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15.06.2007

XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - Am Verfalltag 8.000er-Marke überrannt

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest und mit einer faustdicken Überraschung für alle Bären ist der deutsche Aktienmarkt aus der Handelswoche gegangen. Der DAX sprang bei sehr hohen Umsätzen um 2,3% bzw 181 Punkte auf 8.031. Fast alle Aktien folgten der Marktrally und zogen teils kräftig an. Unternehmensnachrichten spielten kaum eine Rolle. Der große Verfalltag an europäischen Terminbörsen wie der EUREX hat für eine kräftige Überraschung gesorgt. Während die meisten Marktteilnehmer mit leicht fallenden Kursen gerechnet hatten, rannte der DAX bereits seit Mittag in gerader Linie nach Norden und überwand problemlos die 8.000er-Marke. "Zu viele Bären hatten noch bis zuletzt auf fallende Kurse gesetzt", sagte ein Händler. Sie alle habe es am Freitag "kalt erwischt". Der Zwang, leerverkaufte Aktien bei steigenden Preisen zurückzukaufen, habe den Kurssprung weiter verstärkt. Fundamental wurde die Aktien von ebenso überraschend guten US-Konjunkturdaten und einer ausgebliebenen Zinserhöhung in Japan gestützt. Vor allem die US-Verbraucherpreise beschleunigten die Rally: Sie waren im Mai in der Kernrate nur um 0,1% gestiegen, während die Mehrzahl der Marktteilnehmer mit 0,2% gerechnet hatte. Damit sahen sich die Anleger bestätigt, die das Inflationsrisiko für überschätzt hielten. Gleichzeitig überraschte auch eine stärkere US-Konjunktur: So sprang der Empire State Manufacturing Index auf 25,75 Punkte. Gerechnet hatte der Markt nur mit 10,0 Punkten. "Weniger Inflation, aber mehr Wirtschaftswachstum als erwartet - das macht eine klare Bullen-Story aus", schwärmte ein Händler. Selbst technische Analysten äußerten sich überrascht über den Anstieg. Nach einer kurzen Konsolidierung rechnen sie mit einem DAX um 8.200 Punkte. Damit könnte die kommende Woche das langersehnte, neue Allzeit-Hoch im DAX bringen. Tagessieger Deutsche Börse stiegen um 5,1% auf 88,89 EUR. Seit dem letzten Aktiensplit sei die Aktie wieder gesucht. Zudem kursierten die üblichen Gerüchte über mögliche Konsolidierungen in der europäischen Börsenlandschaft. Hypo Real Estate stiegen um 4,4% auf 50,43 EUR. Morgan Stanley hatte das Kursziel auf 60 nach zuvor 54 EUR erhöht. Zudem hatte die Aktie den jüngsten DAX-Aufschwung nicht mitgemacht und Nachholbedarf, hieß es zur Begründung. Siemens sprangen um 4,3% auf 107,18 EUR. Das Indexschwergewicht war seit dem Vortag mit der Aussicht auf einen Boom in der Infrastruktur-Branche gesucht. Der Chef des Konkurrenzunternehmens General Electric hatte von einer möglichen Umsatzverdoppelung in diesem Bereich gesprochen. Zudem hätten Käufe über der 100-EUR-Marke beflügelt, hieß es weiter. Von einer Erleichterungsrally sprachen Händler bei Commerzbank, nachdem der Sparkassenverband DSGV den Zuschlag für den Kauf der Landesbank Berlin erhalten hatte. Der Markt habe nun eine teure Übernahme durch die Commerzbank mit den entsprechenden Kapitalmaßnahmen ausgepreist und die Aktie hochgekauft. Commerzbank stiegen um 3,6% auf 36,79 EUR. Wenig Einflüsse auf VW, Linde und Deutsche Telekom gingen von der neuen DAX-Verkettung aus. Trotz ihrer Gewichtungsverluste im DAX-Index stiegen VW um 2,8% auf 113,66 EUR und Telekom um 1,6% auf 13,94 EUR. Linde stiegen hingegen trotz der höchsten Gewichtungszunahme nur um 0,8% auf 82,30 EUR. Altana verteuerten sich nach einer Berg- und Talfahrt um 1,7% auf 18,03 EUR. Die anstehende DAX-Entnahme belastete nicht. Die erwarteten Verkäufe passiver Indexfonds wurden vom rallierenden Markt überrannt. Der Nachfolger Merck KGaA schloss hingegen unverändert bei 106,55 EUR. Selbst RWE stiegen um 1,7% auf 81,99 EUR. Die Aktie stand zunächst etwas unter Druck, nachdem Goldman Sachs die Aktie zum Verkauf empfohlen und auf ihre "Pan-europäische Sell-List" genommen hatte. In der zweiten Reihe haussierten Norddeutsche Affinerie mit einem Plus von 11,5% auf 32,90 EUR. Hier hatte die österreichische A-Tec bekanntgegeben, sich mit 10% an dem Unternehmen beteiligt zu haben. Es sei nicht auszuschließen, dass A-Tec ihre Beteiligung weiter ausbauten, hieß es dazu. SGL Carbon knüpften an die Vortagesaufschläge an und stiegen um 5,3% auf 30,01 EUR. Im TecDAX sprangen Kontron um 5,7% auf 14,58 EUR. Das Unternehmen will Presseberichten zufolge die offensive Dividendenpolitik fortsetzen.DJG/mod/reh

FRANKFURT (Dow Jones)--Sehr fest und mit einer faustdicken Überraschung für alle Bären ist der deutsche Aktienmarkt aus der Handelswoche gegangen. Der DAX sprang bei sehr hohen Umsätzen um 2,3% bzw 181 Punkte auf 8.031. Fast alle Aktien folgten der Marktrally und zogen teils kräftig an. Unternehmensnachrichten spielten kaum eine Rolle. Der große Verfalltag an europäischen Terminbörsen wie der EUREX hat für eine kräftige Überraschung gesorgt. Während die meisten Marktteilnehmer mit leicht fallenden Kursen gerechnet hatten, rannte der DAX bereits seit Mittag in gerader Linie nach Norden und überwand problemlos die 8.000er-Marke. "Zu viele Bären hatten noch bis zuletzt auf fallende Kurse gesetzt", sagte ein Händler. Sie alle habe es am Freitag "kalt erwischt". Der Zwang, leerverkaufte Aktien bei steigenden Preisen zurückzukaufen, habe den Kurssprung weiter verstärkt. Fundamental wurde die Aktien von ebenso überraschend guten US-Konjunkturdaten und einer ausgebliebenen Zinserhöhung in Japan gestützt. Vor allem die US-Verbraucherpreise beschleunigten die Rally: Sie waren im Mai in der Kernrate nur um 0,1% gestiegen, während die Mehrzahl der Marktteilnehmer mit 0,2% gerechnet hatte. Damit sahen sich die Anleger bestätigt, die das Inflationsrisiko für überschätzt hielten. Gleichzeitig überraschte auch eine stärkere US-Konjunktur: So sprang der Empire State Manufacturing Index auf 25,75 Punkte. Gerechnet hatte der Markt nur mit 10,0 Punkten. "Weniger Inflation, aber mehr Wirtschaftswachstum als erwartet - das macht eine klare Bullen-Story aus", schwärmte ein Händler. Selbst technische Analysten äußerten sich überrascht über den Anstieg. Nach einer kurzen Konsolidierung rechnen sie mit einem DAX um 8.200 Punkte. Damit könnte die kommende Woche das langersehnte, neue Allzeit-Hoch im DAX bringen. Tagessieger Deutsche Börse stiegen um 5,1% auf 88,89 EUR. Seit dem letzten Aktiensplit sei die Aktie wieder gesucht. Zudem kursierten die üblichen Gerüchte über mögliche Konsolidierungen in der europäischen Börsenlandschaft. Hypo Real Estate stiegen um 4,4% auf 50,43 EUR. Morgan Stanley hatte das Kursziel auf 60 nach zuvor 54 EUR erhöht. Zudem hatte die Aktie den jüngsten DAX-Aufschwung nicht mitgemacht und Nachholbedarf, hieß es zur Begründung. Siemens sprangen um 4,3% auf 107,18 EUR. Das Indexschwergewicht war seit dem Vortag mit der Aussicht auf einen Boom in der Infrastruktur-Branche gesucht. Der Chef des Konkurrenzunternehmens General Electric hatte von einer möglichen Umsatzverdoppelung in diesem Bereich gesprochen. Zudem hätten Käufe über der 100-EUR-Marke beflügelt, hieß es weiter. Von einer Erleichterungsrally sprachen Händler bei Commerzbank, nachdem der Sparkassenverband DSGV den Zuschlag für den Kauf der Landesbank Berlin erhalten hatte. Der Markt habe nun eine teure Übernahme durch die Commerzbank mit den entsprechenden Kapitalmaßnahmen ausgepreist und die Aktie hochgekauft. Commerzbank stiegen um 3,6% auf 36,79 EUR. Wenig Einflüsse auf VW, Linde und Deutsche Telekom gingen von der neuen DAX-Verkettung aus. Trotz ihrer Gewichtungsverluste im DAX-Index stiegen VW um 2,8% auf 113,66 EUR und Telekom um 1,6% auf 13,94 EUR. Linde stiegen hingegen trotz der höchsten Gewichtungszunahme nur um 0,8% auf 82,30 EUR. Altana verteuerten sich nach einer Berg- und Talfahrt um 1,7% auf 18,03 EUR. Die anstehende DAX-Entnahme belastete nicht. Die erwarteten Verkäufe passiver Indexfonds wurden vom rallierenden Markt überrannt. Der Nachfolger Merck KGaA schloss hingegen unverändert bei 106,55 EUR. Selbst RWE stiegen um 1,7% auf 81,99 EUR. Die Aktie stand zunächst etwas unter Druck, nachdem Goldman Sachs die Aktie zum Verkauf empfohlen und auf ihre "Pan-europäische Sell-List" genommen hatte. In der zweiten Reihe haussierten Norddeutsche Affinerie mit einem Plus von 11,5% auf 32,90 EUR. Hier hatte die österreichische A-Tec bekanntgegeben, sich mit 10% an dem Unternehmen beteiligt zu haben. Es sei nicht auszuschließen, dass A-Tec ihre Beteiligung weiter ausbauten, hieß es dazu. SGL Carbon knüpften an die Vortagesaufschläge an und stiegen um 5,3% auf 30,01 EUR. Im TecDAX sprangen Kontron um 5,7% auf 14,58 EUR. Das Unternehmen will Presseberichten zufolge die offensive Dividendenpolitik fortsetzen.DJG/mod/reh

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