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20.05.2009

XETRA-SCHLUSS/Sehr fest - DAX überspringt 5.000 Punkte

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach mehreren Anläufen ist es dem DAX am Mittwoch tatsächlich gelungen: Der Index ist wieder über 5.000 Punkte gestiegen und hat damit fast wieder das Niveau von Anfang des Jahres erreicht. Der Leitindex schloss 1,6% oder 79 Punkte höher bei 5.039, nachdem er im Tageshoch schon bis auf 5.061 Punkte gestiegen war. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 128,7 (Vortag: 151,1) Mio Aktien im Wert von rund 3,80 (Vortag: 4,17) Mrd EUR.

FRANKFURT (Dow Jones)--Nach mehreren Anläufen ist es dem DAX am Mittwoch tatsächlich gelungen: Der Index ist wieder über 5.000 Punkte gestiegen und hat damit fast wieder das Niveau von Anfang des Jahres erreicht. Der Leitindex schloss 1,6% oder 79 Punkte höher bei 5.039, nachdem er im Tageshoch schon bis auf 5.061 Punkte gestiegen war. Umgesetzt wurden in DAX-Titeln auf Xetra rund 128,7 (Vortag: 151,1) Mio Aktien im Wert von rund 3,80 (Vortag: 4,17) Mrd EUR.

Händler führten den Sprung über die psychologisch wichtige 5.000er Marke auf gute Vorgaben aus dem frühen US-Geschäft zurück. Große Adressen, die noch unterinvestiert seien, müssten nun "unter Schmerzen" einsteigen, um nicht die Erholung völlig zu verpassen, meinte ein Händler. Der Performancedruck auf Fonds, die sich bislang zurückgehalten hätten, wachse von Tag zu Tag. Bei 5.111 Punkten als bisherigem Jahreshoch liege nun der nächste Widerstand.

Für neue Impulse könnte am Abend nach Börsenschluss die Veröffentlichung des Sitzungsprotokolls der US-Notenbank sorgen. Spannend könnte der anstehende Feiertag werden, da dünne Umsätze naturgemäß für starke Ausschläge in beide Richtungen gut sind.

BASF und Bayer profitierten von guten Vorgaben der europäischen Chemie- und Pharmawerte. Bayer stiegen um 6,4% auf 40,93 EUR. Die Leberkrebs-Therapie "Nexavar" von Bayer wurde für den japanischen Markt zugelassen. BASF rückten um 5,5% auf 30,69 EUR vor. Die Analysten der WGZ-Bank hatten das Kursziel auf 33 von 30 EUR erhöht. Das Unternehmen habe bereits im vergangenen Jahr diverse Maßnahmen ergriffen, um auf das schwierige Umfeld zu reagieren, begründeten sie die Anpassung. Zudem werde die Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms NEXT beschleunigt.

Gesucht waren zudem die High-Beta-Werte, also Aktien, welche die Bewegungen des DAX überproportional nachvollziehen. K+S stiegen um 6,7% auf 53,20 EUR. Die britische Bank HSBC hatte die Einstufung auf "Übergewichten" von "Neutral" erhöht. Auch andere Rohstoffwerte waren gesucht. Lufthansa kletterten im Sog guter Zahlen von Air France-KLM um 3,9% auf 9,88 EUR.

MAN fielen indes um 3,1% auf 46,42 EUR zurück. Goldman Sachs hatte die Aktie auf "Verkaufen" von zuvor "Neutral" gesenkt. Auch die Finanzwerte neigten teilweise zur Schwäche und folgten damit den internationalen Vorgaben. Allianz etwa büßten 1,9% auf glatt 71 EUR ein. Nomura hatte die Aktie auf "Reduce" von "Neutral" heruntergenommen.

Im MDAX fielen Continental mit einem Plus von 18,2% auf 23,60 EUR auf. Im monatelangen Machtpoker um die Zukunft der hochverschuldeten Auto-Zulieferer Schaeffler und Continental deutet sich eine umgekehrte Übernahme ähnlich wie bei Porsche und Volkswagen an. Eine Integration der Herzogenauracher werde geprüft, so ein Conti-Sprecher am Mittwoch und bestätigte damit Informationen von Dow Jones Newswires. Dies sei allerdings nur eine der Optionen, die beide Konzerne derzeit ausloteten, fügte er an. Bislang wurde lediglich eine Zusammenlegung des Automobilgeschäfts in Betracht gezogen.

Die Aktien des Automobilzulieferers Leoni zogen nach einer Hochstufung auf "Kaufen" von "Neutral" durch Goldman Sachs um 13,4% auf 13,16 EUR an. Die Papiere des Holzwerkstoff-Produzenten Pfleiderer verteuerten sich um 18,5% auf 5,89 EUR. Der operative Gewinn übertraf im ersten Quartal mit 52,7 Mio EUR den Analystenkonsens von 43 Mio EUR. ProSiebenSat.1 rückten um 10,9% auf 4,57 EUR vor. Nomura hatte das Kursziel auf 7 von 2 EUR erhöht. Dem Unternehmen sei es gelungen, die Kosten schneller als zunächst beabsichtigt zu senken, hieß es zur Begründung.

Die Handelskonzerne Arcandor und Metro tasten sich an Gespräche über ihre Warenhaus-Aktivitäten heran. Während eines für Donnerstag anberaumten Treffens wollen die beiden Vorstandsvorsitzenden Karl-Gerhard Eick und Eckhard Cordes Gedanken zur Zukunft der deutschen Warenhauslandschaft austauschen. Arcandor verloren 4,8% auf 2,16 EUR, worin sich die anhaltende Unsicherheit über die Zukunft des Konzerns widerspiegelt.

Im TecDAX stiegen MediGene um 6,1% auf 4,53 EUR. Die US-Gesundheitsbehörde FDA hatte einem MediGene-Wirkstoff für die Indikation Bauchspeicheldrüsenkrebs den Status einer siebenjährigen Marktexklusivität nach Erteilung der Zulassung zugebilligt. Auch Solarworld waren mit einem Aufschlag von 6,7% auf 23,78 EUR gesucht. Das zweite Quartal wird voraussichtlich besser als das Vorquartal ausfallen, so der Vorstandsvorsitzende Frank Asbeck, am Mittwoch am Rande der Hauptversammlung.

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