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen hatten. Unter anderem hätten der bessere Provisionsüberschuss als auch das Handelsergebnis zu den positiven Zahlen beigetragen, meinte ein Analyst. BASF vermochten ebenfalls zu überzeugen. Die operative Entwicklung im zweiten Quartal lag für Merck Finck über den Schätzungen. Das starke organische Umsatz-Wachstum sei von allen Segmenten außer Öl & Gas getrieben worden, am stärksten von Chemie und Kunststoffen. Trotzdem fiel die Aktie um 2,3% auf 93,15 EUR.

Continental sanken um 1,9% auf 104 EUR "Die Zahlen von Continental waren sehr gut", sagte ein Analyst. Das gelte sowohl für das EBIT als auch für den Vorsteuergewinn. Metro stiegen um 1,1% auf 57,64 EUR, nachdem die Halbjahreszahlen die Erwartungen getroffen hatten. Die UniCredit bestätigte die Aktie mit "Kaufen".

In der zweiten Reihe kamen Hugo Boss mit einem Minus von 0,7% auf 43,92 EUR glimpflich davon. Sehr gute Quartalszahlen stützten hier laut Händlern. Gegen den Trend stiegen Deutz sogar um 5,6% auf 10,00 EUR. Teilnehmer sprachen von "hervorragenden" Zahlen. Im TecDAX verloren Singulus nach Zahlen indes 3,5% auf 8,67 EUR. Die Analysten der UniCredit zeigten sich enttäuscht. Epcos gaben nach dem Ausweis von Quartalszahlen 4,4% auf 14,30 EUR nach. Diese hätten sich im Rahmen der Erwartungen bewegt, so ein Analyst.

DJG/mif/reh

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