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22.01.2010

XETRA-SCHLUSS/Schwächer - DAX weitet Korrektur aus

22.01.2010
FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag schwächer geschlossen und damit die Handelswoche mit deutlichen Verlusten beendet. Auf dem Markt lasteten erneut die Ankündigungen des US-Präsidenten Barack Obama zur Regulierung des US-Finanzsystems. Marktteilnehmer wollen nicht ausschließen, dass es in der kommenden Woche zu weiteren Abgaben kommen könnte. Charttechnisch seien der Bereich von 5600 bis 5.650 und der Aufwärtstrend bei 5.480 Punkten die nahe liegenden Zielmarken.

FRANKFURT (Dow Jones)--Der deutsche Aktienmarkt hat am Freitag schwächer geschlossen und damit die Handelswoche mit deutlichen Verlusten beendet. Auf dem Markt lasteten erneut die Ankündigungen des US-Präsidenten Barack Obama zur Regulierung des US-Finanzsystems. Marktteilnehmer wollen nicht ausschließen, dass es in der kommenden Woche zu weiteren Abgaben kommen könnte. Charttechnisch seien der Bereich von 5600 bis 5.650 und der Aufwärtstrend bei 5.480 Punkten die nahe liegenden Zielmarken.

Der DAX verlor 0,9% oder 52 auf 5.695 Punkte. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 177,1 (Vortag: 137,4) Mio Aktien im Wert von rund 4,76 (Vortag: 3,89) Mrd EUR. Der belgische Geschäftsklimaindex für Januar, der unter Volkswirten als guter Vorläufer für den deutschen ifo-Geschäftsklimaindex in der kommenden Woche gilt, blieb ohne merklichen Einfluss auf das Handelsgeschehen, obwohl sich das Geschäftsklima in dem Nachbarland etwas stärker als erwartet aufgehellt hatte. Auch die Zahlen von General Electric trugen nicht zu einer Verbesserung der Lage bei, obwohl der Mischkonzern die Erwartungen der Analysten übertroffen hatte.

Finanzwerte standen erneut unter Druck. Hier belastete die Androhung drastischer Beschneidungen des Eigenhandels und der Anlagen in Hedgefonds und Private-Equity-Gesellschaften für US-Geschäftsbanken. Um in den Wirren der Finanzkrise staatliche Hilfen bekommen zu können, hatten sich die großen US-Investmentbanken in Geschäftsbanken umgewandelt, gleichzeitig das Investmentbanking aber weiterbetrieben. "Entscheiden sich die Häuser, Geschäftsbanken zu bleiben, dürfen sie die Ertragsbringer der vergangenen Jahre nicht mehr betreiben", so ein Händler.

Deutsche Banken zeigten sich naturgemäß nicht begeistert von den Plänen des US-Präsidenten Barack Obama. Dies würde letztlich dem gesamten globalen Finanzsystem schaden, monierte der Verband privater Banken, BdB. Deutsche Bank fielen um 4,2% auf 45,03 EUR, Die Aktien der Commerzbank, die von derartigen Vorhaben weniger betroffen wäre, legten dagegen um 0,2% auf 6,14 EUR zu.

Auch Deutsche Börse litten unter den US-Plänen und verloren 3,2% auf 50,90 EUR. Als Grund hieß es von der LBBW, die Pläne, den Eigenhandel im Bankensektor stark zu begrenzen, würden zu geringeren Handelsvolumina an den Börsen führen.

Lufthansa waren mit einem Abschlag von 6,1% auf 11,70 EUR größter Verlierer im DAX. Die Analysten von Metzler hatten die Aktie auf "Sell" von "Buy" gesenkt und das Kursziel auf 10 nach 13 EUR. "Lufthansa könnte dieses Jahr im Sektor vergleichsweise schwach abschneiden", so Analyst Jürgen Pieper zu Dow Jones Newswires. Zum einen seien die Kerosin-Kosten höher als erwartet, zum anderen drohe ein Streik der Piloten.

ThyssenKrupp verloren 2,5% auf 24,55 EUR. Allerdings wurde hier nach der Hauptversammlung am Vortag ein Dividendenabschlag von 0,30 EUR je Aktie eingepreist. Von charttechnisch günstigen Vorzeichen profitierten dagegen K+S, die um 0,6% auf 42,38 EUR stiegen. Gleiches galt für Munich Re, die 0,3% auf 109,50 EUR gewannen.

Im MDAX profitierten Continental von der Anhebung auf "Kaufen" von "Neutral" durch Goldman Sachs und legten 1,2% auf 41,14 EUR zu. Leoni wurden dagegen auf "Neutral" von "Kaufen" abgestuft und sanken daher um 3,8% auf 15,88 EUR. J.P.Morgan hatte unter den TecDAX-Werten das Kursziel von United Internet auf 11 nach 10 EUR erhöht. Auch die Citigroup hatte United Internet auf "Buy" nach "Hold" und das Ziel auf 14,20 nach 11 EUR erhöht. Die Aktie stieg um 0,7% auf 10,34 EUR. Dialog Semiconductor zeigten sich abermals stark und gewannen 5,8% auf 10,42 EUR, während bei den Solarwerten aufs Neue die Minuszeichen dominierten.

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